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Wissen, wie es geht – die richtige Warenpräsentation im Ladengeschäft
Eine ansprechende und zielgruppenorientierte Warenpräsentation steigert den Umsatz

Wissen, wie es geht – die richtige Warenpräsentation im Ladengeschäft

Dem Einzelhandel geht es gut. Laut des Statistischen Bundesamts erzielte die Branche eine Bruttowertschöpfung 2014 von 245 Milliarden Euro. Damit trug sie mit 8,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Auch der Onlinehandel boomt und verzeichnet wachsende Umsatzzahlen. Die Konsumenten schätzen die große Auswahl des Sortiments, die Flexibilität und Bequemlichkeit sowie die gebotene Transparenz bei den Preisen. Einzelhändler können mit der Produktvielfalt im Netz schwer mithalten. Die Konkurrenz des E-Commerce sorgt dafür, dass die Ladengeschäfte sich mehr Gedanken über das Marketing und die Warenpräsentation machen müssen. Denn anders als im Online-Geschäft, zieht es die Kunden in einen Laden, der optisch ein gutes Bild macht und die angebotenen Waren attraktiv präsentiert. Die Warenpräsentation bildet deshalb das Fundament der Verkaufsförderung und damit der Umsatzentwicklung. Wer Kaufimpulse auslösen will, muss wissen, wie er sein Ladengeschäft gestaltet.

1. Konzept entwickeln

Bevor die Warenpräsentation praktisch angegangen werden kann, müssen sich die Ladenbesitzer darüber im Klaren sein, welche Zielgruppe sie ansprechen wollen und welchen Bedarf sie mit den Waren decken wollen. Auch sollten sie das Konzept ihres Geschäfts deutlich vor Augen haben, damit sich dieses auf die Kundschaft übertragen lässt. Bei der Warengestaltung ist es hilfreich, sich mit einem Warenpräsentationssystem zu behelfen, das die Kosten senkt und das Markenauftreten des Unternehmens berücksichtigt. Die Präsentationssysteme von Arno übernehmen das Design der Regale, Schaufenster, Displays und Theken und passen diese optimal an die Ladenfläche an, so dass ein einheitliches Bild im Corporate Design entsteht.

2. Erlebnis für Käufer schaffen

Diese Schuhe sind ein echtes Kauferlebnis

Diese Schuhe sind ein echtes Kauferlebnis

Der Grund, warum viele Konsumenten nicht im Internet einkaufen, sondern ins Ladengeschäft gehen, ist das Erlebnis, dass sie damit verbinden. Jeder zweite Deutsche, der ein Geschäft betritt, tut das aufgrund des persönlichen Gefühlswertes. Wenn die Waren in den Schaufenstern die Menschen ansprechen und ein Erlebnis versprechen, treffen sie eine Kaufentscheidung. Eine erlebnisorientierte Warenpräsentation kann ein Blickfang sein. Das Kauferlebnis lässt sich auch durch Farben, Musik und Ladenlayout erreichen. Ziel ist es, die Käufer so lange wie möglich im Ladengeschäft zu halten und sie zu Impuls- und Spontankäufen anzuregen. Die Einrichtung spielt dabei eine große Rolle. Sie kann entweder minimalistisch sein und die Ware in den Vordergrund rücken oder gemütlich wie ein Wohnzimmer sein und für die Entspannung des Kunden sorgen.

3. Dekorationsmittel variieren

Ein Jahr hat vier Jahreszeiten und viele Anlässe, wie Weihnachten oder Ostern, die sich für einen Dekorationswechsel anbieten. Wer diese Anlässe nutzt und sie zum Thema macht, erhöht den Umsatz und schafft neues Kundeninteresse. Damit die Warenpräsentation nicht immer nach den gleichen Mustern abläuft (im Winter Schneemänner, im Sommer Schaufensterpuppen im Bikini) ist hier Kreativität gefragt. Die Dekorationsmittel sollten dem Kunden einen schnellen Überblick über die Produkte liefern und sich nicht nur auf das Schaufenster konzentrieren. Wichtig ist, dass die themenorientierte Warenpräsentation einen roten Faden, eine Stilrichtung oder eine passende Farbkombination enthält.

4. Trend Convenicene

Die Optik macht es. Das Auge isst mit

Die Optik macht es. Das Auge isst mit

Unter Convenience, zu Deutsch Bequemlichkeit, versteht man einen Konsumtrend, der vor allem in Lebensmittelgeschäften, Kiosken und Tankstellen zum Tragen kommt. Er soll die Kunden dazu anregen, Fertigprodukte, Süßwaren und andere Produkte zu kaufen, die man auch im Supermarkt erwerben könnte. Beim Tanken zeigt sich, dass viele Verbraucher auf eine attraktive Ladenpräsentation ansprechen und aus Bequemlichkeit und Zeitersparnis zu Produkten greifen, die weder günstig noch mit Sonderangeboten ausgezeichnet sind. Neben einer langen Ladenöffnungszeit sind es die Waren, wie lecker aussehende und attraktiv angerichtete Brötchen mit verschiedenen Belägen, die den Kunden zum Impulskauf verleiten.

5. Bedarfsorientierung

Verkaufsfördernde Effekte lassen sich auch mit einer bedarfsorientierten Warenpräsentation erreichen. Das bedeutet, die Ladenbesitzer müssen die Bedürfnisse der Kunden kennen, damit sich diese für die Ware entscheiden. Dazu muss das Sortiment sortiert und strukturiert werden. Bei einem Bekleidungsgeschäft lohnt es sich, das Sortiment nach Hosen, T-Shirts, Kleidern, Unterwäsche und Jacken zu ordnen. Die Ladenbesitzer versetzen sich in den Kunden hinein und überlegen, was für ihn nützlich sein und welche Bedürfnisse er haben könnte.

6. Preisbewusstsein schaffen

Zur Warenpräsentation gehört auch das Preisbewusstsein. Die Kunden wollen wissen, wie viel ein Produkt kostet und welche Waren preisreduziert sind. Produkte, die nicht ausgezeichnet sind, haben den Ruf, teuer zu sein. Waren, die mit Preisen überbetont sind, wirken billig. Händler müssen die Preiseauszeichnung gut durchdenken, damit diese erfolgreich wirkt. Denn sie spiegeln auch das Image des Ladens wider. Damit die Kunden sich an den Preisen orientieren können, empfiehlt es sich, Waren in verschiedenen Preislagen zu sortieren.

7. Shop-in-Shop

Als Shop-in-Shop-Systeme werden Ladenflächen bezeichnet, die sich optisch abheben und eine Spezialabteilung darstellen. In der Regel nutzen Einzelhändler das Konzept, um Waren eines bestimmten Herstellers oder einer bestimmten Warengruppe abzugrenzen und mit einer besonderen Gestaltung zu präsentieren. Oft finden sich diese Systeme in großen Waren- und Modehäusern wieder. Der Ladenbesitzer macht damit indirekt Werbung für den Hersteller. Auch kann der Händler die Ladenfläche an den Markenbesitzer vermieten, der sich dann um die Gestaltung des Shops im Shop kümmert. Häufig finden sich branchenfremde Sortimente, ein Bankgeschäft oder ein Kaffee auf einer solchen Ladenfläche. Die Shops können permanent sein oder wechseln. Für den Kunden bietet sich mit diesem System ein zusätzlicher Service, eine weitere Dienstleistung oder ein besseres Sortiment an. Die Hersteller erreichen durch die Alleinstellung der Waren eine Umsatzsteigerung, für den Einzelhändler trägt das Konzept zur Profilierung bei. Die Textilwirtschaft jedenfalls sagt dem Shop-in-Shop-System eine große Zukunft voraus, glaubt man Umfragen.

Bild 1: pixabay © Counselling (CCO Public Domain)

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