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Brombeeren schneiden – Tipps und Infos für guten Schnitt
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Brombeeren schneiden – Tipps und Infos für guten Schnitt

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Als Teil der Pflanzengattung Rubus sind Brombeeren klassische Rosengewächse, was sich bei manchen Sorten auch anhand ihrer dornigen Ruten erkennen lässt. Gepflanzt werden Brombeersträucher sehr gerne in heimischen Obstgartenbeeten zusammen mit Himbeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Aus gutem Grund, denn die Ernte ihrer Triebe ist sehr ertragreich und eignen hervorragend zur Herstellung von süßen Desserts und Marmelade.

Bei einer Kultivierung von Brombeeren im Garten ist allerdings darauf zu achten, Ruten und Triebe regelmäßig zu schneiden, damit aus den Sträuchern kein wucherndes Dickicht erwächst. Wann das Zurückschneiden am sinnvollsten ist und wie Sie beim Schneiden am besten vorgehen, erfahren Sie hier.

Besonderheiten der Brombeere

In Wäldern, aber auch in freistehenden Hecken bilden Brombeersträucher ihre Triebe ungehindert und üppig aus. Ruten zu schneiden ist bei einer Unterbringung im Garten demnach unerlässlich, wenn Sie verhindern möchten, dass die Sträucher anderen Gartenpflanzen den Platz wegnehmen. Insgesamt können Brombeeren durch richtiges Schneiden und Ziehen der Triebe eine Wuchshöhe von bis zu 3 Meter erreichen.

Blütenblätter und Früchte bilden Brombeerpflanzen auch mit richtigem Schneiden erst im zweiten Jahr aus. Ihre rosafarbenen Blüten zeigen sich dabei gegen Juni/Juli, verschwinden aber, sobald aus den Fruchtblättern im Juli/August die blauschwarzen Früchte hervor gehen.

Wissenswertes: Irrtümlicherweise werden Brombeeren (Rubus fructicosus) aufgrund ihres Namens oft für eine Beerenart gehalten. Tatsächlich sind sie aber als Sammelsteinfrüchte definiert und daher eher mit Kirschen, denn mit Stachel- oder Johannisbeeren verwandt. Gleiches gilt im Übrigen für Himbeeren (Rubus idaeus), die ebenfalls zu den Rubus Gewächsen gehören.

Vor dem Schneiden – Rankenhilfen für die richtige Pflege von Brombeeren

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Wie viele Rubus Sorten neigen auch Brombeeren zu einem kletternden bzw. kriechenden Wuchs. Aus diesem Grund sollte bei der Pflege der Pflanzen neben dem Schneiden auch an eine robuste Befestigungsmöglichkeit gedacht werden. Ob Sie geeignete Rankenhilfen selbst anfertigen oder in der Gärtnerei bzw. im Baumarkt kaufen, ist unwichtig. Hauptsache ist, dass die Konstruktion dem Brombeerwuchs ausreichenden Halt verleiht.

Bei der Anbringung von Brombeeren am Rankengerüst ist darauf zu achten, neue Ruten, Seitentriebe und alte Triebe von Beginn an räumlich voneinander zu trennen. Nur durch strikte Ordnung der unterschiedlichen Triebgenerationen bewahrt sich die Form der Sträucher und erlaubt neben einer erleichterten Pflege auch unkompliziertes Zurückschneiden und eine ertragreiche Ernte.

Tipp: Zur besseren Einschätzung der Wachstumsphasen vor dem Schneiden von Brombeeren ist es ratsam, einige Messschnüre zwischen den Endpfählen der Rankenhilfe zu spannen. An ihnen lässt sich Jahreszuwachs von Trieben und Ruten zuverlässig ablesen. Auch unterstützten

Brombeeren richtig schneiden – so geht’s

Nicht weniger wichtig als die Pflege von Brombeeren durch Rankenhilfen ist das korrekte Schneiden der Pflanze. Während die Triebe der Sträucher sich in freier Natur ungehindert ausbreiten können, verhält es sich bei einer Zucht im Garten doch etwas anders. Ohne kontinuierliches Schneiden der Brombeerhecken lässt sich dem wuchernden Gestrüpp hier kaum Einhalt gebieten.

Um festzulegen, wie weit Sie Ihre Pflanzen zurückschneiden müssen, ist es zunächst wichtig, die Brombeersorte und deren Besonderheiten zu kennen. So wächst die dornige Sorte Theodor Reimers beispielsweise wesentlich langsamer als ihre dornlosen Geschwister Navaho oder Loch Ness.

Als Faustregel für den richtigen Schnitt gilt: Schneiden Sie alle einjährigen Ruten, die bereits Früchte getragen haben, komplett ab. Pro Jahr kann hierbei ein mehrfacher Schnitt sowie ein gezieltes Ordnen der Neu- und Seitentriebe erforderlich werden, um einen schönen Wuchs zu gewährleisten:

  • Schneiden im Frühjahr – Das erste Schneiden der Brombeeren sollte stets im Frühling erfolgen. Dabei können Sie vor allem die neuen Ruten großzügig abtragen. Wählen sie lediglich sechs bis zehn kräftige Triebe der Pflanzen aus, um sie durch die Drähte bzw. Schnüre der Rankenhilfe zu leiten.
  • Schneiden im Sommer – Zur Überprüfung des Wuchses können Sie Ihre Brombeere im Juli erneut etwas zurückschneiden. Gerade Seitentriebe, die nach dem Frühling schnell gewachsen sind, werden hier bis auf die letzten drei Blätter eingekürzt.
  • Schneiden im Herbst – Ein Schnitt im Herbst, etwa um sommerliche Fruchttriebe ab zu schneiden, ist nur für Regionen mit milden Wintern zu empfehlen. In kälteren Regionen bieten die alten Triebe hingegen zuverlässigen Winterschutz für neue Ruten. Auf ein Schneiden im Herbst ist hier zu verzichten.

Fazit: Das Schneiden von Brombeeren erfordert definitiv ein Auge fürs Detail. Nur der kritische Blick des Gärtners findet sich im dornigen Rutendickicht dieser Pflanzen zurecht und kann Schnitte an den Ruten und Trieben dort ansetzen, wo es nötig ist. Des Weiteren sollten angehende Brombeerzüchter sich dringend eine Rankenhilfe zulegen, um von Beginn an Ordnung im Wuchs ihrer Brombeere halten zu können.

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