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Wand streichen – Anleitung Tipps und Hilfsmittel
© Aleksandr Bedrin - Fotolia.com

Wand streichen – Anleitung Tipps und Hilfsmittel

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Bei Renovierungsarbeiten ist es meistens auch erforderlich, die Wände neu zu streichen. Dadurch erhalten die Räume ein völlig neues und frisches Aussehen. Das Streichen einer Wand kann eigentlich jeder selbst erledigen. Es ist gar nicht so schwer, sofern einige Dinge bei der Arbeit beachtet werden. Das Wichtigste ist, den richtigen Farbton zu wählen. Dabei ist zu beachten, dass dunklere Farben den Raum kleiner erscheinen lassen, als er ist. Hellere Farben lassen einen Raum größer wirken und werden im Normalfall bevorzugt genutzt. Helle Farben lassen auch eintreffendes Licht besser eindringen. Wenn Sie also nicht unbedingt einen ganz bestimmten dunklen Farbton wünschen, sind hellere Töne zu empfehlen.

Vorbereitungen zum Streichen der Wand treffen

Zunächst sollten die Möbel aus dem Raum entfernt werden. Größere Möbel, die nicht aus dem Raum herausgenommen werden können, müssen mit einer Malerfolie abgedeckt werden. Der Fußboden sollte ebenfalls mit einer Malerfolie ausgelegt werden. Farbspritzer lassen sich nämlich nur äußerst schwer wieder von Möbeln und Teppichen entfernen. Fußleisten, Deckenleisten, Fenster und Türen können Sie mit Klebeband abkleben, damit sie beim Streichen nicht verschmutzen. Von den Wänden müssen dann alte Farbreste entfernt werden. Unebenheiten sollten Sie zudem mit Gips oder Füllspachtel ausbessern. Danach wird die Wand abgefegt, damit kein Staub oder andere Verunreinigungen beim Streichen stören. Es ist auch in nahezu allen Fällen erforderlich, zunächst eine Grundierung aufzutragen. Nachdem die Grundierung vollständig durchgetrocknet ist, kann mit dem Streichen der Wand begonnen werden.

  • Möbel aus dem Raum entfernen
  • Große Möbel mit Malerfolie abdecken
  • Fußboden mit Malerfolie auslegen
  • Fuß- und Deckenleisten abkleben
  • Unebenheiten in den Wänden ausbessern
  • Wand abfegen
  • Grundierung auftragen
  • Grundierung trocknen lassen

Eine Wand richtig streichen

Soll die Wand mit einer getönten Farbe gestrichen werden, so muss die gesamte Menge im Voraus angemischt werden. Es ist nämlich sehr schwer, den zuvor angemischten Farbton wieder hinzubekommen, falls die Menge der Farbe nicht ausreichend war. Zunächst sollten Sie dann die Ecken mit einem Pinsel streichen. Das Gleiche gilt auch für die Kanten an der Decke und an den Fußleisten. Noch bevor die Farbe getrocknet ist, wird die Fläche der Wand mit einer Malerrolle gestrichen. Die Rolle zunächst in den Farbeimer eintauchen und danach auf einem Abstreifgitter abrollen. Dadurch verteilt sich die Farbe gleichmäßig an der Rolle. Im ersten Durchgang wird die Wand dann kreuz und quer gestrichen. Die Wandfarbe wird dadurch etwas ungleichmäßig an der Wand verteilt. Danach findet eine gleichmäßige Verteilung durch senkrechtes Abrollen mit der Farbrolle statt. Mit dieser Technik erreichen Sie ein Ergebnis, das einen professionellen Eindruck entstehen lässt.

  • Ausreichende Farbmenge anmischen
  • Malerrolle in Farbeimer tauchen
  • Rolle am Abstreifgitter abrollen
  • Wandfarbe kreuz und quer auftragen
  • Wand senkrecht abrollen

Pausen und Arbeitsende

Wird lediglich eine kurze Arbeitspause eingelegt, brauchen Sie keine weiteren Maßnahmen zu treffen. Die Farbrolle und der Pinsel können einfach auf den umgedrehten Deckel des Farbeimers abgelegt werden. Bei längeren Unterbrechungen, wie beispielsweise über Nacht, werden die Streichwerkzeuge in eine Plastiktüte gelegt, die fest verschlossen wird. Dadurch trocknen sie nicht aus und können am nächsten Tag wieder benutzt werden. In den Farbeimer sollten etwa 100 ml Wasser gegossen werden. Das verhindert die Bildung von Haut auf der Farbe. Danach wird der Deckel des Eimers fest verschlossen. Der Eimer muss einmal kurz umgedreht werden, sodass der Deckel nach unten zeigt. Danach wird er wieder normal abgestellt. Durch das Umdrehen lässt sich die im Eimer befindliche Luft nämlich herausdrücken. Beim Zurückdrehen entsteht ein Vakuum, das die Farbe vor dem Eintrocknen schützt.

  • Bei kurzen Pausen sind keine Maßnahmen erforderlich
  • Über Nacht Malerwerkzeuge in Plastikbeutel stecken
  • 100 ml Wasser in Farbeimer gießen
  • Deckel schließen
  • Farbeimer einmal über Kopf halten
  • Farbeimer wieder normal abstellen
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