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Standby: bequem aber teuer

Standby: bequem aber teuer

Verzichten Sie gern auf 115,- € im Jahr? Nein? Dann sollten Sie die heimlichen Stromfresser in Ihrem Haushalt aufspüren. Die Rede ist von Standby Geräten. Wer abends im Dunkeln durch die Wohnung läuft, dem fallen viele Lämpchen und Displays auf, welche stellvertretend für den unnötigen Stromverbrauch stehen. Darüber hinaus verbrauchen unzählige Geräte in Ihrer Wohnung Strom, ohne dass Sie es bemerken.

Den Geldbeutel schonen, die Umwelt entlasten

Zugegeben: Standby Geräte sind bequem! Mit einem einzigen Drücker ist die Mikrowelle an, das Bild am TV da oder der Rechner betriebsbereit. Doch diese Bequemlichkeit belastet das Familienbudget und darüber hinaus auch die Umwelt. Selbst mit dem besten Toptarif eines Stromanbieters verschenken viele Haushalte 115,- € pro Jahr und mehr, indem sie den Komfort des Standby nutzen. Dabei ist es so einfach, Strom zu sparen und die Umwelt zu schonen. Experten gehen davon aus, dass ohne den „Bereitschaftsmodus“ im Jahr mehrere Tonnen CO2 gespart werden könnten. „Standby aus“ heißt die Lösung. Was anfangs eine Umgewöhnung im Verhalten jedes einzelnen erfordert, wird schnell zur Routine. Steckerleisten mit Schalter senken den Verbrauch vieler Geräte, indem selbst im Ruhezustand kein Strom aus dem Netz fließt. Modelle mit Überspannungsschutz verhindern außerdem Schäden durch Blitzschlag.

Die heimlichen Stromfresser im Haushalt

Wussten Sie, dass Ihr DVB-T Receiver rund 17,- € im Jahr kostet, Ihr alter Videorekorder ungefähr 14,- € und die alte HiFi-Anlage sogar mehr als 20,- €? Allein Ihr PC mit Monitor belastet die Haushaltskasse mit über 40,-€ im Jahr – nur durch den Standby. Typische heimliche Stromfresser sind Ladegeräte, die unentwegt Strom ziehen. Klassisches Beispiel ist das Handyladegerät, welches ständig in der Dose steckt, auch wenn kein Mobiltelefon daran geladen wird. Schnurlostelefone oder Anrufbeantworten gehören heute zur Standardausstattung vieler Wohnungen. Doch auch ihre Netzteile sorgen dafür, dass die Stromrechnung steigt. Hinzu kommen Espressomaschinen, Displays am Herd, der Spülmaschine oder an anderen Geräten, Sat-Tuner und DSL-Router. Selbst moderne Spielekonsolen lassen den Stromzähler unnötig rotieren. Wenn möglich, nehmen Sie diese bei Nichtverwendung einfach von der Netzdose. Denn immer mehr Geräte verbrauchen Strom, selbst wenn sie vermeintlich ausgeschaltet sind. Auch während des Urlaubs lohnt es sich, nicht benötigte Elektrogeräte schlicht weg aus der Steckdose zu ziehen. Um den heimlichen Stromdieben in Ihrem Haushalt auf die Schliche zu kommen, können Sie mit einem Strommessgerät oder einen Smart Meter genau nachmessen. Schnell werden Sie gezielt sehen, wo das Geld unbemerkt aus Ihrem Portemonnaie fließt. Entsprechend Geräte stehen sehr oft bei den Behörden, Verbraucherschutzzentralen oder dem Energielieferanten zum Ausleihen zur Verfügung.

Fazit: Die Stromsparpotentiale vieler Haushalte werden nicht ausgeschöpft. Durch das Abschalten des Standby Modus können Familien nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur im Jahr rund 115,- € sparen.

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