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Baby beginnt zu krabbeln – Tipps zur Unterstützung
© DoraZett - Fotolia.com

Baby beginnt zu krabbeln – Tipps zur Unterstützung

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Es ist so weit! Ihr Baby hat endlich die Kraft und das Interesse, die Welt nicht mehr ausschließlich aus einer liegenden oder sitzenden Position zu erkunden, sondern möchte sich selbst fortbewegen. Beginnen Babys mit dem Krabbeln, sind Sie natürlich zu recht stolz auf Ihren Nachwuchs. Immerhin ist das Krabbeln der erste Schritt auf dem Weg zum Laufen. Da ist es nur zu verständlich, dass Sie Ihr Kind unterstützen möchten. Nur, wie können Sie das Krabbeln fördern? Und sind Hilfsmittel sinnvoll?

Geben Sie dem Kind Raum

Die größte Unterstützung geben Sie Ihrem Baby, wenn Sie ihm einfach nur einen sicheren Platz zum Krabbeln bieten. Gesunde Kinder lernen das Krabbeln in der Regel von selbst, einige Babys bleiben auch nur kurze Zeit in der Phase und versuchen ganz schnell, sich an Gegenständen hochzuziehen und auf zwei Beinen die Welt zu erkunden. Richten Sie Ihrem Kind einfach eine freie Fläche in einem Raum ein. Legen Sie beispielsweise eine Krabbeldecke – oder eine simple Wolldecke – auf den Boden und lassen Sie Ihr Baby von hier aus die Welt erkunden.

Möchte es noch nicht krabbeln, können Sie es mit Spielen zur Bewegung animieren. Hantieren Sie überschwänglich und euphorisch mit Spielzeugen, immer so, dass Ihr Kind nicht ohne zu krabbeln an die Spielzeuge gelangt. Wecken Sie sein Interesse, belohnen Sie es mit Lachen und deutlicher Freude, wenn es die Strecke überbrücken möchte. Achten Sie nur darauf, dass sich Ihr Kind im unmittelbaren Umfeld nicht verletzen kann. Rücken Sie beispielsweise Stühle oder niedrige Sofatische ein wenig zur Seite, damit Ihr Baby nicht versehentlich mit dem Kopf daran anstößt. Eine spezielle Krabbelmatte sticht meistens durch ein kindgerechtes Design hervor. Hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass die Matte keine chemischen Zusätze enthält. Auf eco-krabbelmatte.de werden beispielsweise Produkte angeboten, die nach dem Oeko Tex® Standard 100 zertifiziert sind, der nach eigener Aussage deutlich über Gesetze hinausgeht. Hier nochmal die wichtigsten Unterstützungsmöglichkeiten für die Kleinen:

  • Schaffen Sie den Kindern einen Raum zum Krabbeln
  • Spezielle Krabbeldecken sind sehr hilfreich
  • Durch geschickte Platzierung von Spielzeug die Motivation zum Krabbeln schaffen
  • Stühle und niedrige Sofatische etwas zur Seite schieben
  • Krabbelbemühungen durch Lachen und positive Rückmeldung bestätigen

Nur die Ruhe bewahren

Vorab sei gesagt: Auch Sie haben die Krabbelzeit und Ihre ersten Gehversuche nicht ohne Blessuren überstanden. Natürlich wird sich Ihr Kind beim wilden Krabbeln mal an Tischbeinen stoßen oder den Türrahmen versehentlich mit der Schulter berühren. Das ist vollkommen normal und sollte Sie nicht davon abhalten, die Bewegung Ihres Kindes zu fördern. Auch, wenn Ihr Baby Ihrer Meinung nach zu früh versuchen sollte, sich an Gegenständen hochzuziehen, können Sie beruhigt aufatmen. Es wird fallen, nicht jeder Versuch gelingt, seien Sie einfach da, um Ihr Baby aufzufangen.

Möglichkeiten, das Krabbeln zu fördern

Während einige Babys scheinbar gar nicht warten können und sehr früh mit dem Krabbeln beginnen, liegt bei anderen Kindern die Kraft komplett in der Ruhe. Vielleicht gehört Ihr Kind zu den Babys, die den Sinn des Krabbelns überhaupt nicht erkennen und gleich mit dem Laufen weitermachen. Nicht selten haben Babys auch mit neun Monaten kein Interesse an der Fortbewegung auf allen Vieren, sondern beginnen gleich mit dem Laufen. Erscheint Ihr Kind sehr ruhig, können Sie Ihr Gewissen mit einem Besuch beim Kinderarzt beruhigen. Erkennt er keine Störungen in der Motorik, wird es körperlich sicher keine Schäden haben. Dennoch kann es sinnvoll sein, das Krabbeln ein wenig zu fördern. Durch die Bewegung auf allen Vieren wird die Feinmotorik gefördert und Ihr Kind lernt, die Gliedmaßen über Kreuz zu bewegen. An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, das Krabbeln zu fördern.

Zeigen Sie, wie es geht

Einige Tipps von Medizinern mögen auf den ersten Blick unmöglich und seltsam klingen, sie erweisen sich aber als nützlich. So können Sie Ihr Baby beispielsweise zum Krabbeln animieren, wenn Sie selbst Krabbeln. Kinder lernen durch Nachahmung – krabbeln Sie also auf allen Vieren direkt um das Baby herum, wird es versuchen, Ihre Bewegungen nachzuahmen. Doch nur Krabbeln sollten Sie nicht. Wie anfangs erwähnt, müssen Sie die Umgebung interessant gestalten. Rollen Sie einen Ball quer durch das Wohnzimmer und krabbeln Sie hinterher. Rollen Sie den Ball Ihrem Kind zu, machen Sie sich interessant, verstecken Sie Spielzeuge in sichtbarer Nähe und motivieren Sie Ihr Baby. Es wird sich am Krabbeln versuchen – oder, falls es alt genug ist, vielleicht sogar gleich auf linkischen Beinen versuchen, zu Ihnen zu gelangen.

Überfordern Sie Ihr Kind nicht

Es ist verständlich, dass Sie sich so viel wie nur möglich mit Ihrem Baby beschäftigen möchten. Gerade, wenn es mit dem Krabbeln beginnt, wollen Sie natürlich gemeinsam mit ihm die Welt entdecken. Hier lauert die Gefahr der Überforderung. Selbst aktive Kinder brauchen Ruhe. Legen Sie daher immer wieder Ruhepausen ein und setzen Sie Ihr Kind in den Laufstall. Interessant und mit Spielzeug ausgestattet, wird sich Ihr Kind nun selbst für einige Zeit beschäftigen.

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