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Richtig sitzen – Tipps für eine gesunde Sitzhaltung
© Nils Warkentin - Fotolia.com

Richtig sitzen – Tipps für eine gesunde Sitzhaltung

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Der achtstündige Bürojob ist sicherlich die bekannteste Problematik, wenn es um schmerzhafte Beschwerden im Rückenbereich geht. Nicht immer ist es möglich, eine gesunde Sitzhaltung einzunehmen. Doch es ist sehr wesentlich, dass Sie so weit wie möglich versuchen, richtig zu sitzen. Denn wenn Sie eine möglichst gute Sitzhaltung einnehmen, dann können Sie Ihren Rücken deutlich entlasten. So vermeiden Sie nicht nur quälende Rückenschmerzen, sondern beugen oftmals schlimmen Folgen vor, die bei einer schlechten Sitzposition früher oder später vorprogrammiert sind. In diesem Rategeber können Sie erfahren, wie Sie gesund sitzen und sich so die Qualen ersparen.

Warum die Sitzposition so wichtig ist

Gerade wenn Sie viel am Schreibtisch sitzen, kann das schnell Folgen nach sich ziehen. Die menschliche Anatomie sieht es nicht vor, dass der Körper dauerhaft in einer sitzenden Position verweilt. Genau deshalb sollten Sie auch viel Bewegung in Ihren Alltag einbauen und Ihre Sitzhaltung kontinuierlich verändern. Variieren Sie nicht nur die Haltung, die Sie am Schreibtisch einnehmen, sondern, stehen Sie hin und wieder auf und gehen ein paar Schritte. Somit schaffen Sie bereits eine wichtige Basis, dass sich Ihr Rücken nicht schmerzhaft verspannt und Ihnen so den Arbeitsalltag zum echten Spießrutenlauf macht.

Wichtige Regeln für die richtige Haltung

  • Stellen Sie Ihren Monitor rund 50 bis 70 Zentimeter von Ihrem Gesicht auf. Beachten Sie, dass Sie idealerweise von oben nach unten blicken müssen. Dadurch nehmen Sie automatisch eine schonende Haltung ein.
  • Insbesondere Frauen schlagen die Beine gerne übereinander – das ist jedoch keinesfalls sinnvoll. Diese Haltung belastet die Hüfte ungemein.
  • Die Wirbelsäule sollte gerade sein – am besten werden Rücken-und Bauchmuskeln identisch stark beansprucht.
  • Die richtige Sitzhöhe ermitteln Sie durch Ihre Arme. Wenn die Unterarme bequem auf dem Tisch aufliegen und die Schultern nicht verspannen, dann stimmt alles.
  • Der Kopf ist ebenfalls sehr wichtig. Versuchen Sie, Ihre Halswirbelsäule so zu positionieren, dass Sie ein leichtes Doppelkinn machen. Damit ist Ihr Kopf in der richtigen Position und entlastet den Rückenbereich.
  • Als kleinen Helfer können Sie einen Sitzkeil nutzen. Die Sitzfläche wird damit leicht nach oben verlegt und die Haltung vermeidet einen Rundrücken.
  • Bei der Sitzhöhe beachten Sie außerdem, dass Ihre Beine flach auf dem Boden stehen können.

Bewegung einbauen und Haltungswechsel beachten

Wie schon erwähnt ist das sitzen allgemein nicht besonders gut für unseren Körper. Selbst eine vollkommen gesunde Grundposition kann zur Belastung werden, wenn Sie so verharren. Bei längerem Sitzen müssen Sie insbesondere auf Haltungswechsel bauen. Nach einer Weile in einer schonenden Sitzhaltung dürfen Sie auch gerne in den Stuhl lümmeln – dies entlastet die Bandscheiben deutlich. Je öfter Sie sich bewegen, umso eher vermeiden Sie Abnutzungserscheinungen. Strecken Sie sich hin und wieder oder gehen Sie ein paar Schritte, damit Ihr Körper sich nicht an die Sitzhaltung gewöhnt.

Die richtige Grundlage nutzen

Die beste Sitzhaltung nutzt Ihnen gar nichts, wenn Sie auf einem minderwertigen Bürostuhl sitzen. Achten Sie unbedingt auf hochwertige Sitzmöbel, die so manchen Haltungswechsel begünstigen. Dafür bieten sich dynamische Modelle an, denn diese folgen der Position des Körpers und passen sich immer wieder an. Auch Entlastungsvorrichtungen können eine sehr effektive Bereicherung darstellen. Bestens schützen können Sie sich mit einem Stuhl, der sowohl bei Rückenlehne, Lendenstütze und Armlehne individuell steuerbar ist. Als Erweiterung können Sie auf spezielles Zubehör für den Bürostuhl setzen. Hochwertige Sitzkeile und andere Helfer sind bestens dazu geeignet, dass Sie im Handumdrehen eine gesunde Sitzhaltung einnehmen und Ihren Rücken so nachhaltig entlasten können.

So finden Sie heraus ob Sie richtig sitzen

  • Bauen Sie die oben beschriebene aufrechte Sitzhaltung auf und legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch, während Sie die andere zu Ihrem Rücken führen.
  • Kippen Sie den Oberkörper zuerst nach vorne und dann nach hinten. Sobald Sie nach vorne kippen, sollten sich Ihre Rückenmuskeln deutlich anspannen. Beim Kippen nach hinten sind es die Bauchmuskeln, die weitaus mehr arbeiten.
  • Versuchen Sie mit dieser Bewegung herauszufinden, wo sich die ideale Mittel befindet. Dabei handelt es sich um die Sitzhaltung, bei denen Rücken- und Bauchmuskeln gleichmäßig angespannt sind.

Sollten sich längerfristige Rückenschmerzen einstellen, ist ein Besuch beim Arzt unerlässlich. Nehmen Sie das keinesfalls auf die leichte Schulter!

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