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Starkes Schwitzen im Alltag

Starkes Schwitzen im Alltag

Warme Temperaturen, zu scharfes Essen oder Sport: Jeder kennt die damit verbundenen Schweißausbrüche aus eigener Erfahrung. Doch was kann man gegen Schwitzen und vor allem gegen starkes Schwitzen im Alltag tun? Und welche Ursachen stecken dahinter?

Die Ursachen beziehungsweise die Situationen, in denen wir schwitzen, können sehr vielfältig sein. Allen gemeinsam ist, dass das Schwitzen an sich ein absolut natürlicher Körpervorgang ist, der den Körper vor Überhitzung schützt. Durch die Absonderung von Schweiß entsteht Verdunstungskälte auf der Hautoberfläche und somit wird der Körper gekühlt. Doch wann ist dies zu viel des Guten? Krankhaftes Schwitzen, auch Hyperhidrose genannt, besteht immer dann, wenn die Betroffenen auch in Ruhe stark schwitzen und dadurch beispielsweise mehrfach am Tag die Kleidung oder die Schuhe (bei Schweißfüßen) wechseln müssen. Welche Tipps helfen gegen starkes Schwitzen im Alltag?

  1. Achten Sie auf die Wahl Ihrer Kleidung und Ihrer Schuhe. Kleidungsstücke sollten luftig-leicht sein und nicht zu eng am Körper anliegen. Greifen Sie zu „kühlen“ Stoffen wie reine Baumwolle oder Seide und zu Blusen, Tops oder Hemden in hellen Farben.
    Bei Schuhen sollten Sie darauf achten, dass diese aus echtem Leder sind. Fußdeos, Baumwollsocken und spezielle Einlegesohlen helfen gegen Schweißfüße. Ansonsten gilt: Je mehr der Fuß „atmen“ kann, desto besser. Ziehen Sie daher möglichst oft Schuhe und Strümpfe aus und tragen Sie im Sommer Sandalen oder andere offene Schuhe.
  1. Schwitzen beim Sport ist normal. Wenn Sie stark schwitzen, sollten Sie auf Funktionskleidung zurückgreifen. Diese leitet Feuchtigkeit nach außen und Sie haben daher nicht das Gefühl „vor Schweiß zu triefen“. Einige Hersteller von Sportbekleidung bieten auch spezielle Shirts an, die mit Silber beschichtet sind. Dies soll vor allem dem unangenehmen Schweißgeruch vorbeugen.
    Noch ein Tipp: Gerade bei warmen Sommertemperaturen sollten Sie Ihr Training möglichst in die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden legen, dann ist es kühler.
  1. Schwitzen in der Nacht ist ebenfalls ein häufiges Problem. Dagegen hilft die richtige Nachtwäsche (aus Seide oder Baumwolle), eine nicht zu dicke Decke (vor allem im Sommer) und die richtige Temperatur im Schlafzimmer. Achten Sie darauf, dass es nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt ist.
  2. Scharfe Gewürze wie Pfeffer oder Chili können ebenfalls zu Schweißausbrüchen führen. Wer zu übermäßigem Schwitzen neigt, sollte daher auf diese Gewürze und auf üblicherweise scharfe Speisen wie bei mexikanischem oder asiatischem Essen verzichten. Greifen Sie lieber zu Kräutern: Basilikum, Oregano, Thymian und Co. geben jedem Essen einen feinen Geschmack und treiben uns dabei nicht die Schweißperlen auf die Stirn.
  3. Autogenes Training, Yoga und Mediation sind gute Methoden, um das innere Gleichgewicht zu finden und somit auch in Stresssituationen wie einem Bewerbungsgespräch, einem wichtigen Vortrag oder einer Prüfung ruhig und gelassen zu bleiben. Dies hilft, um nervositätsbedingte Schweißausbrüche einzudämmen.

Tipp: Häufig werden die Kosten für solche Kurse, die auch dem Rücken und dem Allgemeinbefinden gut tun, von den gesetzlichen Krankenversicherungen teilweise oder sogar komplett übernommen. Fragen Sie dort ruhig einmal nach!

Wer sich durch starkes Schwitzen im Alltag eingeschränkt fühlt oder wen dies körperlich und psychisch stark belastet, sollte seinen Hausarzt aufsuchen – starkes Schwitzen ist behandelbar. Weitere Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten bei starkem Schwitzen finden Sie zum Beispiel hier: http://www.welt.de/gesundheit/article4080562/Krankhaftes-Schwitzen-kann-gut-behandelt-werden.html

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