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Motten im Kleiderschrank – was hilft dagegen?
© Ingo Bartussek - Fotolia.com

Motten im Kleiderschrank – was hilft dagegen?

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Schädlinge kommen – sehr zu unserem Leidwesen – mitunter im ganzen Haus vor. Wenn Sie in Ihrem Kleiderschrank Kleidungsstücke mit kleinen Löchern entdecken, könnte es durchaus sein, dass diese von Motten verursacht wurden. Sehr ärgerlich, denn wer zieht schon gerne gelöcherte Kleider an? Diese kleinen gefräßigen Biester lieben vor allem Wolle und getragene Textilien und wenn sie erst mal in den Kleiderschrank eingezogen sind, sollten Sie ihnen den Kampf ansagen, bevor sie noch mehr Schaden anrichten.

Woran erkennt man Mottenbefall?

  • An kleinen unregelmäßigen Löchern in der Kleidung
  • An Gespinsten auf Textilien
  • An herumfliegenden Tieren
  • An toten Tieren, die irgendwo liegen

Motten im Kleiderschrank bekämpfen

Die Kleidung ist befallen? Dann wird es Zeit, zu handeln. Zuerst sollten Sie den Kleiderschrank komplett leeräumen und gut reinigen. Denn Motten legen ihre Eier gerne in Ritzen, das bedeutet dass Sie auf diese ein besonderes Augenmerk legen und sie gründlich aussaugen sollten. Den Staubsaugerbeutel nach dem Saugen am besten entfernen und im Müll entsorgen. Die Kleidungsstücke, die im Schrank waren, sollten gründlich auf Befall untersucht und im Zweifelsfall so heiß wie möglich gewaschen werden. Allerdings werden die Larven erst bei Temperaturen über 80°C zerstört, daher können Sie alternativ betroffene Textilien auch eine Woche lang einfrieren.

Möglicherweise befinden sich dann aber immer noch Eier in den Ritzen, die schwer zugänglich sind. Um sicher zu gehen, dass wirklich alles entfernt wurde, gibt es die Möglichkeit, im Handel spezielle Pheromonfallen zu kaufen. Diese enthalten Sexuallockstoffe, von der sich die männlichen Motten angezogen fühlen und dann darauf kleben bleiben. Den Weibchen fehlt dann der Sexualpartner zum Vermehren. Hier brauchen Sie allerdings etwas Geduld, da es bis zu 6 Wochen dauern kann, bis alle Männchen daran kleben. Außerdem sollte das Fenster nicht zu oft geöffnet werden, da sonst womöglich neue Motten von außen angelockt werden. Hier noch einmal die wichtigsten Tipps zur Bekämpfung:

  • Den Kleiderschrank komplett leeren und gründlich reinigen
  • Vor allem die Ritzen aussaugen und den Staubsaugerbeutel danach entsorgen
  • Kleidungsstücke auf Befall untersuchen und heiß waschen oder einfrieren (wenn dies nicht möglich ist, wenigstens eine normale Wäsche durchführen)
  • Pheromonfallen nutzen
  • Fenster nicht zu häufig öffnen, um keine neuen Motten anzulocken

Motten bekämpfen mit Schlupfwespen

Sehr umweltfreundlich und effektiv ist die Bekämpfung mit Schlupfwespen. Erhältlich sind diese im Internet und die winzigen, für den Menschen nicht sichtbaren und völlig harmlosen Tiere ernähren sich von den Eiern der Motte. Sind die Schlupfwespen geschlüpft und haben alle Eier weggefressen, ziehen sie sich von alleine zurück. Eine sehr einfache und vor allem effektive Methode.

Motten vorbeugen – aber wie?

Motten lieben Hautschuppen, Schweiß und Haare und da diese sich ausschließlich auf getragenen Kleidern befinden, sollte grundsätzlich nur Gewaschenes in den Schrank gehängt werden. Getragene oder schmutzige Wäsche also nicht in den Schrank zurückhängen sondern immer vorher waschen oder reinigen. Gute und teure Kleidungsstücke sollten Sie zum Schutz vor Mottenfraß in Papier- oder Plastikfolien einwickeln. Es gibt im Handel auch spezielle Kleiderbeutel, die verschließbar sind. Außerdem hassen Kleidermotten bekanntlich Zedern- und Lavendelgeruch. Daher ist ein Lavendelsäckchen oder ein Stückchen Zedernholz im Schrank optimal zur Mottenabwehr. Da der Geruch aber relativ schnell verflogen ist, sollten Sie das Holz oder den Lavendel alle paar Wochen bis Monate auswechseln. Weiterhin sollten die Kleider trocken und kühl gelagert werden und auch Fliegengitter an den Fenstern tragen dazu bei, Motten abzuhalten.

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