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Wurde Technologie im Jahr 2020 zu einem unersetzlichen Gut?

Wurde Technologie im Jahr 2020 zu einem unersetzlichen Gut?

Das Jahr 2020 ist ein Jahr, dass wohl für viele Historiker einen Wendepunkt verkörpert. Die Wende hin zu mehr Technologie. Natürlich haben wir auch in den Jahren zuvor uns immer mehr auf den technologischen Fortschritt verlassen, aber genau in diesem Jahr wurde so viel Technologie verwendet, wie noch nie. Heißt das, dass wir unseren Alltag in Zukunft ohne Technologie nicht mehr bestreiten können?

Krankheit und Krieg als Motor der technologischen Entwicklung

Es war schon immer so. In den Zeiten der größten Katastrophen zeigt sich der Mensch von seiner kreativen Seite. Gerade in Kriegen und Seuchen wurden grundlegende Entwicklungen gelegt für den weiteren technologischen Fortschritt. Im ersten Weltkrieg wurde zum Beispiel der Panzer entwickelt, im zweiten Weltkrieg die Atombombe, im amerikanischen Bürgerkrieg das erste Uboot. Der Forscherin und Wissenschaftlerin Hildegard von Bingen gelang schon im Mittelalter, zu Zeiten von Seuchen und Krankheiten, die Entwicklung von medizinischen Grundlagen. Im 19. Jahrhundert folgte die Entwicklung von Antibiotika. Und auch das Jahr 2020 hat mit einer Pandemie den technologischen Fortschritt stark vorangetrieben.

Technologische Entwicklung im Jahr 2020

Dieses Jahr brachte tiefgreifende technologische Veränderungen, deren Bedeutung wohl erst nach und nach sichtbar wird. Der Computer bzw. das Notebook wurde zu einem unverzichtbaren Gut. Egal ob durch die Einführung des digitalen Schulunterrichts oder der Entwicklung des Homeoffice. Laptops werden in deutschen Haushalten wohl ebenso selbstverständlich werden, wie vor 50 Jahren der Festnetzanschluss. Notebooks werden ab jetzt wohl für alles genutzt – auch damit das Kind seine Hausaufgaben erledigen kann. Langeweile? Lerne Blackjack zu spielen. Das ist nun ebenso im Internet möglich wie der wöchentliche Großeinkauf. Durch die Pandemie sind die Menschen gezwungen diese Möglichkeiten auch zu nutzen. Sogar die Kommunikation mit Freunden und Verwandten läuft mittlerweile über Messenger-Dienste und Videoanrufe ab.

Das Problem mit dieser Art des technischem Fortschritts ist, dass wir ihn uns nicht aktiv aussuchen konnten, sondern dass er uns durch äußere Umstände aufgezwungen wurde. Kinder, die bislang kaum mit Laptops zu tun hatten, müssen plötzlich ihre ganzen Schul- und Hausaufgaben darüber abwickeln. Senioren, die teilweise nicht mal ein Smartphone besitzen, müssen plötzlich Skype verstehen, um mit Ihren Verwandten sprechen zu können.  Berufstätige arbeiten plötzlich vom Homeoffice aus, weil ihr bisheriges Unternehmen plötzlich in ein Virtuelles Büro umgezogen ist. Dabei ist die Ursache für diese Veränderung nicht die Technik selbst, sondern vielmehr die Umstände, die uns zur Nutzung dieser Technologie zwingen.

Natürlich haben wir schon vor dem Jahr 2020 Technologie zu unserem Vorteil genutzt. Aber noch nie wurde damit in so kurzer Zeit so massiv das Leben von Millionen von Menschen verändert. Und wenn man eines vom technologischen Fortschritt weiß, dann die einfache Tatsache, dass es kein Zurück gibt. Wir werden uns also an den Umstand gewöhnen müssen, dass  diese technologischen Möglichkeiten in Zukunft einen noch stärkeren Einfluss auf unser Leben haben werden. Dabei muss dieser Umstand durchaus nicht negativ sein. Immerhin tragen Entwicklungen wie das Elektroauto und das E-Bike dazu bei, unsere Umwelt nachhaltig zu entlasten. Vielleicht sollten wir die neuen Technologien also nicht verteufeln, sondern vielmehr lernen sie richtig und zweckgebunden einzusetzen.