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7 Tipps für die Berufsunfähigkeitsversicherung

7 Tipps für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Kann der bisherige Beruf aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr ausgeübt werden, drohen finanzielle Engpässe. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht bei Verlust der eigenen Arbeitskraft meist nicht aus, um den eigenen Lebensstandard halten zu können – 2015 lag sie durchschnittlich bei 735€ pro Monat. Zudem wird sie erst dann ausgezahlt, wenn man auch keinen anderen Beruf mehr ausüben kann. Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann die eigene Arbeitskraft finanziell wesentlich umfassender abgesichert werden. Die BU zahlt nämlich bereits eine monatliche Rente, wenn man nur in seinem bisherigen Job aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls weniger als 50 Prozent seiner Arbeitsleistung erbringen kann.

  1. Risiko der Berufsunfähigkeit nicht unterschätzen 

    Das Risiko der Berufsunfähigkeit sollte nicht unterschätzt werden. In Deutschland kommt jeder Vierte noch vor dem eigentlichen Renteneintrittsalter in die Situation, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die häufigste Ursache dafür sind psychische Krankheiten, gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. So besteht das Risiko grundsätzlich in allen Berufsgruppen. Der monatliche Beitrag für eine BU-Versicherung kann jedoch je nach Beruf unterschiedlich sein. Die Versicherer unterscheiden nämlich Berufe mit einem hohen Berufsrisiko, wie zum Beispiel Bauarbeiter, und Berufe mit einem niedrigeren Risiko, wie Büroangestellte.Um finanzielle Engpässe zu umgehen, sollte man sich, egal in welchem Beruf, frühzeitig über sinnvolle Absicherungen informieren. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gilt: Je jünger und gesünder man bei Abschluss der Versicherung ist, desto günstiger sind die Beiträge. Für junge Menschen, wie Studenten und Azubis, sind auch Einsteigertarife eine Option. Hier sind die Beiträge in den ersten Jahren geringer, um auch jungen Menschen mit wenig Geld eine Absicherung zu ermöglichen.

  1. Online-Rechner & Online-Vergleich nutzen 

    Auf der Suche nach der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung können Online-Rechner und ein Online-Vergleich eine große Hilfe sein, um im Versicherungsdschungel den richtigen Tarif zu finden. Der BU-Rechner von Getsurance ist zum Beispiel eine Möglichkeit. Hier werden hunderte Tarife verglichen und der individuell passende für den Kunden ausgesucht. Die zusätzliche Beratung von einem Experten kann dabei persönlich, aber auch auch digital erfolgen, z.B. per Chat.

  1. Die richtige Höhe der BU-Rente wählen 

    Hat man eine BU abgeschlossen und eine Berufsunfähigkeit tritt ein, zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente. Die Höhe der BU-Rente sollte bei Vertragsabschluss individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Zunächst sollte geschaut werden, wie groß die Differenz zwischen dem aktuellen Einkommen und der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ist. Die Differenz dient zur Orientierung, wie hoch die private Absicherung in etwa sein sollte, um finanziell gut abgesichert zu sein. Grundsätzlich ist als BU-Rente die Hälfte des Nettoeinkommens zu empfehlen, mindestens aber 1.000€.

  1. Die Versicherungs- und Leistungsdauer richtig wählen 

    Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss unbedingt auf die Versicherungs- und Leistungsdauer geachtet werden. Die Versicherungsdauer beschreibt die Laufzeit der Versicherung. Wird man innerhalb dieses Zeitraums berufsunfähig, erhält man eine BU-Rente. Die Versicherungsdauer sollte möglichst bis zum Renteneintrittsalter (67 Jahre) gewählt werden, sodass keine finanziellen Engpässe entstehen, falls die Berufsunfähigkeit erst in späteren Lebensjahren, aber vor gesetzlichem Rentenbeginn eintritt. Daneben spielt auch die Leistungsdauer eine wichtige Rolle. Sie bezeichnet die Zeitspanne, in dem die BU-Rente bzw. die Leistung ausgezahlt wird. Der Leistungszeitraum und die Versicherungsdauer sollten unbedingt gleich lang sein. So kommt es zu keinen Lücken innerhalb des BU-Schutzes.

  1. Keinen Vertrag mit abstrakter Verweisung unterzeichnen 

    Es gibt eine Klausel, auf die eine gute BU verzichtet: die abstrakte Verweisung. Durch diese Klausel kann der Versicherer den Versicherungsnehmer auf einen anderen Beruf verweisen, wenn er seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Dieser muss dabei dem vorherigen Lebensstand und Qualifikationen des Versicherungsnehmers entsprechen. So kann ein Handwerker, der einen schweren Bandscheibenvorfall erlitten hat, nach seiner Genesung zwar nicht mehr schwer heben, jedoch noch Büroarbeiten im Handwerksbetrieb erledigen. Er würde dann auf diesen Beruf verwiesen werden und keine BU-Rente bekommen. Wird innerhalb des Vertrags auf die abstrakte Verweisung verzichtet, erhält der Handwerker eine BU-Rente, ohne dass er auf einen anderen Beruf verwiesen wird.

  1. Die Gesundheitsfragen vollständig beantworten 

    Jeder BU-Antrag enthält sogenannte Gesundheitsfragen. Sie dienen der gesundheitlichen Einschätzung des Versicherungsnehmers und der Festlegung des Beitrags durch die Versicherung. Diese Fragen müssen in jedem Fall vollständig und wahrheitsgemäß beantworten werden, um spätere Probleme bei der Auszahlung zu vermeiden. Denn vor der Auszahlung der BU-Rente wird der Krankheitsfall von der Versicherung genau geprüft. Fällt hier auf, dass bei der Antragstellung eine Krankheit nicht angegeben wurde, kann die Versicherung die Auszahlung der BU-Rente verweigern.

  1. Bei Vorerkrankungen: Unverbindliche Risikovoranfrage stellen 

    Bei Vorerkrankungen oder risikoreichen Berufen kann eine BU gar nicht oder nur mit sehr hohen monatlichen Beiträgen abgeschlossen werden. Ob eine BU abgeschlossen werden kann, lässt sich durch eine unverbindliche Risikovoranfrage ermitteln. Hierbei wird eine Anfrage auf eine BU über einen Makler bei einer beliebigen Versicherung eingereicht, ohne dass die Daten zentral gespeichert werden. So besteht auch nach einer Ablehnung die Möglichkeit, bei weiteren Versicherungen eine BU anzufragen. Ist es aufgrund von Vorerkrankungen oder eines gefährlichen Berufs nicht möglich eine BU abzuschließen, gibt es andere sinnvolle Alternativen, zum Beispiel die Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder die Grundfähigkeitsversicherung.

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Annika Pleil arbeitet in der Online-Redaktion des InsurTech-Startups Getsurance. Als Versicherungsportal gestartet, hat sich Getsurance auf den wichtigen Bereich der Lebensversicherungen spezialisiert und dazu die erste Online-Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung entwickelt. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen eigene modulare Versicherungsprodukte und informiert vor allem junge Kunden über Versicherungen mit fachlich fundierten Ratgebertexten.

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