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Selbst tapezieren? Ganz einfach mit unseren Tapeziertipps!

Selbst tapezieren? Ganz einfach mit unseren Tapeziertipps!

Schöne und zur Einrichtung passende Tapeten sind im gesamten Haushalt ein Schmuckstück. Deshalb ist es sinnvoll, die neuen Tapeten gut auszuwählen und sich vor dem eigenhändigen Tapezieren genau zu informieren.

Dieser Ratgeber soll Ihnen einen hilfreichen Überblick darüber geben, was Sie beim Weg vom Auswählen der Tapeten bis hin zu einer ansehnlich tapezierten Wohnung beachten sollten.

Der Kauf neuer Tapeten

Vor dem Tapezieren steht der Kauf. Vor der eigentlichen Auswahl macht es Sinn, sich über die verschiedenen Arten der Tapeten zu informieren.

Tapetenarten

Die Auswahl an Tapeten ist riesig. Nehmen Sie sich Zeit für die richtige Wahl!

Welche Arten von Tapeten existieren

Verschiedene Tapetenarten haben eine unterschiedliche Wirkung auf den Raum. Sie haben eine strukturierte Oberfläche oder einen eigenen Glanz, der zusätzliche Wandfarbe entbehrlich macht.

Die Tapeten werden nach der Art ihrer Beschaffenheit unter anderem in folgende Gruppen eingeteilt:
  • Vliesfasertapeten
  • Textiltapeten
  • Raufasertapeten
  • Papiertapeten
  • PVC-Tapeten
  • Profiltapeten

Darüber hinausgehend existieren noch zahlreiche Sonderformen – etwa Metalltapeten, Fototapeten oder Isoliertapeten. Wir stellen Ihnen im Folgenden die beliebtesten vor.

Tapetenmuster

Für jeden Geschmack gibt es das richtige Muster und die richtige Tapetenart. Bild: Screenshot Tapetenmarkt.de

Besonders beliebt: Die Raufasertapete

Raufasertapete ist eine der beliebtesten Tapetengattungen. Und das völlig zu recht! Denn die Raufaser sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch strapazierfähig, leicht zu befestigen und kann zudem auch gut übermalt werden, da die Farbe sicher hält. Die Tapete ist besonders langlebig, da ihre Struktur kleinere Unebenheiten, Risse und Verschmutzungen unsichtbar werden lässt. Größere Schäden lassen sich unkompliziert überkleben, ohne dass dies auffallen würde. Nicht zuletzt ist die Raufaser häufig sehr umweltfreundlich, da sie meist aus recyceltem Material hergestellt wird.

Papiertapeten – ideal für das Kinderzimmer

Ebenfalls besonders häufig gekauft werden Papiertapeten. Diese haben eine angenehme glatte Oberfläche und lassen sich sehr schön bedrucken – mit allen nur denkbaren Mustern und Motiven. Deshalb eignen sie sich gut für das Kinderzimmer. Besondere Designs ermöglichen es, mit der Papiertapete einen reizvollen Effekt in die Wohnung zu bringen.

Nachteil: Bei schwierigen Mustern muss beim Tapezieren genau darauf geachtet werden, dass das Muster beim Überkleben von Randstücken harmonisch bleibt.

Schritt für Schritt zum frisch renovierten Kinderzimmer

Wie Sie die richtige Tapete für sich aussuchen

Wenn Sie auf der Suche nach neuen Tapeten sind, sollten Sie in erster Linie vom Aussehen ausgehen. Dieses ist der zentrale Maßstab dafür, ob Sie mit Ihrer Tapete glücklich werden. Es nützt nichts, wenn Sie sich eine leicht zu klebende Tapete besorgen, die Ihnen optisch nicht richtig gefällt. Im Notfall können Sie mit einer komplizierter zu händelnden Tapete einen Profi beauftragen, oder sich zumindest private Unterstützung besorgen.
Eine Ausnahme gilt allerdings für Tapeten, die besonders strapazierfähig sein müssen – etwa solche, die im Badezimmer oder in anderweitig besonders belasteten Räumen hängen sollen. Lesen Sie hier vor dem Kauf die Beschreibung durch, die darauf hinweist, für welche Verwendungszwecke die Tapete jeweils geeignet ist.

Richtig tapezieren

Die richtige Vorbereitung ist beim Tapezieren alles!

Wie Sie richtig tapezieren

Vorbereitende Maßnahmen

Wand zum tapezieren vorbereiten

Bereiten Sie die Wand vor dem Tapazieren richtig vor.

Beim Tapezieren sollten Sie auf keinen Fall einfach loslegen, sondern Tapeten und Wände sorgfältig vorbereiten. Nur dann erhalten Sie ein gutes Ergebnis, das lange Freude bereitet. Lösen Sie zunächst eventuell vorhandene alte Tapeten von den Wänden. Gleiches gilt für Leimfarben, die der neuen Tapete keinen tragfesten Halt bieten können. Das Ablösen sollte möglichst gründlich erfolgen. Lassen Sie keine Tapetenreste an den Wänden, sondern nehmen Sie sich notfalls lieber etwas mehr Zeit. Wenn Sie diesen Schritt geschafft haben, müssen Sie anschließend eventuell den Untergrund verspachteln. Das ist aber nicht zwangsläufig der Fall. Es kommt auf die Beschaffenheit der Wand an. Wenn sie glatt und ebenmäßig ist, ist alles in Ordnung und Sie können direkt dazu übergehen, die Tapeten zuzuschneiden. Wenn Sie hingegen Löcher, größere Risse oder andere Arten von Unebenheiten entdecken, müssen Sie diese mit Spachtelmasse abdecken. Warten Sie anschließend darauf, dass der Untergrund nicht nur ebenmäßig, sondern auch vollständig trocken wird.

Die Tapeten richtig zuschneiden

Stellen Sie bereits beim Kauf sicher, dass Sie genügend Rollen bestellen. Es ist besser, lieber etwas zuviel Tapete zu haben, als mitten beim Tapezieren nicht mehr auszukommen. Beim Zuschneiden der Tapete wird von der Bahnlänge ausgegangen. Die Bahnlänge berechnet sich aus Raumhöhe plus Verschnitt, wobei letzterer ungefähr 10 cm ausmacht. Wenn Sie sich für eine Tapete mit Muster entschieden haben, wird zusätzlich ein Rapport berücksichtigt, wobei Sie genauere Angaben in der Verpackung der Tapete finden. Das Zuschneiden sollte auf einer ausreichend langen Oberfläche geschehen – entweder auf einem Tapeziertisch oder auf dem (ebenen) Fußboden. Sie machen sich diesen Vorgang leichter, wenn Sie eine zurechtgeschnittene Bahn als Vorlage bereitlegen und die anderen Bahnen auf dieser schneiden. So wissen Sie, dass die Bahnen genau gleichlang sind. Ein anderer Weg ist es, die genommenen Maße auf der Schneidfläche zu markieren – etwa mit Klebeband. Für einen Rapport richten Sie sich beim Zuschneiden nach den Herstellerangaben.

Tipp: Hier können Sie ihren Tapetenbedarf berechnen.

Kleister anrühren

Tapeten werden mit Tapetenkleister an den Wänden befestigt. Verwenden Sie ein qualitativ hochwertiges Produkt, damit die Tapeten nicht nur lange halten, sondern auch glatt und gut aussehen. Eventuell müssen Sie bei der Auswahl auch auf die Gegebenheiten im Raum achten – insbesondere dann, wenn es sich um einen feuchten Raum wie das Badezimmer handelt. Die Angabe zur erforderlichen Wassermenge pro Pulvermenge finden Sie auf der Verpackung. Diese hängt nicht nur von der Art des gewählten Kleisters, sondern auch davon ab, zu welchem Zweck dieser angerührt wird. Dünner Kleister kann zum Grundieren der Wand verwendet werden und robustere Tapeten benötigen besonders dicken Kleister.

Tapeten anbringen

Tapezieren Sie am besten zu zweit, dann geht es einfach und schneller!

Die Tapete an die Wand bringen

Verteilen Sie den Kleister gleichmäßig auf die bereitgelegte Tapetenbahn und legen Sie diese von oben gerade an die Wand. Am besten funktioniert das, wenn Sie sich helfen lassen. Drücken Sie die Tapete gut an und wiederholen Sie diesen Schritt so lange, bis Ihre Wand fertig tapeziert ist. Jetzt müssen die Tapeten nur noch vollständig trocknen. In der Zwischenzeit können Sie sich mit einem kühlen Getränk oder einem leckeren Essen belohnen. Sie haben es geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

Tapezieren leicht gemacht – Tipps und Tricks

Bilder:
Titelbild – Urheberrecht: poznyakov / 123RF Stockfoto
Tapetenarten – Urheberrecht: rosipro / 123RF Stockfoto
richtig Tapezieren – Urheberrecht: maktatiana / 123RF Stockfoto
Tapeten anbringen – Urheberrecht: maktatiana / 123RF Stockfoto

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