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Federwechsel an den Radaufhängungen: nicht ohne Federspanner

Federwechsel an den Radaufhängungen: nicht ohne Federspanner

Die Werkstattkosten für das eigene Auto reißen in vielen Haushalten schnell ein Loch in die Kasse, besonders wenn Verschleißteile wie die Federn gewechselt werden müssen. Defekte oder verschlissene Federn lassen sich mit etwas handwerklichem Verständnis, Geschick und dem passenden Werkzeug auch selbst wechseln. Dafür braucht es jedoch einen sogenannten Federspanner.

Worum handelt es sich bei diesem Spezialwerkzeug?

Nicht nur Werkstattmeister, sondern auch Autobastler wissen: ein Federwechsel kann unter den richtigen Voraussetzungen auch vom Laien durchgeführt werden. Unerlässliches Hilfsmittel für diese Arbeit bleibt der Federspanner. Dieses Spezialwerkzeug hilft dabei, die defekte Feder zu entnehmen, als auch die neue wieder einzusetzen. Die im Stoßdämpfer enthaltene Feder steht unter einer enormen Spannung. Ohne einen funktionierenden Federspanner, lässt sich das verschlissene Teil nicht austauschen. Außerdem drohen dem Reparatur-Laien ernste Verletzungen bzw. dem Fahrzeug Blechschäden, wenn dieses Verschleißteil unsachgemäß verbaut wird. Der Federspanner wird an der Feder mit entsprechenden Halterungen fixiert. Durch Drehen des Spanners kann die Höhe der Feder geregelt werden, woraufhin ein problemloser Austausch ermöglicht wird.

Worauf muss ich unbedingt achten?

Für den Austausch der Federn benötigt man als Hobbyschrauber zunächst den zum Fahrzeugmodell passenden Federspanner. Auskunft darüber gibt in der Regel der Hersteller. Zumeist passen jedoch sogenannte MacPherson Federspanner. Sie kommen am häufigsten als Universalgerät zum Einsatz, da vielfach in den Fahrzeugen MacPherson Federbeine verbaut werden. Günstige Federspannermodelle ermöglichen nicht unbedingt ein leichtes und komfortables Arbeiten, denn das Drehen des Spanners muss von Hand erfolgen. Dies erhöht mitunter die Verletzungsgefahr. Teurere Modelle arbeiten in Kombination mit einem Schlagschrauber.

Wie läuft der Federwechsel ab?

Auch wenn es zunächst ziemlich kompliziert anmutet, die Stoßdämpfer bzw. die darin befindlichen Federn zu wechseln: mit einer guten Anleitung und dem passenden Werkzeug ist diese Aufgabe durchaus zu bewerkstelligen. Passende Videos und Arbeitsanleitungen hält das Internet zuhauf bereit. Im Allgemeinen lässt sich der Wechsel so zusammenfassen: Die Montage erfolgt am besten auf einer Hebebühne, im Zweifelsfall kann der Wagen auch nur aufgebockt werden. Nach dem Abnehmen des Reifens, wird ein oder mehrere Federspanner an der Feder angebracht und gespannt. Im Anschluss müssen alle zuführenden Schläuche und Leitungen getrennt sowie sämtliche Muttern und Schrauben gelöst werden. Stoßdämpfer und Feder lassen sich nun problemlos tauschen. Nach dem Einsatz der neuen Feder, wird alles Abmontierte neu geschraubt und wieder passend befestigt. Der Federspanner kann nun abgenommen und das Rad wieder angebracht werden. Eine Testfahrt nach dem Wechsel ist obligatorisch.

Fazit: Stoßdämpfer und Federn gehören zu den Verschleißteilen am Auto, welche regelmäßig gewechselt werden müssen. Um horrende Werkstattkosten zu sparen, können Autobastler mit ein wenig handwerklichem Geschick, der richtigen Anleitung und dem passenden Werkzeug diese Teile am Auto auch selbst austauschen. Unerlässliches Hilfsmittel für diese Arbeit ist der Federspanner. Ohne ihn drohen nicht nur Blechschäden am Auto, sondern aufgrund der Federspannung auch ernste körperliche Verletzungen.

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