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Schönheitsschlaf – Mythos oder Wahrheit?

Schönheitsschlaf – Mythos oder Wahrheit?

Noch vor einigen Jahren wurde man milde belächelt, wenn man anbrachte, dass man seinen Schönheitsschlaf einhalten müsse. Dass mit ihm Falten verschwinden, die Haut danach insgesamt besser aussieht und auch das Immunsystem davon profitiert, realisierten damals die Wenigsten. Inzwischen ist es erwiesen, dass es ihn wirklich gibt. Allerdings ist es sinnvoll, dabei ein paar Richtlinien einzuhalten, um ihn wirklich effektiv zu gestalten.

Wie funktioniert der Schönheitsschlaf und welche Vorteile bringt er?

Dem Schönheitsschlaf wird nachgesagt, dass er sowohl der Haut als auch den Organen dabei hilft, zu heilen und sich zu regenerieren. Denn während des Schlafs wird das sogenannte „Human Growth Hormone“ ausgeschüttet, ein natürliches Wachstumshormon.

Es beeinflusst

  • den natürlichen Fettabbau
  • die Muskelbildung
  • die Regeneration der Haut
  • die Steigerung des Immunsystems

Ausgeschüttet wird dieses Hormon vor allem abends ab zehn Uhr, sofern man sich dann schon im Bett befindet. Problematisch ist allerdings, dass es etwa ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr in der Menge produziert wird, wie der Körper es eigentlich benötigt. Der sogenannte Schönheitsschlaf hingegen fördert die Produktion auch in einem etwas höheren Alter. Dazu gibt es außerdem noch andere Maßnahmen, die man ergreifen kann, um dem Anti-Aging-Hormon auf die Sprünge zu helfen.

Wie lange sollte der Schönheitsschlaf ausfallen?

Für gewöhnlich spricht man davon, dass acht Stunden Schlaf pro Nacht ideal sind, um dem Hormon einen kleinen Antrieb zu geben.

Was die Länge des Schlafs angeht, kann diese jedoch auch etwas länger oder kürzer ausfallen. Hierbei muss man stets den eigenen Rhythmus finden. Fakt ist: Wer ausgeschlafen ist, fühlt sich fit für den Tag und wird auch tagsüber nicht so leicht müde.

Welche Maßnahmen man noch ergreifen kann

Um den Schönheitsschlaf positiv zu beeinflussen, gibt es einige Maßnahmen, die man als positiven Einfluss nutzen kann. Daher folgen hier die entsprechenden Tipps:

  • Abends ist es wichtig, sich gründlich abzuschminken. Auf diesem Weg vermeidet man, dass Make-Up und Co. die Poren verstopfen und somit die Entwicklung von Pickeln und eine unreinen Haut fördern.
  • Eine Nachtcreme versorgt die Haut mit Hyaluronsäure, welche die Zellerneuerung positiv beeinflusst.
  • Der Verzehr von Alkohol sollte vermieden werden. Er schränkt die Produktion der Wachstumshormone drastisch ein, was schon nach zwei Gläsern Rotwein der Fall sein kann.
  • Das Abendessen sollte nicht zu viele Kohlenhydrate enthalten. Diese sorgen dafür, dass Insulin ausgeschüttet wird, was wiederum ein Gegner der Wachstumshormone ist. Gleiches gilt für Süßigkeiten. Stattdessen darf das Abendessen ruhig sehr eiweißreich sein, da hierbei wiederum Tryptophan in den Körper gelangt. Es beeinflusst den Schlaf positiv und fördert die Produktion des Glückshormons namens Serotonin.
  • Stress lässt sich zwar nicht immer vermeiden, doch sollte er möglichst reduziert werden. Gerade vor dem Schlafengehen ist er für die Produktion der Wachstumshormone pures Gift. Entspannungsübungen helfen, herunterzukommen. Den Abendkrimi lässt man am besten ausfallen.
  • Wenn man gerne Sport treibt, sollte dieser im Verlauf des Tages stattfinden, nicht jedoch am Abend. Denn dann stimuliert er nur das Nervensystem und man ist kurioserweise später müde, beziehungsweise kommt dann erst zur Ruhe.
  • Der Platz, an dem man schläft, sollte möglichst ruhig sein und frei von etwaigen Störungen. Mit dazu gehört auch das Smartphone. Dieses bewahrt man am besten in einem anderen Raum auf.
  • Zu einem guten Schlaf verhelfen übrigens auch das richtige Kopfkissen, sowie eine entsprechende Bettdecke. Wem beispielsweise zu heiß ist, der schläft nicht gut ein, geschweige denn durch. Neben den passenden Bettartikeln empfiehlt es sich, das Schlafzimmer gut durchzulüften und gegebenenfalls herunter zu kühlen.

Insgesamt ist es immer empfehlenswert, eine gewisse Abend- und Schlafroutine einzuhalten. Sie sorgt dafür, dass unser Schlafrhythmus funktioniert und man sich somit auch tagsüber nicht hundemüde fühlt.

Fazit – Schönheitsschlaf ist einfach und effektiv

Den eigenen Schlaf richtig zu gestalten, kann sowohl das Gemüt als auch die Gesundheit erheblich beeinflussen. Wer nicht genügend Schlaf bekommt, erlebt spätestens ab einem Alter von 30 Jahren deutliche Veränderungen. Schlimmstenfalls nimmt er zu, oder es kommt zu anderen körperlichen Reaktionen. So ist es zum Beispiel erwiesen, dass zu viel Stress und Unruhe einem die Haare ausfallen lassen und man öfter erkrankt.

Hält man dagegen die einfachen Regeln beim Schönheitsschlaf ein, profitiert nicht nur der folgende Tag an sich davon, sondern unsere gesamte Gesundheit.

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