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Osteopathie als sinnvolle Ergänzung der Schulmedizin

Osteopathie als sinnvolle Ergänzung der Schulmedizin

Geraten Körper, Geist und Seele aus dem Gleichgewicht, versucht der menschliche Organismus durch Selbstheilung wieder in Harmonie herzustellen. Gelingt ihm das nicht, äußert sich dies in Beschwerden. An diesem Punkt setzt die Osteopathie an. Sie gilt als wichtige Ergänzung zur Schulmedizin, obwohl die Therapeuten lediglich mit ihren Händen diagnostizieren und arbeiten. Daher suchen immer mehr Fachärzte die Kooperation mit Osteopathen.

Der Körper als Einheit

Das Grundverständnis der Osteopathie sieht den Menschen als Ganzes. Nur wenn alle Strukturen des Körpers reibungslos zusammenarbeiten, ist der Mensch gesund. In der Regel führt der Therapeut die Diagnose zunächst durch eine ausführliche Anamnese sowie durch eine Palpation durch. Dies bedeutet, er erspürt die einzelnen Gewebeschichten mit den Händen und ertastet dort befindliche Verspannungen. Die Behandlung selbst findet in mehreren Sitzungen statt, die im einzelnen ca. 30 bis 50 Minuten andauern. Da die Osteopathie kein Bestandteil der Regelversorgung gesetzlicher Krankenkassen ist, übernehmen nur ausgewählte Krankenkassen die Kosten bzw. eine Teilkostenerstattung. Genauere Infos dazu finden Sie auf www.viactiv.de. Diese Krankenkasse unterstützt beispielsweise die sanfte Heilmethode der Osteopathie und betont dabei, dass sogar Sportler wie Christoph Metzelder darauf vertrauen. Nahezu alle medizinischen Bereiche können interdisziplinär mit der Osteopathie behandelt werden, sofern eine funktionelle Störung zugrunde liegt. Da die Heilkunde der Osteopatie ausgesprochen sanft vorgeht, findet sie sogar bei Babys und Kleinkindern Anwendung.

Die Behandlung des Patienten in seiner Gesamtheit

Ein Osteopath behandelt niemals nur einzelne Beschwerden oder gar separate Krankheiten. Der Patient wird als Gesamtheit betrachtet und untersucht. Dafür folgt der Therapeut den sogenannten Faszien. Diese Bindegewebshüllen stellen den Zusammenhang aller Strukturen im Körper dar. Zugehörig sind etwa die Organe, Knochen, Sehnen und Muskeln. Liegt eine Bewegungseinschränkung einzelner Organsysteme, von Gewebestrukturen oder Körperteilen vor, kann dies der Osteopath allein mit seinen Händen ertasten. Jene somatischen Dysfunktionen behebt er dann durch äußerst sanften Druck auf bestimmte Punkte. Dabei kommt es vor, dass er die Ursachen für diverse Beschwerden in völlig anderen Körperregionen findet, als diese in Erscheinung treten. Denn die vielseitigen Strukturen des menschlichen Körpers stehen immer direkt oder indirekt in Zusammenhang. Ziel ist es, die Dynamik in allen Körperbereichen wieder reibungslos herzustellen und damit die natürlichen Selbstheilungskräfte anzuregen. Bereits nach 4 Sitzungen sollte der Patient eine Verbesserung verspüren. Bis zu diesem Punkt kann jedoch zunächst sogar eine sogenannte Erstverschlechterung eintreten. In Deutschland wird die Osteopathie seit den 1950er Jahren von einzelnen Ärzten und Heilpraktikern erfolgreich praktiziert. Seit Ende der 80er Jahre ist die Heilkunde weit verbreitet und wird sehr gern bei Beschwerden wie Sportverletzungen, Gelenk- und Rückenproblemen sowie bei Kopfschmerzen eingesetzt.

Fazit: Die Osteopathie wird von Ärzten und Heilpraktikern als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin angesehen. Speziell ausgebildete Therapeuten führen Anamnese und Palpation allein mit ihren Händen durch. Der Körper wird als Einheit betrachtet und somatische Dysfunktionen in mehreren Behandlungsschritten behoben. Es empfiehlt sich, nach einer Kosten- bzw. Teilkostenerstattung bei der Krankenkasse zu fragen, denn die Osteopathie ist kein Grundbestandteil der Regelversorgung gesetzlicher Krankenkassen.

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