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Was tun bei einer Autopanne?

Was tun bei einer Autopanne?

Ob auf der Landstraße, an einem Feldweg oder direkt an der Autobahn: Eine Panne gehört wohl zu einem Erlebnis, das kein Fahrer freiwillig in Kauf nimmt. Bleibt das Fahrzeug liegen, können unterschiedliche Gründe vorliegen, wie ein leerer Tank, eine defekte Autobatterie oder schlichtweg ein platter Reifen. Laut aktueller Kfz Pannen-Statistik des ADAC waren 35,7 % der Autobahnen auf die defekte Batterie zurückzuführen und an 15,2 % war der Motor schuld. Doch wie sollten Fahrer am besten reagieren, wenn es mit dem Auto keinen Meter weitergeht?

Wenn Autopannen zur Lebensgefahr werden

Die meisten Fahrer rufen bei einer Autopanne zunächst den Pannendienst an, um sich vom Profi helfen zu lassen. Gerade bei einem geplatzten Reifen ist es möglich, selbst Hand anzulegen, damit es weitergehen kann. Ist zum Beispiel der Reifen geplatzt, ist die Gefährdung des Straßenverkehrs nicht zu unterschätzen. In vielen Fällen hat eine gefährliche Massenkarambolage mit einem Wagen angefangen, der zunächst nur am Straßenrand liegen blieb.

Auf den deutschen Straßen gibt es eine Pannenbucht oder Nothaltebucht. Darunter ist eine Einkerbung oder eine Mulde am Rand des Fahrstreifens zu verstehen. Hat der Fahrer die Möglichkeit, dass Auto noch ein paar Meter zu bewegen, sollte er versuchen, diese Nothaltebucht zu erreichen. Diese Haltmöglichkeit ist oftmals in einem Tunnel, einem Bergpass oder an einer Straße ohne Seitenstreifen sowie auf der Autobahn zu finden, um das Risiko von Unfällen zu vermeiden.

Wer kein Telefon dabei hat, um den Pannendienst zu alarmieren, nutzt die Notrufsäulen. Auch wenn diese nicht mit einer automatischen Ortung verbunden sind, sprechen die Fahrer mit einem Mitarbeiter der Zentrale, der anhand der Straßenkarte und der Beschreibung den jeweiligen Standort findet.

Wie den Wagen auf der Autobahn sichern?

Danach geht es daran, den Wagen zu sichern und andere Fahrer auf das liegengebliebene Fahrzeug aufmerksam zu machen. Dafür vorgesehen ist das Warndreieck, das in jedem Fahrzeug zu den obligatorischen Basics gehört. Dazu ist schnellstmöglich der Warnblinker anzuschalten. Keinesfalls ist das Fahrzeug ungesehen auf der Autobahn zu belassen. Schließlich kommen andere Autos mit einer hohen Geschwindigkeit angerast und können so schnell nicht mehr auf einen Passanten oder auf ein KFZ auf der Fahrbahn reagieren.

Wo muss das Warndreieck stehen?

Das Warndreieck steht mindestens 150 m vor der eigentlichen Panne und warnt an dieser Stelle die anderen Verkehrsteilnehmer. Steht also das Warndreieck auf der Autobahn, sollte sich der Verkehrsteilnehmer danach schnellstmöglich von der Fahrbahn entfernen und den Pannendienst alarmieren.

Abseits der Autobahn bleiben verschiedene Möglichkeiten auf die Reifenpanne zu reagieren und selbst aktiv zu werden. Jedoch sollte sich der Fahrer immer eine Warnweste anziehen, da er so für andere Fahrern besser zu sehen ist. Auf der Landstraße reicht es aus, das Dreieck ca. 100 m hinter dem Fahrzeug aufzustellen.

Welches Werkzeug brauchen Fahrer bei der Reifenpanne?

Eine der einfachsten Methoden bietet sich, wenn der Reifen geplatzt ist oder auf der Landstraße eine Autopanne vorliegt. Tatsächlich wissen immer weniger Fahrzeughalter, wie sie eigenständig in ein paar Augenblicken den Reifen austauschen und weiterfahren. Zunächst einmal gehört für das Wechseln des Reifens eine durchdachte Grundausstattung, die mindestens einmal im Jahr auf ihre Vollständigkeit und Qualität zu prüfen ist.

Zum üblichen Bordwerkzeug bietet sich die Anschaffung einer festen Matte an, gerade wenn ein Wagenheber zum Beispiel auf unsicherem Untergrund steht. Auch die Auswahl des Wagenhebers gehört zu den entscheidenden Kriterien, wenn es darum geht, mit Erfolg einen Reifen zu wechseln. Hier bieten sich mittlerweile sogar hydraulische Systeme an, die das Wechseln der Reifen auch zuhause möglich machen. Bestenfalls setzen Fahrer den Wagenheber nicht nur bei einer Autopanne ein, sondern auch beim jährlichen Reifenwechsel von Sommerreifen und Winterreifen. Hier ist es sinnvoll, über die Anschaffung eines neuen Wagenhebers nachzudenken und die aktuell verfügbaren Modelle miteinander zu vergleichen. Hier reicht die Auswahl vom Rangierwagenheber über den Ballon, Stock- und Scherenwagenheber bis hin zu den pneumatischen Wagenhebern.

platter Reifen

https://pixabay.com/de/plattfu%C3%9F-kaputter-reifen-reifenpanne-76564/ Bildquelle: Pixabay ã stux

 

Schritt für Schritt: Reifenwechsel bei Autopanne

  1. Vor dem Anheben des Wagens Radmuttern lösen.
  2. Gerade der hochgebockte Wagen verringert die eigentliche Hebelwirkung mit der Ratsche.
  3. Mithilfe des Wagenhebers das Fahrzeug nach oben pumpen oder kurbeln.
  4. Die Radschrauben vollständig herausdrehen und das Rad abnehmen.
  5. Das Reserverad aufstecken und die Schrauben erst von Hand und dann mit Werkzeug festschrauben.
  6. An der nächsten Tankstelle den Reifendruck des Reserverads überprüfen.
  7. Schnellstmöglich zur nächsten Werkstatt fahren, um dort ein neues Rad aufzuziehen.

Achtung: Das Reserverad ist nur für ca. 100 km zugelassen. Es sollte also nicht als gleichwertiges Rad dauerhaft eingesetzt werden.

Darüber hinaus kann es helfen, in regelmäßigen Abständen die Reifen auf ihre Profiltiefe und Qualität zu überprüfen. Oftmals weisen veränderte Laufgeräusche auf einen bald eintretenden Reifenschaden hin. Stellen Fahrer eine ungewöhnliche Veränderung der Laufgeräusche fest, erfolgt vernünftigerweise eine Kontrolle.

Vorsicht ist gerade im Straßenverkehr besser als Nachsicht. Fahrer sollten diese Anleitung zum Anlass nehmen, um die Ausstattung der Werkzeuge im Fahrzeug nochmals zu überprüfen und vielleicht überlagerte und rostige Bauteile auszutauschen.

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