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Wie Sie effektiv Verkehrsunfälle vermeiden

Wie Sie effektiv Verkehrsunfälle vermeiden

Alle 10 Sekunden ist es in Deutschland soweit: Es sind mal wieder zwei Autos in „einander gerasselt“. Nicht selten kommt es hierbei auch zu Schwerverletzen oder gar zu Todesfällen. Verkehrsunfälle sind und bleiben die größte Gefahr in unserem alltäglichen Leben. Vielleicht mussten Sie selbst schon mal die Erfahrung machen in eine solch bittere Lage zu kommen. In diesem Magazin, möchten wir Ihnen Tipps geben, Verkehrsunfälle zu umgehen.

Mangelnde Aufmerksamkeit als Auslöser

– nicht angepasste Geschwindigkeit, ungenügender Abstand, Missachtung der Vorfahrt – All dies sind Ursachen der meisten Verkehrsunfälle in Deutschland. Beim Vergleichen der Ursachen fällt jedoch eines auf:
Alle samt sind auf mangelnde Konzentration einzelner Autofahrer zurückzuführen.
In unserer heutigen Gesellschaft muss man ständig erreichbar sein, flexibel reagieren und schnellstmöglich an Informationen gelangen. Mithilfe des Smartphones ist dies auch ein Kinderspiel. Doch leider überschätzen sich auch mal die größten Multitasking Talente, und die Fahrt mit dem Handy am Ohr landet wortwörtlich im Graben. Der Grund hierfür ist unser Gehirn, das nur eine gewisse Leistung aufbringen kann. Je nach Wichtigkeit des Gespräches widmet sich also die Konzentration, mehr der Unterhaltung als dem Fahren. Zudem kommt hinzu, dass man nur eine Hand am Steuer hat, und den Blick kurzzeitlich von der Straße wenden muss. Wenn Sie also auf Anrufe während der Fahrt nicht verzichten können, ist eine Freisprechanlage ein Muss. Doch auch wenn Sie die ganze Zeit den Blick auf die Straße richten können, geht Ihnen einiges an Aufmerksamkeit verloren. Ein weiterer Faktor, der für Verluste der Konzentration verantwortlich ist, ist das Aufdrehen der Musik. Sie lenkt ab einer gewissen Lautstärke nicht nur ab, sondern verleitet die meisten Männer zu einem schnelleren und rasanten Fahrstil. Sie sollten sich also unbedingt im Griff haben, wenn mal wieder eins ihrer Lieblingslieder aufgelegt wird. Das Telefonieren und Musikhören sollte deswegen nur dann erfolgen, wenn die Straßen einigermaßen frei und Sie in einem fitten Zustand sind. Oft ist man als Fahrzeugführer aufgrund von Überarbeitung oder mangelndem Schlaf, nicht immer ganz bei der Sache. So kann es passieren, dass einem auf der Rückfahrt vom Büro schon mal die Augen zu fallen. Mittlerweile gibt es zwar in den neusten Automodellen Augensensoren, die erkennen ob sich die Person in einem wachen Zustand befindet oder nicht. Jedoch kann dies auf Dauer keine Lösung sein, zumal die Technik noch nicht hundertprozentig ausgereift ist. Greifen Sie deshalb zu alternativen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn, da Sie durch ihre Müdigkeit schließlich nicht nur sich sondern auch andere gefährden.

Die häufigsten Unfallursachen

Statistiken zeigen, dass die Stellen an denen die häufigsten Unfälle passieren, Kreuzungen sind. Das Fahren mit einer gedrosselten Geschwindigkeit und mehrfaches Umschauen ist hier also besonders Wichtig. Gerade in menschenüberfüllten Städten kann man den einen oder anderen Fahrradfahrer nicht richtig einschätzen, sodass es „knallt“. Ein weiterer Punkt ist die Beeinflussung durch andere Autofahrer. Diese fahren oft gerne dicht auf und wollen ein schnelleres Fahren des Vordermannes regelrecht erzwingen. Lassen Sie sich deshalb auf keinen Fall durch Hupen Anderer dazu bringen, ihre vorsichtige Fahrweise zu ändern. Dies gilt selbstverständlich nicht nur in Städten, sondern auch auf Landstraßen und Autobahnen. Einen weiteren großen Prozentanteil der Unfallursachen ist das nicht einhalten des Sicherheitsabstandes. Die wenigsten halten diesen ein und können die Gefahr bei Abbremsen ihres Vordermannes gar nicht richtig einschätzen.
Schnee, Nebel und Platzregen – all dies sind Situationen, bei denen die Fähigkeiten des Autofahrers besonders auf die Probe gestellt werden. Zu Recht sollte deswegen auch die Geschwindigkeit verringert werden. Genau auf diese Situationen haben sich Verkehrsorganisationen spezialisiert und verschiedene Trainingsmethoden entwickelt.

Sicherheitstraining als Mittel zur Vorbeugung

Eine Möglichkeit, wie Sie sich besser auf solche Extremsituationen vorbereiten können, sind sogenannte Sicherheitstrainings. Hierbei werden gefährliche Situationen auf Verkehrsübungsplätzen simuliert und nachgestellt. So lernt der Testfahrer, sich in den gerade angesprochenen Fällen richtig zu verhalten. Während in der Fahrschule oft nur die Theorie beigebracht wird, erfährt man hier am eigenen Leibe was zu tun ist. Beispielweise wird gezeigt, was passiert und zu tun ist, wenn ein Auto auf nasser Fahrbahn ins Schleudern gerät und der Fahrer dagegen lenken muss. Weiterer Bestandteil des Trainings ist oft eine Vollbremsung aus einer hohen Geschwindigkeit. Die Teilnehmer lernen so am besten warum der Mindestabstand bei der Unfallvermeidung eine entscheidende Rolle spielt. Dies belegen auch Umfragen nach dem Training: Fast alle Teilnehmer behaupten, dass sie das Einhalten des Abstandes zum nächsten Auto unterschätzt haben und dass Sie in Zukunft viel mehr Wert darauf legen werden. Neben den spannenden Übungen werden ebenfalls die Erste-Hilfe Grundlagen aufgefrischt, was im Ernstfall Leben retten helfen kann.
Egal ob Fahranfänger oder „alter Hase“, das Training ist für jedermann eine gute Erfahrung, welches zur Vorbeugung von Verkehrsunfällen viel beitragen kann.

Was tun bei einem Verkehrsunfall?

Doch selbst mit der besten Vorbereitung kann es irgendwann mal „krachen“. Genau jetzt ist richtiges Handeln gefragt. Da der Ernstfall immer etwas anders aussieht als die Theorie oder die nachgestellte Situation kann das richtige Verhalten nur Ansatzweise beigebracht werden. Wie die Unfallbeteiligten jedoch tatsächlich reagieren, hängt stark von der mental und körperlichen Verfassung ab. Als erstes sollten Sie ihren eigenen Zustand überprüfen und Ruhe bewahren. Anschließend sich nach anderen Verletzten informieren und gegeben falls diese im Rahmen ihrer Kenntnisse versorgen. Besonders wichtig ist, dass alle Schutzwesten tragen und die Unfallstelle bestmöglich abgesichert ist, wodurch das „Hineinfahren“ anderer Autos vermieden wird. Besonders bei Dämmerung und Dunkelheit ist dieses Vorgehen essentiell. Selbstverständlich muss es bei einem Verkehrsunfall nicht immer um Leben und Tod gehen. Dennoch sollten auch kleine Sachschäden polizeilich aufgenommen werden, da bei der Reparatur oft nur dann die Verssicherung zahlt.

Nach Betrachten der vielen Unfallursachen muss ganz klar festgestellt werden: Viele Unfälle können durch mehr Aufmerksamkeit des „Steuermannes“ vermieden werden. Es ist also Aufgabe, dies in das Bewusstsein der täglichen Autofahrer zu bringen. Der erste Schritt ist schon durch Sicherheitstrainings gegeben, die den Beteiligten auf eine spannende Weise für Gefahren vorbereiten und sensibilisieren.

Wir wünschen Ihnen ein sicheres Fahren!

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