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Fake-News: die gezielte Manipulation von Menschen

Fake-News: die gezielte Manipulation von Menschen

Immer auf dem Laufenden sein, die neuesten Nachrichten und Informationen stets sofort erfahren: das Internet und soziale Medien machen es möglich. In der Theorie scheint es eine ideale Möglichkeit zu sein, aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten zu konsumieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Doch was geschieht, wenn der Wahrheitsgehalt der News auf Fehlinformationen oder gar auf Lügen beruht. Fake-News sind für den User mitunter schwer zu erkennen, daher geht von ihnen eine besondere Gefahr der Manipulation von Menschen aus.

Betrügereien verfälschen die Realität: Gründe für das Verbreiten von Fake-News

War bei einem namhaften Hersteller von Hundefutter nun erneut ein Plastikteil im Produkt gefunden worden, oder nicht? Hat der Papst tatsächlich Trumps Wahlkampf unterstützt oder war auch dies ein Lügenmärchen? Die Verbreitung von Informationen im Netz erfolgt mit atemberaubender Geschwindigkeit. Dass solche News Stimmung machen können, ist für jeden User nachvollziehbar. Mit einem Klick werden die reißerischen Schlagzeilen „geliked“ und weitergeleitet: ob der Inhalt im realen Leben tatsächlich der Wahrheit entspricht oder nicht, kann oftmals nur schwer nachvollzogen werden. Die Worte Fake, aus dem Englischen „gefälscht“ und News für „Nachrichten“ treffen es recht gut. Nicht wenige Headlines, die in den sozialen Medien oder dem Word Wide Web unterwegs sind, basieren auf frei erfunden Beiträgen. Die Gründe dafür erweisen sich als vielseitig. Allem voran jedoch steht die Meinungsbildung der User. Gefälschte Videos, Beiträge oder Meldungen beeinflussen den Leser oder Zuschauer und damit auch sein Verhalten. Besonders im Wahlkampf oder anderweitig auf politischer Bühne kann dies für Zündstoff sorgen. Doch auch Markenhersteller werden durch Fake-News kompromittiert, der Kampf unter den Konkurrenten ist unerbittlich. Zu guter Letzt profitieren selbstredend die Ersteller der Fake-News von den Werbeeinnahmen, welche durch die oft geklickten Lügenmärchen generiert werden.

Fake-News erkennen: kein einfaches Unterfangen

Wurde früher noch an der Ecke oder beim Bäcker der neueste Tratsch ausgetauscht, bietet das Internet heute ganz neue Möglichkeiten. Dem Drang, Informationen ohne Prüfung der Fakten weiter zu verbreiten, folgen unzählige Nutzer. Doch allein das Verbreiten von Fake-News kann nach §186 BGB als üble Nachrede geahndet werden. Die Bundeszentrale für politische Bildung rät daher den Usern zu prüfen, ob die Information aus einer zuverlässigen Quelle stammt. Wie ist die Meldung inhaltlich aufgebaut? Wurden sachlich Inhalte vermittelt oder fand eine Meinungsäußerung statt? Wenn Zitate enthalten sind, sollten die Leser oder Zuschauer prüfen, ob diese mit einer Quellenangabe versehen wurden. Eine kritische Prüfung der Beiträge sei daher allen Nutzern sozialer Medien angeraten. Zudem haben aufmerksame Bürger seit April 2017 die Möglichkeit, das Portal „Faktenfinder“ auf der Domain von tagesschau.de zum Check des Wahrheitsgehaltes von Meldungen heranzuziehen.

Fazit: Fake-News dienen nicht selten politischen Zwecken, doch auch finanzielle Anreize veranlassen Betrüger dazu, Falschmeldungen zu verbreiten. Entweder kommt es zu Cybermobbing oder einer gezielten Meinungsbeeinflussung durch Lügenmärchen. Verantwortungsvolle Nutzer hinterfragen reißerische Beiträge am besten immer kritisch, prüfen Quellen und „liken“ im Zweifelsfall lieber einmal weniger eine dubiose Meldung. Hilfestellung zur Überprüfung von Fakten liefert u.a. das Portal „Faktenfinder“ auf der Domain von tagesschau.de.

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