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Besondere Sitten in Griechenland
Griechenland, Bild: Unsplash

Besondere Sitten in Griechenland

Auch innerhalb Europas werden immer wieder extravagante Sitten gefunden, die für Außenstehende auf den ersten Blick etwas seltsam wirken, aber für die einheimische Bevölkerung ganz normal sind. Genau so ist das auch in Griechenland. Welche landestypischen Besonderheiten Sie in diesem wunderschönen Land finden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Weihnachten einmal anders

Christougenna oder auch Weihnachten ist eines der fröhlichsten Festtage in der griechisch-orthodoxen Kirche. Ganz traditionell dauert die Weihnachtszeit in Griechenland zwölf Tage und geht bis zum 06. Januar, dem Tag der „Heiligen Theophanie“ (Dreikönig). Das Besondere an Weihnachten in Griechenland ist, dass die Griechen in der Vergangenheit kleine Weihnachtsschiffe zu Ehren von St. Nikolaus geschmückt haben. Heutzutage lebt dieser alte Brauch wieder auf und die Anzahl derer, die lieber ein Schiff anstatt eines Baums schmücken, wächst stetig.

Für ein erfolgreiches Weihnachtsfest in Griechenland darf auch die Sage nach den Weihnachtsgnomen nicht fehlen. Diese kleinen freundlichen, aber sehr lästigen Kreaturen werden „Kallikántzari“ genannt und sehen aus wie Elfen, haben jedoch keine Flügel. Sie leben tief unter der Erde und kommen nur einmal im Jahr zur zwölftägigen Weihnachtszeit an die Oberfläche. Die Kallikántzari lieben es, sich in Häusern zu verstecken und Unsinn zu treiben. Sie rutschen die Kamine herunter und erschrecken Menschen, wenn sie es nicht erwarten. Um die kleinen, lästigen Besucher fernzuhalten, gibt es in ganz Griechenland verschiedene Sitten und Rituale. Wer den Kallikántzari entkommen will, kann auch eine Autovermietung in Athen nutzen und in Gegenden reisen, in denen die kleinen Gnome nicht anwesend sind.

Apokries – Karneval auf griechisch

In Griechenland ist die Karnevalssaison, die auch als „Apokries“ bekannt ist, eine Zeit der Verkleidung und Maskerade. Doch auch eine Zeit in der viel gegessen, getrunken und getanzt wird. Sie beginnt traditionell zehn Wochen vor dem griechisch-orthodoxen Ostern und erreicht ihren Höhepunkt am Wochenende vor dem Aschermontag (in Griechenland: Sauberer Montag) am ersten Fastentag. Der Aschermittwoch ist in Griechenland ein Feiertag, der das Ende der Karnevalssaison und den Beginn der Fastenzeit bis Ostern kennzeichnet. Gerade weil dann die Fastenzeit beginnt, essen die Griechen an diesem Tag besondere Nahrungsmittel. Insbesondere rotes Fleisch, Geflügel, Fisch oder Molkereiprodukte sind nicht erlaubt. Grundlegen wird der Aschermittwoch, wenn es das Wetter zulässt, außer Haus verbracht. Meistens organisieren die Familien ein Picknick und die Kinder lassen Drachen steigen.

Der König des griechischen Karnevals ist Patras. Die Hafenstadt richtet den größten Karneval im Land aus und stellt sogar einen der größten in Europa dar. Der Karneval in der Stadt bietet eine große Auswahl an Veranstaltungen, wie Bällen, Paraden, Straßentheater und vieles mehr. Zum Ende des Karnevals wird dann eine große Fuß-Parade veranstaltet, bei welcher die Teilnehmer:innen mit Fackeln durch die Stadt ziehen. Das besondere hierbei ist, dass die Menschen aller Altersgruppen spontan an der Parade teilnehmen, wenn sie gerade vorbeizieht.