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Hangsicherung im Garten: So einfach lässt sich ein Hang vor Erosion schützen

Hangsicherung im Garten: So einfach lässt sich ein Hang vor Erosion schützen

Jedes Grundstück ist anders beschaffen. Oftmals bilden Hänge und Böschungen die Hauptschwierigkeiten bei der Gartengestaltung. Sie erodieren besonders leicht, da herabfließendes Wasser oberflächlich Material davon schwemmt oder der Wind lockere Erde abträgt und umlagert. Um Hänge sinnvoll nutzen zu können und vor ungewollter Erosion zu schützen, haben sich Böschungsmatten etabliert.

Böschungsmatten mit Rasenwuchs

In aller Regel entstehen künstlich geschaffene Böschungen beim Bau eines Gebäudes, indem etwa von der Terrasse ein relativ steiler Böschungswinkel in Richtung des Gartens gewählt wird. Bauherren entscheiden sich oftmals zu Böschungen, da sie so wenig wie möglich Gartenfläche verlieren möchten. Um eine durch die Witterung entstehende oberflächliche Bodenerosion dieser mitunter steilen Hänge zu verhindern, haben sich Böschungsmatten bewährt. Neuere Modelle, wie die von Virens, gibt es unterdessen sogar als vorbesäte Geomatte zu kaufen. Neigungen bis zu 75° lassen sich mit den Matten stabilisieren. Binnen weniger Wochen wächst ein üppiger tief wurzelnder Rasen, der mit seinem Wurzelwerk die Zugspannung der oberen Bodenschicht aufnimmt. Das komplett biologisch abbaubare Flies bietet vom Moment der Verlegung an natürlichen Schutz gegen Oberflächenerosion. Da die Böschungsmatten grün sind, überzeugen sie auch ästhetisch von der ersten Minute an.

Böschungsmatten mit Pflanzlöchern

Gerade schwer zugängliche Böschungen werden gern mit Bodendeckern bepflanzt. Auch hierfür gibt es eine große Auswahl an Böschungsmatten. Mit kreuzförmigen Pflanzlochschnitt lassen sich auch in schwierigsten Lagen Böschungen begrünen, die nicht mit dem Rasentrimmer gepflegt werden müssen. Oftmals bestehen diese Matten aus Kokos, Jute oder sogar Stroh bzw. Heu und halten etwa drei bis fünf Jahre, bevor sie verrotten. Bis dahin hat sich das Wurzelwerk der Pflanzen stark entwickelt. Es verankert von nun an den Boden und schützt ganz natürlich vor ungewollter Erosion. Eine Sonderform der Böschungsmatten sind Mulchmatten, welche auf ihrer Unterseite eine semipermeable Polypropylenfolie besitzen. Diese lässt Wasser in den Boden hindurch, verhindert aber, das Unkraut durch das Mulch in Richtung des Lichts wachsen kann.

Auch für Hobbygärtner einfach zu verlegen

Biologisch abbaubare Böschungsmatten finden bereits seit vielen Jahren erfolgreich Anwendung in der Landschaftsarchitektur oder dem Straßenbau. Die teils vorbesäten Geomatten keimen schnell und bieten Schutz vor Unkraut oder Vogelfraß. Moderne Matten wiegen nur etwa 20 kg auf 100 m² und lassen sich somit auch unkompliziert im Privatgarten einsetzen. Die Matten werden senkrecht zur Böschungsneigung, von der Hauptwindrichtung abgewandt verlegt und überlappen sich in den Längs- und Querstößen nur etwa 10-20 cm. Damit die Matten bis zur Durchwurzelung fixiert bleiben, sind Bodenanker erforderlich. Diese bestehen entweder aus U-förmigen Stahlbügeln oder aus Holzpflöcken. Für letztere verwendet man aufgrund ihrer Beschaffenheit im Idealfall Buchenholz.

Fazit: Sichert man Böschungen nicht, werden Wind und Regen die Erde bzw. Substrate erodieren. Die Böschung würde in Folge destabilisiert werden. Um dies zu verhindern, setzt man sogenannte Böschungsmatten ein. Diese gibt es unterdessen auch als vollständig biologisch abbaubare, vorbesäte Variante mit tief wurzelndem Rasen zu erstehen.

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