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Heilfasten: Warum fasten uns gesund macht

Heilfasten: Warum fasten uns gesund macht

Fasten bedeutet, über einen Zeitraum auf bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel zu verzichten. In zahlreichen Kulturen stellt es einen bedeutsamen rituellen Vorgang dar, der aus religiösen Aspekten hervorgeht. Doch spätestens seit dem 20. Jahrhundert wird das Fasten nicht nur aus kulturellen Gründen, sondern zur Heilung des Körpers praktiziert. Das sogenannte Heilfasten reinigt den Darm und soll gleichzeitig auch eine geistige Reinigung bewirken. Warum das Heilfasten gesund ist und wie es durchgeführt wird, ist im Folgenden erklärt.

Heilfasten: Eine Wunderkur für Körper und Geist

Obgleich beim Fasten an Gewicht verloren wird, lässt es sich nicht mit einer Diät vergleichen. Sinn und Zweck des Heilfastens ist nicht die Gewichtsreduktion, sondern die Reinigung von Körper und Geist. Durch den Nahrungsentzug werden viele verschiedene Vorgänge im Körper in Gang gesetzt, die nachweislich das Wohlbefinden steigern.

Ambulantes Fasten zielt darauf ab, die körpereigenen Heilungsprozesse anzuregen. Denn der Körper reagiert auf den Entzug, indem er biochemische Vorgänge auslöst, bei denen der gesamte Organismus gereinigt wird. Kranke Zellen sterben ab und werden abtransportiert. Nachweislich kann das Heilfasten aufgrund dieser Reaktionen Entzündungen lindern und Bluthochdruck senken.

Nicht weniger bedeutsam ist die psychologische Wirkung des Fastens. Um den Verzicht durchzustehen, ist viel Willensstärke nötig. Immer wieder werden die Patienten vor Herausforderungen gestellt, die sie meistern müssen. Zusätzlich produziert das Gehirn beim Heilfasten eine überdurchschnittlich große Menge an Serotonin, das körpereigene Glückshormon. Der Verzicht auf Lebens- oder Genussmittel kann also sogar glücklich machen und Stress abbauen.

Alleine oder in der Gruppe fasten?

Um über einen bestimmten Zeitraum hinweg auf etwas Wesentliches verzichten zu können, ist sehr viel Willenskraft nötig. Auch wenn das Heilfasten nachweislich einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat, fällt es Betroffenen nicht immer leicht, durchzuhalten.

Wer in der Gruppe fastet, erhöht seine Chancen, die Therapie bis zum Ende durchzuziehen. Gleichgesinnte können sich gegenseitig motivieren, unterstützen und Halt geben.

Es gibt beispielsweise Fastenwanderungen, bei denen die Teilnehmer nicht nur in der Gruppe unterwegs sind, sondern auch von Experten betreut werden. Dabei lernen sie außerdem viel über den Selbstheilungsprozess des Körpers.

Fakten über das Heilfasten

  • Beim Heilfasten verzichten die Teilnehmer darauf, feste Nahrung zu sich zu nehmen
  • Nach etwa drei Tagen lässt das Hungergefühl in der Regel nach
  • Das Heilfasten dauert zwischen fünf und 14 Tagen, während dieser Zeit kann kein Mensch verhungern
  • Es gibt verschiedene Fastenkuren, bei denen nur Wasser erlaubt ist oder auch Säfte, Gemüsebrühen und Kräutertee
  • Eine Alternative zum Heilfasten ist das Intervallfasten, bei dem lediglich ein bis zwei Tage auf Nahrung verzichtet wird
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