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Haarausfall – eine Volkskrankheit

Haarausfall – eine Volkskrankheit

Allein in Deutschland sind Millionen Menschen, vorwiegend Männer, davon betroffen. Die androgenetische Alopezie ist ein Erbe aus grauer Vorzeit, das sich schon in jungen Jahren bemerkbar macht. Stirnglatzen, Geheimratsecken und Tonsuren am Hinterkopf sind die sichtbaren Merkmale dieser Erbkrankheit, die sowohl aus der Familie der Mutter wie auch des Vaters weitergegeben werden kann.

Ein Erbe, gegen das kein Kraut gewachsen scheint. Weder in der Naturheilkunde noch in der modernen Pharmazie gibt es Mittel, die verlorenes Haar zurückbringen könnten, auch wenn sich so manches Heilversprechen anders anhört. Tatsächlich kann Haarausfall bestenfalls aufgehalten werden. Mittel wie Finasterid oder Minoxidil stoppen den Haarausfall, doch der Preis dafür ist nicht nur bezüglich des Geldes hoch. Die Mittel müssen beständig eingenommen werden, sonst beginnt der Haarausfall von neuem. Zudem treten Nebenwirkungen bis hin zur Impotenz auf. Es gibt nachgewiesenermaßen nur eine einzige Methode, verlorene Haare zurückzubringen und dies ist die Eigenhaarverpflanzung.

Haartransplantation gegen Selbstwertverlust

Auch wenn die öffentlichen Krankenkassen den Haarausfall beziehungsweise die androgenetische Alopezie nicht als Krankheit einstufen und somit auch nicht die Kosten einer Haartransplantation übernehmen, zeigt es sich innerhalb der Gesellschaft deutlich, das davon betroffene Männer leiden. Volles dichtes Haar ist ein äußeres Merkmal für Gesundheit und Energie. Ein zurückgehender Haaransatz signalisiert Alter, Schwäche und fehlende Durchsetzungskraft. Auch wenn dies bezüglich der Charakteristik der jeweiligen Person nicht zutrifft, erfolgt durch die Umgebung genau diese Einteilung, und zwar völlig unbewusst aufgrund des Erscheinungsbildes. Ein Erbe der Evolution und der Bestenauswahl. Ein Glatzen- oder Halbglatzenträger muss sich folglich mehr anstrengen als eine Person mit vollem Haar und trotzdem besteht die Gefahr benachteiligt zu werden, sowohl im Beruf wie im Privatleben. Der einzige Weg, um diese doch immensen Nachteile des genetisch bedingten Haarausfalls auszugleichen, ist die Eigenhaarverpflanzung.

Die Kosten in den DACH-Ländern und die Alternative

Die Haartransplantation ist eine Investition in das persönliche Erscheinungsbild, die sich lohnt. Allerdings zeigt es sich, das deutsche, österreichische oder schweizer Kliniken auf einem sehr hohen Preisniveau arbeiten. Je nach Umfang der Haartransplantation können hier durchaus Kosten von mehr als 10.000 Euro entstehen. Es ist also nur vernünftig, sich nach Alternativen umzusehen. Diese finden sich in Form von Gesundheitsreisen, wobei die Türkei bereits seit vielen Jahren im Fokus steht. So haben sich in der Großstadt Istanbul schon vor Jahrzehnten verschiedene Kliniken etabliert, die sich auf den Medizintourismus spezialisierten und damit auf die Wünsche und Anforderungen von Patienten aus Mitteleuropa. Obwohl der technische Standard und die Ausbildung des Personals dem schweizer, deutscher oder österreichischer Kliniken entspricht, können die Haarkliniken in Istanbul dank eines geringeren Lohnniveaus wesentlich kostengünstiger arbeiten. Letztlich bedeutet dies für Menschen mit Haarausfall, dass in der Türkei selbst unter Einberechnung der Flugkosten und des Hotelaufenthalts bis zu 50 % gegenüber den DACH-Ländern eingespart werden können.

Was ist wichtig bei der Wahl des Anbieters?

Genausowenig wie eine Person, die unter Haarausfall leidet, in Deutschland, der Schweiz oder Österreich die nächstbeste Klinik für die Haartransplantation wählt, sondern sich zuerst informiert, genauso sollte auch die Klinik in Istanbul unter bestimmten Gesichtspunkten ausgewählt werden. Nachfolgend eine kleine Checkliste, an der sich orientiert werden kann:

  1. Die Erfahrung des Chirurgen ist für eine erfolgreiche Eigenhaarverpflanzung sehr wichtig. Darum sollte die Anzahl der bereits durchgeführten Operationen und die Häufigkeit eruiert werden. Ein kosmetischer Chirurg, der nur ein- oder zweimal im Monat Haartransplantationen durchführt, besitzt zu wenig Routine.
  2. Operiert der oder die Chefin selbst oder lässt er oder sie operieren? Mitunter gibt der Chirurg nur Anweisungen und überläst selbst wichtige Prozeduren wie die Haarentnahme und die Einpflanzung den Assistenten. Erfahrungsberichte im Internet zur jeweiligen Klinik geben darüber Auskunft.
  3. Wie hoch ist die Anzahl der täglich von einem Chirurgen durchgeführten Haartransplantationen? Im besten Fall beschränkt sich dies auf maximal 2 OPs. Sind es mehr, stimmt was mit der Qualität nicht, denn eine Eigenhaarverpflanzung ist zeitaufwendig.
  4. Werden von der Klinik Referenzen bereitgestellt?
  5. Ist der Behandlungsvertrag in deutscher Sprache ausgeführt?
  6. Steht dem Patienten eine deutschsprachige Betreuung zur Seite, die auch während beziehungsweise vor und nach der OP Fragen beantworten kann?

Sind diese Fragen alle positiv beschieden, kann es ja fast schon losgehen, doch besitzt auch die gewählte Behandlungsmethode eine Bedeutung bezüglich des Ergebnisses, aber auch des Operationsverlaufs. Wie der Reiseverlauf für eine Haartransplantation in der Türkei aussehen kann, können Sie hier nachlesen: https://www.abendblatt.de/ratgeber/article226169213/Haartransplantation-in-der-Tuerkei-Erfahrungsbericht.html

FUE oder FUT, was ist besser?

Für Eigenhaarverpflanzungen bestehen aktuell zwei gängige Methoden. Zum einen die Follicular unit extraction (FUE) und zum anderen die Follicular unit transplantation. (FUT).

Die ältere Methode ist hierbei die FUT, bei der am Hinterkopf des Patienten ein Hautstreifen mit den Harfollikeln entnommen wird, die Follikel einzeln separiert und an den kahlen Stellen eingepflanzt werden. Die Methode beinhaltet eine, wenn auch schmale, Narbe am Hinterkopf.

Bei der neueren Methode, der FUE, werden die Haarfollikel einzeln entnommen und einzeln eingepflanzt. Das bedeutet, dass keine sichtbare Narbe entsteht, dafür dauert die OP länger. Trotzdem ist die FUE zu empfehlen, denn mit ihr ist das Nachwachsen der Haare an der Entnahmestelle eher gewährleistet als bei der FUT.

Fazit:

Eine Eigenhaarverpflanzung in der Türkei ist die kostengünstige und dabei qualitativ gleichwertige Alternative zu Kliniken in den DACH-Ländern. Wer sich dem Erbe seiner Vorfahren entledigen will, ist damit in jeder Hinsicht gut beraten.

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