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Erkältungsmythen: was stimmt wirklich?

Erkältungsmythen: was stimmt wirklich?

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten leiden wir häufig unter Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen. Dies liegt mitunter an der trockenen Heizungsluft und dem nasskalten Wetter, wodurch unsere Schleimhäute austrocknen und angreifbar für Viren werden. Durch die Erkältung fühlt man sich schlapp und will das Bett nicht mehr verlassen. Doch ist eine dauerhafte Bettruhe das Richtige, um eine Erkältung zu bekämpfen? Diesen und weitere Erkältungsmythen haben wir hier für Sie aufgeklärt.

Erkältungsmythos eins: Antibiotikum hilft bei einer Erkältung

Ein Irrglaube, der leider immer noch sehr oft zu hören ist. Doch das Antibiotikum, hilft nur bei bakteriellen Infektionen und da eine Erkältung durch Viren ausgelöst wird, sollte hierbei unbedingt  darauf verzichtet werden. Eine unnötige Einnahme von einem Antibiotikum bringt nicht nur keine Besserung, sondern kann auch zur Bildung von resistenten Bakterien führen. Die Folge: Das Antibiotikum zeigt auch bei einer tatsächlichen bakteriellen Infektion keine Wirkung mehr. Greifen Sie bei einer Erkältung lieber zu anderen Hilfsmitteln, um Folgeprobleme zu vermeiden.

Erkältungsmythos zwei: Medikamente helfen besser als Hausmittel

Wenn das Kratzen im Hals anfängt und die Nase kribbelt, steht vermutlich eine Erkältung vor der Tür. Diese wollen die meisten Menschen soweit es geht verhindern. Was viele Personen glauben: Eine Erkältung abwehren – das geht nur mit Medikamenten. Doch das ist nicht richtig! Unter den Erkältungsmythen ist dieser zwar weit verbreitet, allerdings hat es sich bewährt, dass Hausmittel, vor allem bei den Frühsymptomen einer Erkältung, eine ausreichende Wirkung zeigen. Verschlimmern sich die Beschwerden jedoch, sollte auf Medikamente zurückgegriffen werden. Dies lässt man am besten von einem Arzt abklären.

Erkältungsmythos drei: Bei einer Erkältung ist immer Bettruhe angesagt!

Dieser Mythos zur Behandlung einer Erkältung ist teilweise richtig. Wenn Fieber ein Begleitsymptom ist, sollten Sie im Bett bleiben und dort die Erkrankung auskurieren. Als natürliche Abwehrreaktion unseres Körpers, bekämpft es durch die erhöhte Temperatur die Krankheitserreger. Allerdings fühlen wir uns dabei oft geschwächt, weswegen es besser ist, sich Ruhe zu gönnen. Doch bleibt es bei Husten, Schnupfen und Halsbeschwerden, ist es ratsam kurze Spaziergänge an der frischen Luft einzuplanen. Die Abwechslung zur trockenen Heizungsluft ist gut für die Schleimhäute und durch die Bewegung wird unser Immunsystem gestärkt. Jedoch gilt immer: Tun Sie das, womit Sie sich wohlfühlen, um bald wieder gesund zu werden.

Erkältungsmythos vier: Zwiebeln lindern Erkältungssymptome

Omas bekanntestes Hausmittel bei Ohrenschmerzen: Zwiebelscheiben in ein Tuch wickeln und auf die Ohren legen. Sie glauben dies ist einer der Erkältungsmythen, der nur noch durchgeführt wird, weil Oma darauf schwört? Dann liegen Sie falsch, denn auch aus medizinischer Sicht haben Zwiebeln eine gesundheitsfördernde Wirkung. Durch die enthaltenen ätherischen Öle wirken sie antibakteriell und entzündungshemmend. Nicht nur bei Ohrenschmerzen, auch bei Halsschmerzen können Zwiebelwickel die Symptome lindern. Damit der Saft austreten kann, die Zwiebel in Scheiben schneiden und in ein Tuch einwickeln. Den Wickel anschließend auf die entsprechende Stelle legen und wirken lassen.

Erkältungsmythos fünf: Quark senkt Fieber und hilft bei Halsschmerzen

Erkältungsmythos Nummer fünf ist doch nur Quark? Das stimmt nicht, dieses Hausmittel ist tatsächlich ein wahres Wundermittel! Es wirkt entzündungshemmend, abschwellend und lindert durch seine kühlende Wirkung die Schmerzen. Gerade bei Halsbeschwerden sollten Sie auf Quarkwickel setzen. Dafür wird Quark auf ein Tuch aufgetragen, welches dann zusammengewickelt auf den Hals aufgelegt wird. Ein weiterer Tipp: Quark hilft nicht nur bei Erkältungen. Durch seine spezielle kühlende und abschwellende Wirkung, kann er auch bei Prellungen, einem Sonnenbrand oder Insektenstichen angewandt werden.

Erkältungsmythos sechs: Alkohol wirkt desinfizierend

Das reden wir uns natürlich gerne ein, um eine Ausrede für das Gläschen Wein am Abend zu haben. Doch leider ist Alkohol eher schlecht für den Körper, vor allem wenn wir krank sind. Er schwächt unser Immunsystem indem er die Zahl unserer weißen Blutkörperchen herabsetzt und entzieht unserem Körper Wasser, wodurch die Heilung eher verlangsamt wird. Ein warmes (am besten alkoholfreies) Bier am Abend wirkt allerdings sehr gut, um eine Erkältung zu bekämpfen. Der enthaltende Hopfen wirkt Schlaf fördernd und das ist bekanntlich die beste Medizin.

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