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Ethische Banken versprechen Finanzgeschäfte mit gutem Gewissen

Ethische Banken versprechen Finanzgeschäfte mit gutem Gewissen

Natürlich möchte jeder Sparer, der sein Geld zur Bank trägt, dass seine Anlagen Früchte in Form von Zinsen tragen. Wer jedoch nicht gezielt in bestimmte Aktien investiert, weiß in den seltenen Fällen, was die Banken mit dem Geld machen. Womöglich werden damit Investitionen in korrupte Länder, ausbeuterische Firmen oder Umweltzerstörer finanziert. Eine Alternative aus diesem Dilemma bieten sogenannte ethische Banken.

Mit der Geldanlage bei ethischen Banken Gutes tun

Der Ruf der Großbanken hat in den letzten Jahren enormen Schaden gelitten. Eine Studie ergab, dass nur noch 27 Prozent der Privatanleger ihrem Bankberater vertrauen. Besonders betroffen ist die Deutsche Bank, bei der nur 11 % der Kunden als treue Fans mit hoher emotionaler Bindung gelten.

Die Gründe sind vielfältig und reichen vom Ärger über die maßlose Gier der Banker nach millionenschweren Boni bis zu Spekulationen mit Nahrungsmitteln oder Investitionen in Firmen, die den Raubbau an der Natur vorantreiben und ihre Arbeiter ausbeuten.

Dem Ärger der Privatanleger bieten ethisch-ökologische Direktbanken wie die Ethikbank eine willkommene Alternative. Diese Banken beziehen klare Position und werben mit vollständiger Transparenz. Anleger wissen ganz genau, was mit Ihrem Geld geschieht – und dass sie dabei noch etwas Gutes tun.

Windkraft statt Atomenergie

Ethische Banken folgen bei ihrer Anlagepolitik bestimmten Negativ- und Positivkriterien. Zu den Negativkritiken gehören beispielsweise die Waffenherstellung, die Verwendung von Gentechnik oder das Betreiben von Atom- und Kohlekraftwerken oder von Fracking. Auch Kinderarbeit, Tierversuche und Korruption sind tabu. Stattdessen wird ausschließlich in Unternehmen und Staaten investiert, die sich für den Umweltschutz, Gleichberechtigung und Weiterbildung einsetzen. Privatkunden können zusätzlich verschiedene andere Projekte unterstützen, zum Beispiel Frauen- und Umweltprojekte in der dritten Welt.

Bei den ethischen Banken handelt es sich in der Regel um Direktbanken mit umfangreicher Angebotspalette von der Führung eines Girokontos über Anlagemöglichkeiten bis zur Vergabe von Immobilienkrediten. Die Ethikbank gehört beispielsweise zur Volksbank Eisenberg eG, sodass Kunden die rund 18.000 Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland kostenlos nutzen können. Zugleich sind die Einlagen über den Sicherungsfonds der Volks- und Raiffeisenbanken vor einer Pleite geschützt.

Wer sich für ein Konto und eine Geldanlage bei einer der ethischen Banken entscheidet, hat also gegenüber den Kunden der Großbanken keinerlei Nachteile, genießt jedoch das gute Gefühl, mit dem eigenen Geld etwas Gutes zu tun und Nachhaltigkeit zu fördern, statt die Gier der Großbankern.

Bild: © istock.com/PeopleImages

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