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Klassisch, praktisch oder modern:  Verschiedene Gartenhausdächer nach Geschmack und Bedarf

Klassisch, praktisch oder modern: Verschiedene Gartenhausdächer nach Geschmack und Bedarf

Deutschlands Gärten sind so verschieden und charakterlich vielseitig wie die Menschen, die sie pflegen und hegen. Ein praktisches Gartenhäuschen dient nicht nur als Aufbewahrungsort für Gartenarbeitsgeräte, Möbel oder Erdsäcke, vielmehr ist es auch ein kleines architektonisches Highlight in Anlehnung auf das eigentliche Eigenheim. Je nach Geschmack und Verwendungszweck unterschieden sich diese im Grundriss, Fertigungsmaterial und den Dachaufbauten. Das hat nicht nur optische und persönliche Geschmacksgründe, vielmehr halten verschiedene Dacharten auch unterschiedlich Wind und Wetter stand.

Satteldach: praktisch und beliebt

Der Klassiker unter den Gartenhäuschen besticht durch eine rechteckige Form und einem passenen Satteldach. Bezeichnend für diesen Haustyp sind die gleichförmigen Dachschrägen, die zum Dachfirst ansteigen und je nach Bauhöhe mit einem entsprechenden Neigungswinkel abschließen. Diese Dachform ermöglicht das Abfließen von Regen, auch Blätter und Astwerk finden bei dieser Dachart kaum Halt. Bei starkem Wind wirkt die Schräge vorteilhaft, Böen haben weniger Angriffsfläche, beziehungsweise werden optimal absorbiert. Bei der Dacheindeckung sollte auf die Statik und das tragende Bauwerk geachtet werden. Dachpappe ist leicht und relativ einfach anzubringen. Wer sein Gartenhäuschen gerne in Anlehnung an das Wohnhaus gestalten und daran anpassen möchte, der nutzt selbige Dachziegel, Achtung bei der Dachschräge und dem Gewicht der Schindeln. Aufgrund der tragenden Last ist ein Fundament ratsam. Dieses schützt vor Witterungseinflüssen von unten und bringt Stabilität.

Einen umfassenden Vergleich der Dachtypen sollten all diejenigen durchführen, die etwas anderes wünschen als das klassische Satteldach. Hauptsächlich werden aus acht unterschiedlichen Dacharten unterschieden:

  • Satteldach – der Klassiker
  • Flachdach – voll im Trend, für das moderne Gartenhäuschen
  • Mansarddach – für den gehobenen Geschmack und Liebhaber des Barock
  • Pultdach – einseitig abgeschrägt und aktuell sehr beliebt
  • Stufendach – durch unterschiedliche Schrägen extravagant und individuell
  • Tonnendach – runde Dachform bringt Feng-Shui in den Garten und wirkt natürlich
  • Walmdach – Dachschrägen in alle vier Himmelsrichtungen bringen bei rechteckigen Gartenhäuschen Stabilität und Wetterschutz
  • Zeltdach – Ebenfalls eine in alle vier Himmelsrichtungen auslaufende Dachform mit symmetrischer Bauweise.

Wer im Vorfeld plant und sich informiert, hat länger Freude am Gartenhäuschen

Die genannten Dacharten sind nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ein primärer Grund für das jeweilige Dach beschreibt die allgemeine vorwiegende Wetterlage. Dabei ist Ausrichtung des Gartenhäuschens zu beachten. Wo scheint die Sonne und wo bleibt auch tagsüber viel Schatten? Welche Seite ist die Windseite und wie stark sind diese Einflüsse? Das Dach bietet eine große Angriffsfläche, wenn diese durch einen Dachfirst oder im Fall von Walmdach und Zeltdach durch mehrere Flächen unterbrochen wird, dann sinkt auch Gefahr bei Stürmen, der Wind kann besser abgeleitet werden. Besonders bei Gartenhäuschen mit vielen Schrägen, unterschiedlichen Dachwinkeln und Dachflächen, ist die Abdichtung von Fugen wichtig. Andernfalls kann Feuchtigkeit eindringen, sich im Inneren stauen und das Baumaterial beschädigen.

Das Dach begrünen und natürliche Vorteile nutzen

Flachdächer und Pultdächer bieten einen gradlinigen optischen Anreiz. Ein Vorteil dieser großflächigen Bebauung ist die Möglichkeit, das Dach zu begrünen und somit auch einen klimaoptimierten Aspekt zu berücksichtigen. Im Sommer wirkt die Bepflanzung kühlend, im Winter wärmedämmend. Diese Klimaregulierung ermöglicht eine verbesserte Innentemperatur, die sogar das Bewohnen des Gartenhäuschens interessant und möglich macht. So entsteht zusätzlicher Platz als Gästebereich oder Arbeitsraum.

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