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Durchfall Hausmittel – was kann ich gegen Durchfall tun?
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Durchfall Hausmittel – was kann ich gegen Durchfall tun?

Wenn es im Bauch rumort, kündigt sich meist ein Durchfall an. Er ist unangenehm und man möchte am liebsten die Toilette gar nicht verlassen. Durchfall kann verschiedenste Ursachen haben, doch in der Regel ist er harmlos. Meistens liegt es einfach an der Ernährung. Fetthaltige Lebensmittel verursachen nicht selten Durchfall. Auch eine Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktoseintoleranz) und anderen Nahrungsmittelbestandsteilen wird meist von Durchfällen begleitet. Hinzu kommen meist noch Übelkeit, Völlegefühl und mitunter auch heftige Blähungen.

Was kann außerdem noch Durchfall verursachen?

Weitere Ursachen können Bakterien, oder Viren sein. Häufig tritt Durchfall im oder nach dem Urlaub auf. Hier tragen in der Regel die Veränderungen in der Nahrung Schuld. Der Besuch in Ländern in Afrika und Südamerika birgt zahlreiche Gefahren, vor allem aus gesundheitlicher Sicht. Erreger im Wasser, in Tieren und Insekten können Erkrankungen verursachen, zu deren Symptomen auch Durchfall zählt. In diesen Fällen sollte ein Arztbesuch erfolgen, bevor man mit Hausmitteln experimentiert.

Hausmittel gegen Durchfall im Überblick

Die wohl gefährlichste Folge eines Durchfalls ist der Verlust von Wasser und Elektrolyten. Besonders wichtig ist daher, dass diese beiden Komponenten dem Erkrankten wieder in ausreichender Menge zugeführt werden. Nachstehend die wichtigsten Lebensmittel und Getränke, die Sie bei Durchfall gut zu sich nehmen können:

  • Äpfel (am besten mit der Schale gerieben)
  • Bananen (gerne auch mit den geriebenen Äpfel mischen)
  • Kräutertees mit Zucker
  • in Salzwasser oder in Brühe gekochte Möhren
  • Traubenzucker zum süßen von Getränken
  • Reis
  • Haferschleim
  • Zwieback
  • Heidelbeertee
  • Tee aus Kamille und Brombeerblätter

Da der Durchfall meist auch von Übelkeit begleitet wird, sollten Sie diesen Umstand beim Reichen von Essbarem beachten. Kleine Mengen sind erlaubt, doch die Zusammensetzung der Lebensmittel sollte im Auge behalten werden. Ist die Übelkeit nicht ganz so schlimm, so können süße Apfelsorten samt Schale fein gerieben, bzw. geraspelt werden. Um eine gute stopfende Wirkung zu erzielen, lohnt es sich, pro Apfel eine halbe Banane unter die geriebene Masse zu mischen. Besonders effizient haben sich gekochte Möhren gezeigt. Damit dem geschwächtem Körper auch Elektrolyte zugeführt werden können, sollten diese in Salzwasser gekocht werden. Statt Salz kann auch Instantbrühe verwendet werden. Im Salzwasser gekochter Reis wirkt auch stopfend und versorgt den Körper zusätzlich mit wertvollen Nährstoffen. Verwenden Sie bei der Zubereitung von Speisen so wenig Fett wie möglich, um den Darm zu schonen.

 

Viel Flüssigkeit ist äußerst wichtig

Es ist überaus wichtig, dass die Betroffenen sehr viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust optimal auszugleichen. Empfohlen werden mindestens 2,5-3 Liter pro Tag. Geeignet sind: stilles Mineralwasser, das es reich an Salzen ist, die der Körper jetzt gut gebrauchen kann. Außerdem eignen sich leicht gezuckerte Kräutertees. Ist der Wasserverlust sehr groß, besteht die Gefahr, dass auch sehr viele Elektrolyte aus dem Körper ausgeschieden werden. Hier bereiten Sie am besten eine Tasse Wasser (heiß) mit einem gehäuften Teelöffel Salz und einem halben Teelöffel Traubenzucker zu. Um dem Getränk etwas Geschmack zu geben, können Sie etwas süßen Fruchtsaft dazugeben. In kleinen Schlucken sollte das Getränk warm, aber nicht mehr heiß getrunken werden. Auch sehr gut geeignet sind Heidelbeertee, sowie ein Tee aus Kamille und Brombeerblättern, zu gleichen Teilen. Es ist wichtig, dass der Erkrankte häufig trinkt. Zu heiß sollten die Getränke allerdings nicht sein.

Cola und Salzstangen? Helfen sie, oder sind sie sogar gefährlich?

Das wohl älteste Hausmittel bei Durchfall besteht aus Cola zusammen mit Salzstangen. Doch die heilende Wirkung ist eher aus der Luft gegriffen. Im Extremfall kann diese Kombination den Durchfall sogar verschlimmern, was nicht wünschenswert wäre. Der Grund liegt darin, dass Cola schlichtweg zu viel Zucker enthält. Die Folge ist: es wird noch mehr Wasser durch den Darm ausgeschieden. Salzstangen wiederum liefern leider nur Kochsalz und selbst das nur in einer sehr geringen Menge. Der Körper verliert aber auch andere Elektrolyte – nicht nur Salz.

Welche Speisen und Getränke sollten Sie meiden?

Fetthaltige Speisen sind bei Durchfall Tabu! Ebenso sollte auf Milch, Milchprodukte, reine Fruchtsäfte, Cola und weitere Limonaden verzichtet werden. Wenn der Durchfall sehr schlimm, bzw. sehr wässrig ist, sollte Sie auf Nahrung zunächst ganz verzichten. Stattdessen lieber viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren.

Was sonst noch hilft?

In der Apotheke sind fertige Elektrolytpulver in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Diese müssen Sie nur noch mit Wasser mischen und trinken. Hält der Durchfall länger als drei Tage an, sollten Sie jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen. In einem solchen Fall könnte der Durchfall nämlich ein Symptom einer schlimmeren Krankheit sein.

Hygiene bei Durchfall

Wenn es möglich ist, sollte der Erkrankte eine Toilette zur Alleinbenutzung haben. Ist das nicht möglich, muss die Toilette nach Benutzung desinfiziert werden. Entsprechende Desinfektionsmittel sind in den Apotheken oder in Drogerien erhältlich. Auch die Hände sollten nach der Toilettennutzung sehr gründlich gewaschen werden. Legen Sie dem Erkrankten ein eigenes Handtuch oder Papiertücher parat. Hier noch einmal die wichtigsten Verhaltensweisen bei Durchfall:

  • 2,5-3 Liter am Tag trinken
  • Tee mit Salz und Traubenzucker bringt fehlende Elektrolyte
  • Cola und Salzstangen sind eher keine Hilfe
  • Fettreiche Lebensmittel und Michprodukte sollten gemieden werden
  • Elektrolytpulver können ebenfalls helfen
  • Hygiene beachten
  • nach allerspätestens 3 Tagen Beschwerden den Arzt aufsuchen

Wer diese Punkte beachtet und in akuten Fällen zum Arzt geht, wird mit einem Durchfall locker fertig und kann schon bald wieder wie gewohnt seinem Leben nachgehen.

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