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Kinderzeichnungen deuten – Eine gute Idee?

Kinderzeichnungen deuten – Eine gute Idee?

Kinderzeichnungen sind ein Ausdruck der Seele der Kinder, die sie anfertigen. Sie sind ungeschönt, denn Kinder kümmern sich nicht so sehr darum, was andere im Nachhinein davon halten könnten, wie es die Erwachsenen gerne tun, wenn sie etwas aufschreiben oder zeichnen. Die Hemmung ist geringer, weshalb eine besonders offene Zurschaustellung der inneren Gefühlslage und anderes zum Tragen kommen kann.

Gründe, eine Kinderzeichnung zu deuten

Es gibt gute Gründe, sich tatsächlich einer Kinderzeichnung zu stellen und sich näher mit ihr zu beschäftigten.

Intelligenz und Begabungen offenbaren sich oftmals schon im Kindesalter. Ein Bild, welches vom Kind in aller Ruhe selbst angefertigt wurde, kann auf hohe Intelligenz, Beobachtungsgabe und Talent schließen. Was wird dargestellt? Erkennt der Erwachsene etwas, was auch in seinem Alltag eine Rolle spielt? In welchem Licht wird es gezeigt? Ein Kind kann durchaus in der Lage sein, etwas Tiefgründiges zu Papier zu bringen, womit sich Erwachsene beschäftigen sollten.

Ob man ein Talent für Kunst hat oder nicht, entscheidet sich in den ersten Lebensjahren. Ist eine Zeichnung außergewöhnlich schön? Berührt es einen? Dann ist es möglich, dass das Kind ein Talent dafür hat, und haben sich die Eltern damit befasst, steht einer gezielten Förderung nichts mehr im Wege. Und je früher ein Talent entdeckt und gefördert wird, desto besser und fruchtbarer wird es sich für das Kind in späteren Jahren einmal erweisen.

Hinweis auf Trauma oder Gesundheit

Alle Eltern wollen wissen, was im Kind vor sich geht. Allen voran die Eltern, die ein verschlossenes Kind vor sich haben. Zeichnungen können Hinweise liefern, was im Alltag oder im Kopf des Kindes vor sich geht. Fantasie? Freunde? Ein Erlebnis, über das es nicht sprechen will oder kann? Begegnungen mit Fremden? Heutzutage spielt sich viel im Leben eines Kindes ab, denn die Geschwindigkeit des Lebens, das Erwachsene beklagen und fühlen, geht auch an den Kindern nicht spurlos vorbei. Eltern sollten sich, kommen sie sonst nicht an das Kind heran, die Zeichnungen ansehen und näher betrachten. Bei Besorgnis sollte jedoch immer die Expertise eines Psychologen zurate gezogen werden. Niemand weiß, was im Kopf eins Kindes vor sich geht. Mobbing, Depression, gar ein Missbrauch können sich in Zeichnungen wiederfinden und sollten möglichst schnell entdeckt und aufgeklärt werden. Hilfe ist – gleichsam mit Talentförderung – eine Sache der Zeit. So bieten Malkurse und Ausmalbilder, wie von gratis-malvorlagen.de, Möglichkeiten sich bis zur kreativen Erschöpfung auszutoben.

Wünsche des Kindes erkennen

Was wünscht sich das eigene Kind? Vor Geburtstagen und Weihnachten eine vieldiskutierte Frage unter Eltern. Es kann vieles sein. Wieso nicht einen Blick auf die Zeichnungen werfen. Offenbaren sich Wünsche? Kommt etwas auf fröhlichen Bildern besonders gehäuft vor? Welche Pläne kann das Kind haben? Schimmert eventuell bereits ein Berufswunsch hervor? Den man sich als Eltern merken sollte?

Gründe, die Kinderzeichnungen nicht zu deuten

Eltern können überängstlich sein und interpretieren, haben sie sich erstmal mit einer Zeichnung befasst, alles Mögliche in diese Kinderzeichnung hinein, obwohl es keine tiefere Bedeutung hat. Nichts kann schlimmer für Eltern sein, als nicht zu wissen, was wirklich dahintersteckt und sich im Kopf auszumalen, was das eigene Kind vielleicht durchmacht oder nicht durchmacht und es nicht zu wissen.

Lieber den direkten Kontakt zum Kind suchen

Das vertrauensvolle Verhältnis zum eigenen Kind ist elementar. Von Anfang an sollte dieses Verhältnis vertieft und gepflegt werden. Sobald das Kind merkt, dass man hinter dessen Rücken die Zeichnungen genau auswertet und in gegebenen Umständen vielleicht sogar mit Dritten bespricht, kann jenes Vertrauensverhältnis leiden. Ein direktes Gespräch, auch im Beisein eines Kinderpsychologen, kann hilfreicher und erhellender sein.

Es gibt Gründe, sich einmal etwas mit den künstlerischen Ambitionen des Kindes zu befassen. Vor allem, wenn man ohnehin bereits eine Vermutung hat, dass etwas nicht stimmt. Ist das Kind verschlossen, auffällig, verschwiegen. Dann ist es ratsam, sich näher mit dem Alltag des Kindes zu befassen, auf das man nicht 24 Stunden aufpassen kann. In den meisten Fällen sind die Kinderzeichnungen nur genau das, Zeichnungen eines Kindes, das fröhlich ist und allein der Fantasie ungestört und ungehemmt freien Lauf lässt. Eine Fähigkeit, die später kaum noch ein Erwachsener sein Eigen wird nennen können.

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