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Die Raumakustik im Büro verbessern – so geht’s

Die Raumakustik im Büro verbessern – so geht’s

Damit Präsentationen und Vorträge in einem Großraumbüro ihren vollen Klang entfalten, braucht es eine gute Raumakustik. Diese stellt einen relevanten Bestandteil in der HiFi-Kette dar. In einem unbehandelten Büro können auch die besten Lautsprecher keine Wunder bewirken. Der Ton bleibt von einem schwankenden Frequenzgang um bis zu 20 Dezibel gezeichnet. Wer sich von einem vollmundigen und raumfüllenden Klang profitieren möchte, sollte sich mit der Büroakustik vertraut machen. Deren Einfluss auf die Klangqualität von Endgeräten liegt bei 50 Prozent oder höher.

Die Raumakustik beeinflusst die Arbeitsqualität

Eine im Oktober 2015 veröffentlichte Studie des Stockholmer Instituts für Stressforschung belegt, dass sich eine gute Raumakustik positiv auf die Leistungsbereitschaft auswirkt. Sie reduziert den Stress am Arbeitsplatz und schafft auf die Weise ein besseres Arbeitsklima. Das wiederrum ermöglicht es den Mitarbeitern, durchdachte und vorausschauende Entscheidungen zu treffen. Im Gesamtbild betrachtet, kann die Akustik über den Erfolg eines Projekts oder sogar eines ganzen Unternehmens entscheiden.

Um die Raumakustik im Büro positiv zu beeinflussen, sollten die Vorlieben der Mitarbeiter bekannt sein. Bei Lautsprechern unterscheiden sich zwei gravierende Klangmuster: analytisch-klar und musikalisch-entspannt. In der Raumakustik entspricht dieser Klangcharakter der Länge der Nachhallzeit. Hierbei handelt es sich um die Zeit, die es braucht, dass ein akustisches Signal bis auf ein Tausendstel seines Schalldrucks zurückgeht. Eine kurze Nachhallzeit wirkt druckvoll und analytisch. Jedoch erweist sie sich ebenso als:

  • trocken,
  • hart und
  • kurzlebig

Speziell in größeren Büros kann sich aus dem Grund eine längere Nachhallzeit eignen. Diese zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Reflexionen aus. Der Klang wirkt:

  • offen,
  • vollmundig,
  • erlebnisreich und
  • weiträumig.

Jedoch kann er auch leicht ungenau klingen. Findet sich bei der Klangakustik eine optimale Mischung aus beiden Varianten, entsteht eine angenehme Klangatmosphäre.

Die Raumakustik mit einem Akustikmodul beeinflussen

Bevor sich die Käufer für ein Akustikmodul entscheiden, sollten sie sich ein Grundkonzept für das Büro überlegen. Hierbei spielt der individuelle akustische Geschmack eine ausschlaggebende Rolle. Unabhängig davon existieren jedoch auch weitere Tricks, um die Akustik am Arbeitsplatz zu optimieren. Als empfehlenswert gilt beispielsweise eine symmetrische Aufstellung der Lautsprecher. Diese Stereosymmetrie sorgt dafür, dass Klänge sich optimal im Raum verbreiten. Des Weiteren gilt es, frühe seitliche Reflexionen zu verhindern.

Durch sie erscheinen Klänge unsauber. Auf lange Sicht können diese Dissonanzen bei den Mitarbeitern für Missstimmungen und Kopfschmerzen sorgen. Da sie die Konzentration beeinträchtigen, wirken sie sich negativ auf das Arbeitsklima aus. Um das zu vermeiden, kann es helfen, seitliche Reflexionen diffus zu gestalten. Auf die Weise erzeugen sie einen umhüllenden Klangeindruck, der sich durch seine besondere Tiefe auszeichnet. In großen und kleinen Büros gilt es, einen gleichmäßig abfallenden Nachhall anzustreben. Ein plötzliches Ausblenden des Schalls wirkt unnatürlich und unangenehm. Entsprechende Zimmer schalltote oder reflexionsarme Räume.

Die Raumakustik im Büro verbessern – so geht’s
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