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Berufung Fußballschiedsrichter: Tipps und Infos für die sportliche Laufbahn
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Berufung Fußballschiedsrichter: Tipps und Infos für die sportliche Laufbahn

Immer mittendrin und in den entscheidenden Momenten auf der richtigen Position: Fußballschiedsrichter agieren auf dem Spielfeld und verhalten sich unparteiisch, immer im Sinne des Reglements und als durchsetzungsstarke Führungspersönlichkeit. Als Schlüsselposition vermitteln Schiedsrichter in unklaren Situationen und übernehmen Verantwortung, besonders dann, wenn schwierige Aktionen bewertet werden müssen. Die Ausübung dieser sportlichen Tätigkeit ist äußerst interessant, wer sich leidenschaftlich für Fußball interessiert, kann eine professionelle Laufbahn und Karriere planen. Folgende Informationen helfen angehenden Spielleitern beim Start.

Wer Schiedsrichter werden möchte, muss spezielle Anforderungen erfüllen und sich dementsprechend ofiziell ausbilden lassen. Neben Fragen zur Ausbildung suchen Sportinteressenten auch nach Antworten zu Aspekten wie: Mindestalter, Einsatzmöglichkeiten, Ausübungshäufigkeit, Karriere und Entwicklung, Kontakte und Finanzen.

Ab welchem Alter dürfen Schiedsrichter auf dem Platz stehen?

Vom Deutschen Fußball-Bund wird eine Mindestaltersempfehlung von zwölf Jahren ausgegeben. Diese Empfehlung bedeutet auch, dass die Auslegung in den einzelnen Verbänden davon abweichend ausgelegt werden kann. Neben der Altersvoraussetzung müssen sich interessierte Jugendliche als Vereinsmitglied ausweisen können. Die Ausübung als Spielleiter erfordert Engagement und zeitliche Einsatzbereitschaft für mindestens 20 Einsätze im Jahr. Ebenfalls müssen Weiterbildungsangebote zwischen acht bis zwölf Mal jährlich absolviert werden.

Dauer der Ausbildung, Endprüfung und Einsatzentwicklung

Neben der praktischen Teilnahme sieht die Ausbildung auch einen theoretischen Lehranteil vor. Inhaltlich werden dabei grundlegende Fußballregeln vermittelt und  von den Landesverbänden Unterrichtseinheiten vorgegeben. Diese belaufen sich auf bis zu 50 Stunden während eines Ausbildungsblocks, der zwischen zwei und sechs Wochen andauert. Für die Überprüfung der Ausbildungsinhalte werden sowohl Regelfragen als auch praktische, beziehungsweise sportliche Einsätze abgefragt. Für die Bewegungsbeurteilung wird die Durchführung eines Distanzlaufs bewertet. Dafür müssen die Teilnehmer eine festgelegte Entfernung innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe erfüllen.

Nach der Schiedsrichterzulassung werden die Absolventen im Junioren- und Seniorenbetrieb eingesetzt. Diese Spielklassen sollen erste Erfahrungen ermöglichen, weiterhin stehen dabei routinierte Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. In der Folgezeit haben die Schiedsrichter die Möglichkeit innerhalb der Fußballebenen sich zu beweisen und aufzusteigen. Bis zu möglichen Einsätzen in der Deutschen Fußball Bundesliga wird von offizieller Stelle ein Entwicklungszeitraum von sechs bis acht kommuniziert. Die dafür nötige Eignung wird durch spezielle Beobachter attestiert.

Finanzielle Aspekte

Je nach Eignung und Einsatz des Schiedsrichters entwickeln sich auch die finanziellen Möglichkeiten. Dafür erhalten zugelassene Spielleiter Aufwandsentschädigungen. Diese beinhalten die Sportausrüstung und Fahrtkosten zu den Spieleinsätzen. Je nach Spielklasse variieren auch die Entschädigungen für den Spielleitungsbetrieb. Während sich bei den Juniorenklassen der finanzielle Ausgleich auf wenige Euro beziffert, steigt die Abgeltung bei Einsätzen in der 1. Bundesliga bis auf 3800 Euro. Darüber hinaus werden FIFA-Referees mit internationalen Einsätzen mit einem jährlich festgelegten Betrag von 40.000 Euro entlohnt. Schiedsrichterassistenten erhalten ebenfalls finanzielle Ausgleiche, diese werden niedriger beziffert.

Wer sich für die Ausübung als Schiedsrichter berufen fühlt oder Kontakte herstellen möchte, der kann sich bei seinem Verein oder den örtlichen Schiedsrichtergruppen melden und dort Informationen einholen.

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