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Die 9 häufigsten Fehler beim Hausbau und wie sie zu vermeiden sind
Haus im Aufbau, Bild: pixabay

Die 9 häufigsten Fehler beim Hausbau und wie sie zu vermeiden sind

Der Traum vom Eigenheim ist generationenübergreifend und wird wohl immer eines der größten Ziele der Menschen bleiben. Wohnt man erst einmal in seinen eigenen vier Wänden, fühlt man sich im Leben angekommen. Doch das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit sollten von den Fehlern, die beim Hausbau unterlaufen können, nicht getrübt werden. Daher erklären wir Ihnen die zehn häufigsten Fehler beim Bau eines Eigenheims und wie Sie vermeiden können, dass der Traum zum Albtraum wird.

1. Sparen – aber bitte nicht auf die schwäbische Art

Auch wenn die deutsche Sparsamkeit sehr lobenswert ist, sollte man gerade beim Bau des Eigenheims die Spendierhosen etwas lockerer sitzen haben. Eine Finanzierung des Eigenheims geht ganz schön ins Geld. Die wenigsten können sich den Hausbau aus eigenen Mitteln leisten – einige müssen sogar ganz ohne Eigenkapital zum Eigenheim kommen.

Grundsätzlich gibt es natürlich viele Möglichkeiten einer Immobilienfinanzierung. Diesbezüglich sollte man sich mehrere Finanzierungsangebote einholen, um den besten Kredit zu den bestmöglichen Konditionen zu erhalten.

Was die Hinzuziehung von Experten wie einem Anwalt, einem Architekten oder Sachverständigen angeht, sollte man jedoch auf keinen Fall sparen. Viele sind der Meinung, dass dies nur unnötig hohe Kosten verursacht. Fakt ist jedoch, dass gerade das Auslassen der Einholung von Expertenmeinungen im Nachhinein viele Bauherren und Familien in den finanziellen Ruin treibt. Grund hierfür ist, dass sachliche oder rechtliche Fehler beim Bau unterlaufen sind, die unter hohem Kostenaufwand rückgängig gemacht werden müssen.

2. Grundstück vor dem Kauf gründlich untersuchen

Bevor man ein Grundstück kauft, sollte sichergestellt sein, dass man auch alles über die Beschaffenheit des Untergrunds weiß. Denn hier soll schließlich das Fundament für das Eigenheim entstehen.

Der Boden sollte insbesondere auf Altlasten oder lehmigen Grund überprüft werden. Sollte das Regenwasser an bestimmten Stellen des Bodens nur schlecht absickern können, kann es später zu einem Wasserschaden kommen, dessen Kosten bis in den fünfstelligen Bereich wandern können. Daher gilt: Lieber im Voraus einen Gutachter beauftragen, anstatt sich später unangenehm und teuer überraschen zu lassen.

3. Verträge prüfen lassen

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Ein Laie kann bei komplizierten Rechtsfragen im Baurecht wohl kaum durchblicken. Daher ist es immer sinnvoll, die abgeschlossenen Kauf- sowie Bauverträge von einem unabhängigen Fachanwalt prüfen zu lassen. Andernfalls kann das fatale Rechtsfolgen nach sich ziehen.

4. Die Wahl des Architekten

Ein erfahrener Architekt ist bereits die halbe Miete. Viele machen den Fehler, dass sie lediglich einen Architekten für die Erstellung der Baupläne beauftragen. Das ist zwar günstiger, jedoch nicht unbedingt sinnvoll. Grundsätzlich sollte ein Architekt die komplette Bauleitung übernehmen, sowie die Arbeit der Handwerker und eingehende Rechnungen überwachen und prüfen. Außerdem kann ein Architekt auch die Grenzen des Budgets im Blick behalten.

Hat man einen seriösen, erfahrenen und zuverlässigen Architekten für sein Bauvorhaben gefunden, sollte auch der geschlossene Vertrag wasserdicht sein. Aspekte wie der Leistungsumfang, die Kosten und der Zeitraum sollten schriftlich genau festgelegt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Von mündlichen Absprachen sollte man absehen.

5. Schwarzarbeiter? – Nein, Danke!

Auch wenn ein Mehrwertsteuerersparnis verlockend klingt, so ist es nicht ratsam, Schwarzarbeiter für den Eigenheimbau zu beauftragen. Grund hierfür sind hauptsächlich die Geltendmachung etwaiger Gewährleistungsansprüche aus Baumängeln. Wurde nämlich schwarzgearbeitet, so kann man sich nicht auf eine Rechnung oder Verantwortlichen berufen. Im Falle eines Baufehlers büßt dann der Bauherr und nicht die Verursacher.

6. Das Eigenheim als Beziehungsretter

In der Regel baut man erst dann ein Eigenheim, wenn man in einer festen Partnerschaft ist oder bereits eine Familie hat. Viele fühlen sich geradezu verpflichtet, endlich in die eigenen vier Wände zu ziehen und unabhängig zu sein. Zumal es auch ein großer Schritt ist, das erste gemeinsame Haus zu bauen.

Die Erfahrung zeigt, dass viele Paare sich für den Bau eines Hauses entscheiden, wenn es in der Beziehung kriselt. Gründe hierfür sind etwa ein Neuanfang oder um Stabilität in die Beziehung zu bekommen. Doch der Gedanke, ein eigenes Zuhause könnte die Beziehung retten, ist weit gefehlt. Ein Bauvorhaben kann sehr stressig und nervenaufreibend sein. Das ist das Letzte, was eine labile Partnerschaft benötigt und könnte den Todesstoß bedeuten. Daher ist es ratsam, die Bau-Entscheidung erst dann zu fällen, wenn man sich sicher ist, dem Druck gemeinsam standhalten zu können.

7. Budgetpuffer für Notfälle einplanen

Auch wenn man den besten Architekten an der Seite hat und alles perfekt durchgeplant ist, können unerwartete Probleme während dem Bau eines Hauses auftreten. Daher ist es immer ratsam, mindestens 10.000 Euro als Puffer einzuplanen. Diese Sicherheitsreserve kann einen eventuell vor einem Albtraum bewahren. Und selbst wenn alles glattläuft, kann man sich an dem Ersparten erfreuen und dieses Geld anlegen oder in die Inneneinrichtung investieren.

8. Zeit ist Geld

Ein Haus sollte niemals in Eile und unter Druck geplant werden. Schnell wird ein Wunsch vergessen, der einem dann später teuer zu stehen kommt. Daher sollte man sich ausreichend Zeit für die Bauplanung lassen, sodass Änderungswünsche gar nicht erst auftreten.

9. In der Ruhe liegt die Kraft

Zu guter Letzt: Verfehlen ist menschlich. Daher sollten kleine Fehler mit Gelassenheit gesehen werden. Ein Bauherr, der ständig unter Strom steht und den Handwerkern oder dem Architekten die Schuld zuweist, wird die Probleme niemals lösen können. Daher sollte man entspannt und ruhig an die Sache herangehen, um eventuell auftretende Fehler gemeinsam und konstruktiv zu beheben. Dann kann dem Bauvorhaben auch nichts weiter im Weg stehen.

 

Quellen:

https://wohnglueck.de/artikel/10-hausbau-tipps-fuer-bauherren-so-vermeiden-sie-stress-54

https://www.hurra-wir-bauen.de/ratgeber/baufinanzierung/tipps-fuer-den-hausbau.html

https://www.focus.de/immobilien/bauen/tipps-fuer-den-grossen-traum-vom-eigenheim-18-fehler-beim-hausbau-mit-denen-sich-die-deutschen-ruinieren_id_9895504.html