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Zweite Welle: Wie gehen wir mit den neuen Zahlen um?

Zweite Welle: Wie gehen wir mit den neuen Zahlen um?

Die Corona-Pandemie hält uns seit Anfang des Jahres auf Trab und nach einer kurzen zarten Pause wo wir so langsam wieder an eine Normalität geglaubt haben geht es wieder los: Doch was bedeuten die neuen Zahlen? Geht es wieder von vorne los? Ist die Angst vor einem erneuten Lockdown berechtigt oder hat Deutschland eine andere Herangehensweise für den Winter?

Natürlich können wir nicht in die Köpfe der einzelnen schauen und Überblicke und Prognosen gibt es ausreichend im Internet. Wir möchten aber gerne schauen, wie man die mit der derzeitigen Situation umgehen kann und verschiedenen Sichtweisen und Herangehensweisen aufzeigen.

Mehr Tests- mehr Neuinfektionen?

Immer wieder begegnet uns die These, dass jetzt viel mehr getestet wird und die Zahlen der Neuinfektionen somit in die Höhe schnellen. Viele haben schon lange vermutet, dass die „Dunkelziffer“ im Frühling und im Sommer viel höher lag als die Zahl der Infizierten, die nach außen kommuniziert wurde. Doch was hat es mit dieser These auf sich? Schauen wir uns einen anderen Wert einmal etwas genauer an, der prozentuale Anteil der positiven Tests im Verhältnis zu den negativen Testergebnissen:

Wir stützen uns hier auf die Ergebnisse der Statista Grafik vom 20.10.2020:

In der Kalenderwoche 37, das heißt vom 07.09 bis zum 3.09 lag der prozentuale Anteil aller positiv getesteten Personen bei 0,86 %. Es wurden rund 1.150.000 Tests durchgeführt. In der Kalenderwoche 42, also vom 05.10 bis 12.10 stieg der Anteil auf erschreckende 3,62 % an. Es wurden insgesamt 1.200.000 Menschen getestet.

Damit lässt sich die oben genannte These widerlegen. Die steigende Zahl der Tests führt somit nicht zum Anstieg der positiv getesteten Personen, sondern das Virus ist wieder auf dem Vormarsch und verlangt neue Maßnahmen und Einschränkungen.

Maßnahmen zur Eindämmung

Während man zu Anfang der Pandemie Geschäfte, Schulen und Kindergarteneinrichtungen geschlossen hat, ist man in Deutschland jetzt einen Schritt weiter und sieht die Infektionsherde eher im privatem Umfeld und nicht in den öffentlichen Einrichtungen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu finden sind. Doch was bedeutet diese Erkenntnis nun für das tägliche Leben? Gerade im Sommer haben sich viele darauf gefreut, endlich Kommunionen, Konfirmationen und natürlich auch Hochzeiten zu feiern. Natürlich mit Einschränkungen und dem Versuch die Abstands- und Hygiene Regeln nach bestem Wissen und Gewissen zu befolgen- doch jetzt wird es hier wieder drastische Maßnahmen und Einschränkungen geben müssen.

Auch in Altenheimen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern steigen die Zahlen der Infizierten. Immer dort wo ein persönlicher Kontakt unumgänglich scheint droht die Gefahr einer Infektion. Besonders die Älteren und Kranken zählen zur Risikogruppe, doch eben genau diese würden einen erneuten Lockdown und ein Besuchsverbot besonders hart treffen.

Der Umgang mit den Einschränkungen

Wir möchten euch Tipps an die Hand geben mit den Einschränkungen umzugehen, damit wir alle zusammen durch die Krise kommen. Große Worte und eine große Aufgabe: Doch eins sollte uns in den vergangenen Monaten klar geworden sein, es kann nur ein gemeinsam geben, denn wenn sich nicht alle an die Regeln halten, dann wird sich das Virus wohl kaum aufhalten lassen. Doch wenn wir versuchen können, die Regeln nicht nur als Einschränkungen zu betrachten, oder als notwendiges Übel, sondern auch als Chance, dann wären wir einen großen Schritt weiter.

Natürlich melden sich alle diejenigen jetzt berechtigt zu Wort, die aufgrund der wirtschaftlichen Lage Existenzängste haben- und das ist auch verständlich. Das wir hier keinen Rat haben, dass dürft ihr uns nicht verübeln, darum müssen sich die Politik und die Wirtschaftsratgeber kümmern- aber einen Ratgeber für den Alltag, das haben wir uns zum Ziel gemacht.