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Wasserkocher entkalken – Anleitung, Tipps und Hilfsmittel
© okinawakasawa - Fotolia.com

Wasserkocher entkalken – Anleitung, Tipps und Hilfsmittel

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Der Wasserkocher ist eines der beliebtesten und am häufigsten genutzten Haushaltsgeräte in der Küche. Schnell mal einen Tee kochen, Wasser für die Wärmflasche erhitzen, Tomaten überbrühen… wer ihn hat, bei dem ist er auch meistens ständig im Einsatz. Nur eines sollten Sie nicht vergessen – nämlich den Wasserkocher von Zeit zu Zeit zu entkalken. Ansonsten könnte es sein, dass er Kalk ansetzt und deswegen schneller den Geist aufgibt, als uns lieb ist. Nicht zu vergessen, die Wasserqualität: Wenn Sie mit verkalktem Wasser Tee oder Kaffee kochen, leidet der Geschmack enorm. Außerdem ist der Stromverbrauch bei verkalkten Geräten deutlich höher als bei Geräten, die regelmäßig entkalkt werden. Also – was ist zu tun?

Hausmittel zum Entkalken des Wasserkochers

Möglichkeiten und Mittel zum Entkalken gibt es mehr als genug:

  • Essig
  • Essigessenz
  • Zitronensaft
  • Zitronensäure
  • Backpulver

Am einfachsten geht es mit Essig oder Essigessenz. Davon mischen Sie je eine Tasse mit einer Tasse Wasser und geben dieses Gemisch in den Wasserkocher, bringen alles zum Kochen und gießen dann das Essigwasser ab. Falls jedoch hartnäckige Kalkrückstände im Wasserkocher sind, sollte das Essigwasser nach dem Aufkochen noch eine Weile – am besten über Nacht – im Gerät verbleiben. Wichtig ist hierbei, dass das Gerät danach gründlich ausgespült wird, um eventuelle Essigrückstände zu vermeiden. Dafür am besten den Wasserkocher noch zweimal mit klarem Wasser füllen, dies zum Kochen bringen und abgießen. Hier noch einmal das Vorgehen im Überblick:

  1. 1 Tasse Wasser mit 1 Tasse Wasser mischen
  2. Gemisch im Wasserkocher zum Kochen bringen
  3. Essigwasser abgießen
  4. Bei hartnäckigen Rückständen das Essigwasser über Nacht im Kocher stehen lassen
  5. 2 mal mit kochendem Wasser abgießen


Wichtig: keinesfalls sollten Sie die Essigdämpfe während des Kochens einatmen, da dies die Schleimhäute stark reizt. Am besten wäre es, während des Kochvorgangs zu lüften.


Mit Zitronensaft geht das Entkalken ganz ähnlich. Mit der halbierten Zitrone wischen Sie die Innenwände des Wasserkochers gründlich aus und zwar so kräftig, dass der Saft gleich direkt aus der Zitrone auf den Boden des Gerätes fließt. Nun alles mit Wasser auffüllen und zum Kochen bringen. Danach gleich verfahren wie bei der Essigmethode, um etwaige Zitronenrückstände zu entfernen. Falls Sie Ihren Wasserkocher mit Backpulver entkalken wollen: Auch diese Prozedur ist ähnlich wie die mit Essig oder Zitronensaft, nur dass Sie in dem Fall den Wasserkocher nicht randvoll mit Wasser füllen sollten, da es sonst überschäumen würde. Auch hier sollten Sie bei starker Verkalkung das Gemisch nach dem Aufkochen ein paar Stunden einwirken lassen.

Entkalken mit speziellen Tabletten

Im Handel gibt es, mal abgesehen von den oben genannten Hausmitteln, auch ganz spezielle Entkalkungstabletten zu kaufen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie sich genau an die Herstellerangaben halten, die auf der Verpackung der Tabletten aufgedruckt ist. Dabei müssen Sie in der Regel die Tabletten in den Wasserkocher geben, diesen ganz füllen und das Wasser zum Kochen bringen. Danach das Wasser abgießen und erneut zwei Durchläufe mit sauberem Wasser machen, welches auch wieder zum Kochen gebracht und danach weggeschüttet wird. Nach diesen drei Durchgängen ist der Wasserkocher entkalkt und alle Rückstände der Tablette aus dem Wasserkocher entfernt, so dass Sie wieder wohlschmeckenden Tee – ohne Kalkrückstände – genießen können.

Andere Alternativen

Erstaunlich aber wahr: das Entkalken geht auch mit Gebissreiniger und sogar mit den berühmten Kopfschmerztabletten, den Aspirin-Sprudeltabletten. Zuerst die Tablette in den Wasserkocher geben, mit Wasser füllen und warten, bis es aufhört zu sprudeln. Alles zum Kochen bringen und verfahren wie gehabt.

Vor allem in Gegenden mit kalkhaltigem Wasser sollten Sie regelmäßig daran denken, Ihre Geräte zu entkalken – sowohl aus Geschmack- als auch aus Umweltgründen ist das unbedingt zu empfehlen.

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