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Was gehört zum „alten Eisen“? Altmetallentsorgung einfach erklärt

Was gehört zum „alten Eisen“? Altmetallentsorgung einfach erklärt

Im Haushalt, bei Renovierungen, im Garten – Abfall fällt bei verschiedenen Anlässen an. Papier und Glas dürfen in eigene Container oder entsprechend benannte Tonnen. Doch was passiert mit Altmetall? Wir zeigen welche Arten Metallabfall es zu unterscheiden gibt und wie man diese am besten entsorgen kann.

Was ist Altmetall?

Viele Dinge im Haushalt oder Garten sind aus Metall. Bleche aus dem Ofen, Dosen oder Rohre, Schlüsseln und Pfannen gehören dazu. Auch Jalousien und Fahrradrahmen sind häufig darunter.

Typische Gegenstände, die zum Altmetall gehören sind z.B.:
• Autofelgen
• Blechdosen
• Backbleche
• Armaturen
• Werkzeuge
• Besteck
• Regale
• Töpfe (ohne Kunststoffgriffe)
• Küchenspülen
• Kinderwagen-Rahmen
• Wäscheständer ohne Kunststoffe
• Alte Metallbadewannen
• u.v.m.

Achtung, kleine und größere Elektrogeräte gehören nicht in den Altmetallcontainer. Auch dann nicht, wenn diese eine metallene Außenhaut haben, wie etwa Waschmaschinen.

Doch warum ist es wichtig, diese Dinge sorgfältig zu trennen und der Wiederverwendung zuzuführen?

Warum sollte man Altmetall recyceln?

Anders als viele andere Rohstoffe kann man die meisten Metalle wiederverwenden und zu einem großen Prozentsatz recyceln. Die Wiederverwendung von Schrott und Metallabfällen sorgt nicht nur für starke Einsparungen im Energiebedarf, zudem könnten Neuförderungen an Erzen und Metallen den Bedarf der Produktion der Industrie allein gar nicht mehr decken.

Stahl ist, wie auch Aluminium beliebig oft recycelbar. Und das ohne Qualitätsverluste. Deshalb kann es durchaus sein, dass das Gehäuse ihrer Waschmaschine schon mal ein Teil eines Flugzeugs war. Und so ist das Altmetall-Recycling nicht nur gut für die Umwelt, sondern bereits wesentlicher Bestandteil der deutschen Industrie. Aus dem Privatsektor werden in der Bundesrepublik etwa 60 % des Metallschrotts recycelt. Bei Altmetall und Schrott aus der Industrie und dem Gewerbe sind es sogar noch mehr. Denn in diesen Branchen kann das Altmetall sortenreiner gesammelt werden, Fehlproduktionen auf direkterem Weg der Wiederverwendung zugefügt werden. Heutzutage sind in der Gesamtsumme etwa 70 % des jemals produzierten Stahls in der Verwendung.

Wie läuft das Altmetall-Recycling ab?

Der zu den Wertstoffhöfen und Recycling-Einrichtungen angelieferte Metallschrott und die Altmetalle werden grob vorsortiert. Schließlich werden diese Stoffe zerkleinert. Nun erfolgt eine erneute Sortierung. Diese wird dann mittels Magneten, Luftströmen und ähnlichen Verfahren nach Dichte, Farbe und Leitfähigkeit durchgeführt. Auf diese Weise können sortenreine Metallabfälle zum Einschmelzen und Wiederverwenden geliefert werden.

Quelle: Adobe Stock Bild by luca pb

Wie kann man selbst das Altmetall entsorgen?

Kleine Mengen Altmetall kann man sicher auch als Haushalt oder Privatentsorger zum Wertstoffhof bringen. Gerade aber bei Entrümplungen, Renovierungen und größeren Projekten stellt sich die Entsorgung mühsamer da. Dann kann man auch unkompliziert einen Containerdienst beauftragen. Dieser stellt 7m³ Container zum Befüllen zur Verfügung und holt diese auch wieder ab.

Was sollte man beachten beim Entsorgen von Altmetall?

Wie bei allen Abfällen, die für das Recycling bestimmt sind, ist eine Sortierung nach Arten sinnvoll. Dieses Sortieren erleichtert die spätere Wiederverwendung. Außerdem sind nicht alle Sorten Metall für den Container bestimmt. Leichtmetalldosen wie etwa für Getränke gehören zum Beispiel in den gelben Sack oder die gelbe Tonne.

Außerdem sollten die Metallabfälle ölfrei und frei von Anhaftungen vorliegen. Besonders bei Heizungen, Öltanks oder Fässern ist das wichtig. Dabei ist man verpflichtet darauf zu achten, dass solche Art Behälter nur von Fachbetrieben gereinigt werden dürfen, da dies im Wasserhaushaltsgesetz so vorgesehen ist. Diese Reinigung muss dann später auch per Zertifikat nachgewiesen werden. Diese Vorschrift dient vor allem dem Schutz der Umwelt.

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