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Teleskop Test & Empfehlung – Die besten Teleskope im Vergleich

Teleskop Test & Empfehlung – Die besten Teleskope im Vergleich

Ein Teleskop ist für Sternenbegeisterte eine wunderbare Anschaffung. Die Auswahl fällt aber nicht leicht, denn es gibt sowohl verschiedene optisch-technische Varianten als auch höchst unterschiedliche Preisklassen. Gerade die Erstanschaffung ist daher mit vielen Überlegungen verbunden.

Test: Worauf kommt es an?

Idealerweise planen Sie vorab Ihr Budget für das Teleskop und setzen es auch nicht allzu niedrig an. Es gibt zwar Modelle unter 100 Euro, doch deren Qualität und Lebensdauer lassen zu wünschen übrig. Für ein gutes Einsteigerteleskop erscheint eine Investition um 200 bis 500 Euro sehr sinnvoll. Dafür erhalten Sie schon ein Markenteleskop von Bresser, Dörr, Celestron, Omegon oder Seben. Die nächste Entscheidung betrifft die optisch-technische Bauart.

Grundsätzlich gibt es:

  • Refraktoren (Linsenteleskope) und
  • Reflektoren (Spiegelteleskope), hier wiederum die Bauarten als Newton-, Dobson-, Cassegrain-, Maksutov- oder Schmidt-Teleskop.

Ein Refraktor- oder Linsenteleskop bündelt das Licht in einer Sammellinse, das Okular vergrößert dann das Bild. Die Auflösung ist sehr gut, es kann aber die Gefahr von Farbfehlern bestehen, die sich wiederum durch technische Lösungen bannen lässt. Die Bauweise der Refraktoren macht sie relativ unempfindlich gegen Stöße, was Einsteigern und Kindern entgegenkommt. Sie sind bei ähnlicher Leistung etwas günstiger als die Reflektoren (Linsenteleskope). Für die Beobachtung in einer urbanen Gegend eignen sie sich sehr gut, weil das dort vorhandene Streulicht bei dieser Bauart wenig stört.

Davon sind eher die Reflektor- oder Spiegelteleskope betroffen. Sie bündeln das einfallende Licht in einem Parabolspiegel, Fangspiegel lenken es dann in das Okular. Die Bauart ist teurer, hat aber eine große Tradition. Einer der Erfinder soll Isaac Newton (1642 – 1726) gewesen sein, nach dem eine von mehreren Varianten benannt ist. Da keine Lichtbrechung erfolgt, gibt es auch keine Farbfehler. Die gegenüber dem Refraktor größere Spiegelfläche ermöglicht auch die Beobachtung von sehr schwach leuchtenden Sternennebeln und Galaxien. Die oben genannten Bauarten neben dem Newton-Teleskop sind Weiterentwicklungen der letzten 300 Jahre nach Newton. Doch auch die Bauart der Newton-Teleskope gibt es noch. Gerade das in unserem Teleskop Test am besten bewertete Modell ist nämlich ein Newton-Teleskop. Es handelt sich um das

Bresser Pollux 150/750 für derzeit (Oktober 2019) etwas über 300 Euro, es verfügt über eine stabile äquatoriale EQ-3 Montierung und ermöglicht sogar die Sonnenbeobachtung mit einem speziellen Filter.

Ein sehr gutes Refraktor-Teleskop ist wiederum das Celestron 102AZ für leicht über 200 Euro und einer Vergrößerung von x33 bis x66. Die Röhre ist 910 mm lang.

Kauf: Worauf kommt es noch an?

Die Vergrößerung und Brennweite spielen ganz sicher eine Rolle bei der Anschaffung, wobei die Art der beobachteten Objekte entscheidend ist. Wer den Mond und Planeten anschauen möchte, sollte auf eine Brennweite zwischen 1.000 und 1.200 Millimetern setzen, während Deep-Sky-Beobachtungen eher mit kurzer Brennweite gelingen. Die äußeren Bedingungen beeinflussen die Qualität der Beobachtung sehr, vor allem das Streulicht in einer Stadt kann sehr stören. Wer wirklich von einem Lichtermeer umgeben ist, sollte vielleicht von vornherein auf ein Refraktor-Teleskop setzen.

Wenn Städter allerdings über die Stadtgrenzen hinausfahren, um mit einem guten Reflektor-Teleskop auf dem dunklen Land die Sterne zu beobachten, kommt es auf die Transportfähigkeit des Modells an. Für den Transport im Kofferraum des normalen Pkws gilt die Faustregel, dass dieser problemlos mit Tuben bis maximal 30 Zentimeter Spiegeldurchmesser sowie Teleskoptuben bis maximal 1,20 Meter Länge gelingt, bei größeren Modellen können Probleme auftreten.

Achten Sie bei der Anschaffung auch auf eine stabile Montierung, die Schwingungen unterbindet. Es gibt die parallaktische Montierung, die als sehr stabil gilt, und die günstigere azimutale Montierung, die häufig weniger stabil ist und das Nachführen auf zwei Achsen erfordert. Bedenken Sie in diesem Kontext, dass bei der Anschaffung eines Teleskops die optische und mechanische Qualität gleichermaßen wichtig sind.

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