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Welchen Namen soll das eigene Kind bekommen – Tipps zur Namensfindung

Welchen Namen soll das eigene Kind bekommen – Tipps zur Namensfindung

Babynamen finden

Die Geburt eines Babys ist für die Eltern das schönste Erlebnis überhaupt! Doch wie sollen die Kleinen heißen

Die Geburt eines Kindes gehört für die Eltern zu den bewegendsten Momenten im Leben. Tritt mit dem ersten Schrei doch nicht nur ein neuer Erdenbürger ins Leben. Für die Eltern – ja die ganze Familie ändert sich der Alltag durch das Kind grundlegend. Dabei greift der Nachwuchs in alltägliche Abläufe bereits lange vor der Geburt ein. Für die Frau verändert sich nicht einfach nur die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Das heranwachsende Kind macht sich im Bauch bemerkbar und schränkt viele der eigentlich alltäglichen Handgriffe ein.

Parallel müssen sich die Eltern bereits Monate vor der Geburt eine Vielzahl verschiedener Punkte abarbeiten. Dazu gehört nicht nur die Einrichtung des Kinderzimmers mit Bettchen, Stubenwagen und Wickelkommode. Auch der Kinderwagen und ein Sitz für den Transport im Pkw sind bereits vom ersten Tag nach der Geburt an notwendig.

Namen können schnell zum Stigma werden

Und noch eine große Herausforderung wartet auf alle Eltern – die Suche nach einem Namen für das Neugeborene. Laut Statistischem Bundesamt standen im Jahr 2013 Familien mehr als 682.000 Mal vor diesem Problem. Dabei ist die Entscheidung weder bei Mädchen noch bei Jungen leicht. Der Grund: Mit dem Namen nehmen Eltern bereits heute Einfluss auf die Sichtweise und Sympathien, welche durch Dritte den Kindern in verschiedenen Situationen entgegengebracht wird.

So hat sich vor einigen Jahren eine an der Universität Oldenburg abgelegte Masterarbeit mit genau diesem Thema befasst.

Das verblüffende Ergebnis: Gerade in der Grundschule projizieren Lehrer in verschiedene Namen konkrete Verhaltensmuster hinein.

Besonders schlecht kamen beispielsweise bei den Jungennamen weg:
  • Kevin
  • Justin
  • oder Dennis

Können Eltern solche Klippen überhaupt umschiffen? Und welche Namen liegen im Trend derzeit relativ weit vorne?

Beliebte Vornamen für Mädchen

Zumindest die letzte Frage lässt sich relativ leicht beantworten – mithilfe der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Diese stellt jedes Jahr eine Liste mit den beliebtesten Vornamen auf, und zwar für beide Geschlechter. Im Jahr 2013 lagen bei den Mädchen Sophie, Marie und Sophia ganz vorn. Wie sah die Liste in den Vorjahren aus? Nimmt man sich die Auswertungen der GfdS zur Hand, tauchen auf den ersten fünf bis sechs Plätzen – wenn auch mit wechselnder Position – oft die gleichen Namen auf, und zwar:

  • Sophie(Sofie)
  • Marie
  • Sophia(Sofia)
  • Maria
  • Mia
  • oder Emma.

Interessant ist aber nicht nur die Frage nach den Erstnamen. Schon seit einigen Jahren lässt sich der Trend zu Doppelnamen beobachten. Seit dem Untersuchungsjahr 2013 prüft die Gesellschaft für deutsche Sprache auch die Verteilung der Erst- und Zweitnamen. Das verblüffende Ergebnis: Die beliebten Mädchennamen sind wesentlich häufiger Zweitnamen. So kommen auf 100 Mädchen mit Sophie als Erstname 419 Mädchen mit dem gleichen Namen – als Zweitnamen. Ganz ähnlich die Situation bei Marie und Maria. Und wie sieht die Situation bei den Jungen aus? Nach Informationen des großen Frauenportals Erdbeerlounge.de ist aktuell hingegen Amelie der beliebteste Vorname für Mädchen der Mitglieder.

Beliebte Vornamen für Jungen

Bei den Jungs landeten Maximilian, Alexander und Paul auf den ersten drei Plätzen. Dieses Ergebnis der Gesellschaft für deutsche Sprache verblüfft eigentlich nicht weiter. Schließlich sind:

  • Luca(Luka)
  • Maximilian
  • Alexander
  • Paul
  • Ben

hier schon in den Vorjahren unter den Top 10 der Namen dabei gewesen. Wie bei den Mädchen ist natürlich auch bei den Jungennamen interessant, was Eltern vom Thema Doppelnamen halten. Ähnlich den Mädchennamen hat die GfdS auch hier die Verteilung 2013 genauer untersucht. Während Ben, Paul und Luca (Luka) bei den Erstnamen die Plätze 1 – 3 belegen, sind die anderen Spitzenreiter hier nicht zu finden.

Stattdessen entscheiden sich beim Erstnamen viele Eltern auch für Felix, Louis oder Leon. Erst beim Zweitnamen können Alexander und Maximilian ihre Trümpfe ausspielen. Aber: Während Alexander mit einem Verhältnis von 1:3,33 eher ein beliebter Zweitname ist, hält sich das Verhältnis bei Maximilian eher die Waage.

Übrigens: Beim Thema Namen sind sich deutsche Eltern alles andere als einig. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat für 2013 eine regional recht unterschiedliche Verteilung gefunden. Während Maximilian und Alexander in NRW Spitze sind, gehören in Mitteldeutschland eher Ben und Luca zu den Spitzenreitern.

Namensfindung

Junge oder Mädchen – die Namensfindung ist nie einfach!

Einigungsstrategien für die Namensfindung

Die Namensfindung für das ungeborene Kind ist ein Prozess, der sich über Wochen oder gar Monate hinziehen kann. Wenige Eltern sind sich sofort einig bei der Suche nach dem richtigen Namen. Die Regel sieht eher so aus, dass man immer wieder nach Ideen sucht, diese diskutiert und am Ende aber wieder verwirft.

Gibt es Mittel und Wege, wie Eltern trotzdem einen gemeinsamen Nenner finden?

Einer der wichtigsten Schritte ist genauso simpel wie einfach – früh genug beginnen. Manche Eltern machen sich bis kurz vorm Kreißsaal keine Gedanken zum Kindernamen. Entsprechend stehen beide dann unter Druck. Welche Strategien helfen noch?

  • Namenssuche aufteilen: Während die Mutter nach Mädchennamen sucht, nimmt der Vater alle Namen für Jungs unter die Lupe. Anschließend kommen die Vorschläge gesammelt auf den Tisch und es entsteht eine Top-3-Liste. Diese bleibt einfach einige Zeit liegen und wird später zwecks der endgültigen Entscheidung zur Hand genommen.
  • Keine Modenamen nutzen: Viele Paare finden Modenamen – am besten in Kombination und im Gendermix – toll. Allerdings ist davon eher abzuraten. Erstens kommt es hier in Kita und Schule schnell zu Verwechslungen. Und auf der anderen Seite sollte der Name nicht wie ein Piercing oder Tattoo ein Trend, sondern etwas Einzigartiges sein.
  • Namen haben einen tieferen Sinn: Wenn sich beide Partner nicht auf einen Namen einigen können, hilft vielleicht die Sinnsuche weiter. Jeder Name hat seine ganz eigene Bedeutung. Vielleicht fällt die Entscheidung so ja einfacher.

 

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