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Rom: Warum man eine Pilgerreise dorthin machen sollte

Rom: Warum man eine Pilgerreise dorthin machen sollte

Rom gilt als eines der wichtigsten Pilgerziele sowohl für katholische als auch für evangelische Christen. Was dieses Pilgerziel so besonders macht, und warum man dorthin pilgern sollte, beschreibt dieser Artikel.

Die Ursprünge

Als im Jahr 313 das Christentum offiziell im Römischen Reich als Religion anerkannt wurde, wird angenommen, dass bereits zu dieser Zeit erste Pilgerreisen in die Ewige Stadt unternommen wurden. Die sogenannte Via Francigena ist ein nach Rom führendes Wegesystem, das von Pilgern aus allen Gesellschaftsschichten genutzt wurde, in der Hoffnung, dass ihnen Schuld und Sünden vergeben würden. Einen beträchtlichen Aufschwung erlebte der Pilgerweg nach Rom um 1300. Der Grund dafür war, dass der Papst ein Heiliges Jahr ausrief, und es für Pilger einen vollkommenen Ablass der Sündenstrafen geben sollte. Einen Ablass in dieser Art gab es bisher nur für Kreuzfahrer. Ziel der Pilgerreise waren die Gräber der Apostel Petrus und Paulus.

Die sieben Pilgerkirchen Roms

Über Jahrhunderte hinweg war die Voraussetzung für den Sündenerlass bei Pilgerreisen nach Rom, an einem Tag zu Fuß die sieben Pilgerkirchen Roms zu besuchen. Die Reihenfolge ist nicht festgelegt worden. Zu den sieben Pilgerkirchen Roms gehören: San Pietro in Vaticano (der Petersdom), San Paolo fuori le Mura (Sankt Paul vor den Mauern), San Sebastiano alle Catacombe, Santa Croce in Gerusalemme, Santa Maria Maggiore und San Giovanni in Laterano (die Lateranbasilika).

San Pietro in Vaticano und San Paolo fuori le Mura – Grablege der Apostel Petrus und Paulus

Besonders für katholische Christen sind die Grabstätten der Apostel Petrus und Paulus von großer Bedeutung. San Pietro in Vaticano gilt als das Hauptziel bei Pilgerreisen nach Rom. Der Apostel Petrus ist in der vatikanischen Nekropole direkt im Petersdom begraben. Die einst römische Grabstätte ist seit den Ausgrabungen von 1950 wieder zugänglich und wird von vielen Rompilgern verehrt. In der Basilika San Paolo fuori le Mura soll sich unter dem Altar ein Sarkophag befinden, der als das Grab des Apostels Paulus verehrt wird. Kaiser Konstantin, der erste christliche Kaiser, ließ die zweitgrößte Basilika nach dem Petersdom an der Stelle errichten, an der Paulus nach seiner Enthauptung beerdigt worden sein soll. Beide Kirchen sind mit den Gräbern der Apostel zentrale Anlaufstellen bei Pilgerreisen nach Rom. An den Gräbern der Apostel wird von Priestern aus allen Nationen am Morgen die Heilige Eucharistie gefeiert.

Der Höhepunkt: Segen des Papstes und Papstaudienz

Neben vielen historischen und kulturellen Highlights, bildet der Papstsegen und eine mögliche Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche einen absoluten Höhepunkt. Der Segen „Urbi et Orbi“ des Papstes ist für viele Pilger der Höhepunkt ihrer Pilgerreisen nach Rom. Der Papst spendet den Segen für die Stadt Rom und den ganzen Erdkreis von der Loggia des Petersdomes aus, immer zu Ostern und Weihnachten, sowie nach einer neuen Papstwahl. Alle 25 Jahre wird vom Papst auch ein Heiliges Jahr ausgerufen. Dies geschah zum ersten Mal im Jahre 1300 durch Papst Bonifatius. Eröffnet wird ein sogenanntes Heiliges Jahr bereits an Heiligabend, indem die Heilige Pforte im Petersdom geöffnet wird. In einem Heiligen Jahr nach Rom zu pilgern ist natürlich etwas ganz Besonderes. Doch auch in jedem anderen Jahr ist Rom auf jeden Fall eine Pilgerreise wert.