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Kind als Pflegefall
Eltern sind immer für ihre Kinder da, Bild: pixabay

Kind als Pflegefall

Einen Pflegefall in der Familie zu haben, kann für die Angehören eine hohe psychische und finanzielle Belastung darstellen. Insbesondere dann, wenn das eigene Kind besondere Pflege benötigt, stehen Eltern und Angehörige unter enormen Druck.

Umso mehr kommt es darauf an, dass Erziehungsberechtigte und Vormünder über Hilfe und Finanzierungsmöglichkeiten bei pflegebedürftigen Kindern aufgeklärt sind. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Zuschüsse und unterstützende Maßnahmen.

Unterstützung für pflegende Eltern

Erhöhte Pflegebedürftigkeit bei Kindern kann durch einen Unfall, eine Behinderung oder durch Krankheiten entstehen. Die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder bringt mit sich, dass sie im Alltag besondere Unterstützung und auch medizinische Versorgung benötigen. Um diese Doppelbelastung für Eltern abzufedern, kann in Deutschland Pflegegeld beantragt werden.

Pflegegeld beantragen

Der Antrag beginnt durch Kontaktaufnahme zur Pflegekasse, die daraufhin einen Gutachter beauftragt, um die Schwere des Pflegegrads des Kindes einzuschätzen. Mit einem umfassenden Wissen in dem Gebiet der Pflege wird ermittelt wie viel Hilfe, das Kind im Alltag benötigt.

Bei dieser Einschätzung können auch Ärzte zur Einschätzung herangezogen werden. Nach umfassender Prüfung und mehreren Gesprächen wird der Pflegesatz festgesetzt. Die Summen sind gestaffelt und reichen je nach Grad bis zu ungefähr 900 Euro pro Kind.

Weitere unterstützende Maßnahmen

Zudem gibt es die Möglichkeit Pflegesachleistungen und die Finanzierung von Pflegediensten zu beantragen, falls das Kind nicht zuhause oder nicht ständig betreut werden kann. Die Pauschale für Pflegehilfsmittel 2022 ist ein Zuschuss für Pflegeartikel wie Einweghandschuhe oder beispielsweise Windeln, die pflegende Familienmitglieder oftmals benötigen.  In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein eine Haushaltshilfe einzustellen, die die pflegenden Angehörigen im Alltag entlastet.

Psychologische Beratungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige

Die Belastungen, der pflegende Angehörige ausgesetzt sind, vor allem, wenn es sich um ein Kind handelt, das zum Pflegefall geworden ist, sind enorm. Es ist sehr wichtig sich selbst in dieser fordernden Zeit nicht zu vernachlässigen.

Selbstverständlich sind unterstützende Maßnahmen wie Haushaltshilfen und Nachtbetreuung bereits eine große Entlastung für pflegende Angehörige, doch die eigene psychische Gesundheit sollte weiterhin durch Therapien und Beratungsgespräche gefördert werden.

Viele Angehörige von Kindern als Pflegefällen empfinden es als sehr hilfreich sich mit Eltern auszutauschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Dafür gibt es oftmals eigene Treffen, die ehrenamtlich organisiert sind. Auch eine begleitende Psychotherapie kann Eltern helfen ihre Gefühle zu verarbeiten und als Paar gestärkt aus dieser Situation hervorzugehen.