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Selbstverteidigungstipps für den Alltag

Selbstverteidigungstipps für den Alltag

Von Tag zu Tag haben immer mehr Personen das Gefühl, dass unsere Straßen nicht mehr sicher sind. Vor allem ganz junge Meldungen über gewalttragende Täter haben diesen Eindruck verstärkt – viele Menschen haben Angst, abends alleine durch die Straßen zu gehen. Frauen wird am meisten geraten, die Straßen bei Dunkelheit nicht mehr allein zu betreten. Diese Entwicklung konnte schon lange beobachtet werden, und zwar nicht ausschließlich in Ballungsgebieten. Übergriffe sind nicht nur in städtischen Gegenden bekannt geworden. Aus diesem Grund werden die Unsicherheit und die Angst immer größer.

Selbstverteidigung als effektive Lösung

Die Rolle und das Bild der Frau hat sich in den letzten Jahrzehnten um einiges verändert – Frauen sind durch die Emanzipation viel selbstbewusster und offener geworden. Trotz dessen fühlen sich viele auch heute noch unterlegen. Frauen werden viel häufiger zu Opfern von Übergriffen als Männer, sei es auf der Straße, in Clubs oder im eigenen Heim. Dabei ist es nicht immer selbstverständlich, sich nach einem Übergriff jemanden anzuvertrauen: Sie fühlen sich schuldig, schämen sich, leiden und schweigen den erlebten Alptraum. In einem richtigen Teufelskreis stecken Frauen vor allem im Fall von häuslicher Gewalt. Sie schaffen es einfach nicht aus dem Teufelskreis auszubrechen. Da hilft es auch wenig, wenn Sie Sportlernahrung zu sich nehmen und trainieren gehen. Wenn man sich nicht verteidigen kann, helfen die viele Muskeln auch nichts.

Dies ist nur ein Grund, warum sie sich zuerst einmal selber behaupten müssen. Sie müssen erlernen Grenzen zu ziehen, ihre Gesundheit und ihre Privatsphäre zu schützen. Sie dürfen sich nicht zu Opfern machen lassen. Hier ist allerdings wichtig zu erwähnen, dass Wehren nicht nur kämpfen heißt. Aus diesem Grund werden Frauen in Selbstverteidigungskursen nicht nur die richtigen Kampftechniken beigebracht.

Damit sie sich erfolgreich wehren können, wird auch das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen gestärkt: Verbale Selbstverteidigung steht in Kursen daher ebenfalls mit auf der Agenda. Schließlich ist eine gewaltfreie Lösung immer oberstes Gebot.

Selbstverteidigungskurse: Worauf kommt es an?

Damit man in einer Gefahrsituation richtig handeln kann, muss diese auch schnellstens erkannt werden. Einen klaren Vorteil hat der, der den Täter selbst überrascht. Kurzschlussreaktionen und unüberlegte Handlungen müssen allerdings vermieden werden. Viele können im Ernstfall keinen klaren Kopf bewahren, geraten in Panik und fallen in bisherige Gewohnheiten zurück, vor allem bei ständigen Übergriffen im eigenen Heim. Daher sind Deeskalation und ein gesundes Selbstbewusstsein sehr wichtig. Mehr dazu finden sich auf gute Webseiten wie selbstverteidigung-erlernen.de.

In Selbstverteidigungskursen für Frauen ist das Erlernen der korrekten Verteidigungstechniken nur ein Teil der Arbeit. Der Ernstfall wird in Rollenspielen simuliert – auch die richtigen Reaktionen werden trainiert. Es ist von enormer Wichtigkeit, die Situation korrekt zu analysieren und dem Gegner selbstbewusst gegenüberzutreten. Ausschließlich solch kann ein Vorteil trotz körperlicher Unterlegenheit gesichert werden. In ernsten Fällen können auf diese Art und Weise Leben gerettet werden.

Selbstbehauptung durch Waffen: Ist das wirklich empfehlenswert?

Viele Frauen teilen sich die Meinung, dass ein Messer in Jacke oder CS Gas in der Tasche ausreichen, um in der Nacht sicher durch die Straßen zu kommen. Doch dieser trügerische Entschluss kann gefährlich werden. Wer das Umgehen mit solchen Waffen vorher nie geübt hat, kann damit selber verletzt werden. Selbstverständlich bekommen Frauen mehr Sicherheit vermittelt, indem sie solche Waffen mit sich nehmen. Allerdings wird ein Übergriff als Ausnahmesituation gesehen: Klares Denken wird oft ausgesetzt und man gerät in Panik. Menschen, die solche Situationen noch nie simuliert haben, handeln meistens überstürzt und gefährden sich dadurch selbst.

Im Allgemeinen sind Frauen ihren Angreifern Gegenüber körperlich unterlegen, in den meisten Fällen sind männliche Täter vier stärker und größer. Sie haben allerdings aller dieselben Schwachstellen, die auch von den kleinsten Frauen getroffen werden können: Unterleib, Schienbein und Knie erreicht man problemlos, auch wenn man vom Täter zwei Köpfe kleiner ist. Selbst mit einem gezielten Tritt auf den Fuß kann man viel erreichen. Eine gute Angriffsfläche bieten beim Oberkörper die kurzen Rippen an der Seite – allerdings sind diese nicht so leicht zu treffen. Im Kopfbereich ist es hingegen einfacher, da jede Stelle empfindlich ist: Augen, Kiefer, Ohren und Nase. Sollten Sie als Frau einige Schwachstellen des Täters treffen können, haben Sie zumindest ausgeglichene Chancen. Im Bereich Selbstverteidigung kann dieses Wissen allerdings kein Training ersetzen.

Diskriminierung: Eine weitere Art von Gewalt

Einige Arten der Gewalt können nicht auf den ersten Blick erkannt werden. Im Berufsleben konnte fast jeder Frau die eine oder andere Form der Diskriminierung an der eigenen Haut fühlen. Vielleicht bekommt der männliche Kollege für denselben Job ein höheres Gehalt – die Frau ist trotz gleicher Qualifizierung weniger ernst genommen worden. Auch bei Beförderungen wird der Mann oft eher gesehen.

Gegen jede Ungerechtigkeit dieser Welt kann man vorgehen. Bei Entscheidungen müssen ebenfalls fachliche und menschliche Aspekte betrachtet werden. Was für ein Persönlichkeitstyp sind sie? Ein Macher oder ein Folger? Aber grundsätzlich zählt folgendes: Sollten wir uns nicht behaupten, nützt uns auch die beste Qualifizierung nichts.

Verbale Selbstverteidigung und Selbstbewusstsein bei der Arbeit

Vor allem bei Frauen lauert oft die Gefahr, sich im unteren Wert zu verkaufen. Ein Selbstverteidigungskurs kann auch in diesem Bereich sehr hilfreich sein – es ist bereits erwähnt worden, dass Gewalt und Kampf nicht im Vordergrund stehen. Selbstsicherheit und ein gutes Selbstwertgefühl lassen und konsequenter auftreten. Selbstverständlich wirkt eine starke innere Haltung ebenfalls nach außen.

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