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Was können Eltern tun, wenn das Baby schwitzt?

Was können Eltern tun, wenn das Baby schwitzt?

Eine erfrischende Dusche, leichte Kleidung oder ein kühles Getränk – Möglichkeiten, sich bei hohen Temperaturen abzukühlen, gibt es viele. Wenn die Hitze aber selbst Erwachsenen zu schaffen macht, haben es vor allem die Kleinsten schwer. Säuglinge und Babys schwitzen ebenfalls, können auf die sommerlichen Temperaturen allerdings nicht selbstständig reagieren. Daher sollten Sie einige Tipps befolgen.

Mein Baby schwitzt – und jetzt?

Warmer Strampler oder luftiger Body? Gerade frisch gebackene Eltern sind sich manchmal unsicher, wie sie ihr Kind im Sommer kleiden sollten. Als Richtline wird oft empfohlen, dem Baby eine Schicht mehr als sich selbst anzuziehen. Setzen Sie dabei auf atmungsaktive Stoffe. Sind die Klamotten bereits nassgeschwitzt müssen sie in jedem Fall schnell gewechselt werden, da sonst das Risiko einer Unterkühlung besteht.

Zusätzlich sollten Sie auch die Körpertemperatur überprüfen, um eine Überhitzung oder Unterkühlung zu vermeiden. Das funktioniert schnell und einfach über die sogenannte „Nackenprobe“.  Legen Sie hierzu Ihre Finger auf den Nacken Ihres Sprösslings. Spüren Sie, dass das Baby an dieser Körperstelle schwitzt, ist es ratsam, auf leichtere Kleidung umzusteigen. Fühlt sich die Haut hier hingegen kalt an, sind wärmere Klamotten angebracht. Optimal ist eine angenehme, trockene Wärme im Nacken des Kindes.[i] Die Nackenprobe gilt jedoch nur als Anhaltspunkt. Mehr Infos zum Thema Kindergesundheit finden Sie in entsprechenden Fachratgebern.

So schlafen Babys bei Hitze besser

In einer heißen Nacht erholsam zu schlafen, ist gar nicht so einfach. Oft hat sich das Zimmer tagsüber – vor allem im Dachgeschoss – auf unzumutbare Temperaturen aufgeheizt und die Luft scheint im Raum zu stehen. Aber das ist kein Grund, zu verzweifeln. Beherzigen Sie folgende Tipps, die dem Baby bei Hitze das Schlafen erleichtern können:

  • Lüften: Öffnen Sie die Fenster, wenn es bereits dunkel ist, und lassen Sie die kühle Nachtluft herein. Achten Sie aber darauf, dass das Kind nicht in der Zugluft liegt. Lüften empfiehlt sich ebenfalls in den frühen Morgenstunden, wenn es draußen noch am kältesten ist. Schließen Sie danach die Fenster und lassen Sie tagsüber die Rollos beziehungsweise die Vorhänge zu, damit sich das Zimmer weniger aufheizt.
  • Verdunstungskälte: Ein nasses Tuch, das vor dem offenen Fenster aufgehängt wird, kann durch Verdunstung den Raum ebenfalls leicht abkühlen.
  • Kleidung und Schlafsack: Packen Sie Ihr Kind nachts nicht allzu dick ein, um eine Überhitzung zu vermeiden. Für sommerliche Nächte gibt es beispielsweise dünne Schlafsäcke ohne Ärmel, bei großer Hitze reicht dem Baby zum Schlafen oft auch nur ein leichter Strampler ohne Füße. Testen Sie gelegentlich mithilfe der Nackenprobe, ob das Baby schwitzt und beobachten Sie, ob es sich generell wohlfühlt.

Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge, wenn es gelegentlich zu vermehrter Schweißabsonderung bei Säuglingen kommt, denn sie können ihren Wärmehaushalt in diesem Alter noch nicht richtig regulieren. Einen Arzt sollten Sie unter anderem aufsuchen, falls kurze Atemaussetzer, Fieber, eine Blaufärbung der Lippen oder eine schnelle und angestrengte Atmung auftreten.

[i] Dr. med. Nolte, Stephan Heinrich/Nolden, Annette: Das große Buch für Babys erstes Jahr. Das Standardwerk für die ersten 12 Monate. München: Gräfe und Unzer Verlag 2013. S. 183.

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