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Wie viel darf ein Schlüsseldienst maximal kosten?

Wie viel darf ein Schlüsseldienst maximal kosten?

Eine kurze Unachtsamkeit und schon ist es passiert, die Türe ist zu. Ist sie lediglich zugefallen, dann sind der Aufwand und die Kosten nicht allzu hoch. Handelt es sich um eine versperrte Türe, dann muss um einiges tiefer in die Tasche gegriffen werden. Als Laie hat man in der Regel keine großen Chancen, ein Fachmann aus der Umgebung muss her. Das Internet ist dabei besonders hilfreich, da lediglich eine Suchmaschine geöffnet und je nach Wohnort ein Begriff wie „Schlüsseldienst Duisburg“ eingegeben werden muss. Das Problem ist auch nicht die Auswahl oder die fehlende Hilfsbereitschaft, sondern es geht um die Kosten. Nicht alle Schlüsseldienste sind seriös und es kommt viel zu oft zu völlig überteuerten Rechnungen. Die Betroffenen stehen in diesem Moment meist alleine da und zahlen. Ein Fehler, aber wo ist eigentlich das Maximum bei den Kosten?

Bereits 400 Euro sind Wucher

Ein Schlüsseldienst hat Kosten zu tragen und möchte am Ende des Tages auch noch etwas verdienen. Die Dienstleistung ist deshalb auch nicht kostenlos, allerdings muss es für den Endverbraucher auch noch tragbar sein. Seriöse Firmen sind leistbar und fair, unseriöse Unternehmen haben es wiederum nur auf das Geld abgesehen und nutzen die Hilflosigkeit der Betroffenen scharmlos aus.

Auf Cent genaue Zahlen zu nennen ist schwierig, durchschnittliche Werte sind dagegen ein leichtes Spiel. Geht es um eine zugefallene Türe innerhalb der Öffnungszeiten, dann sollten rund 80 Euro das Maximum sein. An Feiertagen, am Wochenende, in der Nacht und generell außerhalb der Öffnungszeiten sind etwa 150 Euro die Grenze.

Ist eine versperrte Türe das Problem, dann sollte die Aktion maximal 125 Euro (in den Betriebszeiten) beziehungsweise ca. 200 Euro (außerhalb der Betriebszeiten usw.) kosten.

In der Praxis sieht es leider nicht immer so aus, unseriöse Firmen schlagen für eine Türöffnung auch mal zwischen 400 Euro und 800 Euro an. Das ist natürlich Abzocke und hat nichts mit vertretbaren Zahlen zu tun.

Die wehrlose Situation wird kaltblütig ausgenutzt

Leider sind unseriöse Schlüsseldienste nicht immer sofort zu erkennen. Viele versprechen beispielsweise aus der Umgebung zu sein, doch am Ende weist das Kennzeichen auf dem Auto eine ganz andere Stadt oder sogar ein ausländisches Kennzeichen auf.

Problematisch sind auch oft die Arbeiten selbst, denn das Schloss wird nicht selten völlig unnötig aufgebohrt. Für den Schlüsseldienst lohnt sich das, denn er kann so ein neues Schloss einbauen und teuer verrechnen.

Die Alarmglocken sollten auch dann läuten, wenn der Dienstleister ausschließlich auf Barzahlung besteht und im Notfall sogar mit zum Geldautomaten gehen würde.

Wie kann man sich schützen?

Leider gibt es keine allgemeine Wunderformel dafür, allerdings sollte von Anfang an nach einem Festpreis gefragt werden. Ändern sich die Kosten (da das Schloss beispielsweise tatsächlich aufgebohrt werden muss), dann ist der Kunde vor der Arbeit darüber zu informieren.

Seriöse Unternehmen bauen außerdem keinen Druck auf und ermöglichen nicht nur die Barzahlung. Wichtig ist auch eine ordentliche Rechnung, die später bei Bedarf überprüft werden kann. Treten Zweifel an der Seriosität auf, dann sollte man sich nicht scheuen und die Polizei rufen. Dieser Schritt ist auch vor der Barzahlung zu gehen, sofern die Kosten den Durchschnitt deutlich übersteigen.

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