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Auto verkaufen: So geht’s – und so erhalten Sie das meiste für den Wagen

Auto verkaufen: So geht’s – und so erhalten Sie das meiste für den Wagen

Das Auto ist mit Abstand unser liebstes Fortbewegungsmittel, doch irgendwann kommt der Moment, an dem die Trennung ansteht. Sei es wegen eines neuen Modells, weil der alte zu pflegebedürftig wird oder zu viel Durst hat – die Gründe für einen Autoverkauf sind vielfältig. Wir geben Ihnen Tipps, was Sie beachten müssen und wie Sie am meisten aus dem alten Vehikel holen.

Vor dem Verkauf: Machen Sie den Wagen fit

Wenn es darum geht, das alte Auto zu verkaufen, sollte es, unabhängig von der Art des Verkaufs, fit sein – es sei denn, es handelt sich bereits um einen wirtschaftlichen Totalschaden. Das bedeutet, dass Sie zusehen sollten, dass das Auto zumindest so fit ist, dass es eine Hauptuntersuchung ohne schwere Mängel bestehen würde. Je besser das Fahrzeug beim Verkauf dasteht, umso weniger Kummer bereitet der Verkauf schließlich. Denn Mängel müssen selbst verständlich beim Verkauf mit angegeben werden und die steigern nicht unbedingt den Wert. Allerdings sollte man bei der technischen Aufbereitung auch auf dem Teppich bleiben. Wenn Ihr Auto über 10 Jahre alt ist und irgendwo auf der Kofferraumklappe ein kleiner Rostpickel zu sehen ist, ist das kein Grund, den Wagen neu zu lackieren. Erstens sollte man das wenn überhaupt einen Profi machen lassen, aber zweitens lohnt sich das nur, wenn sich in der Maßnahme eine Wertsteigerung ergibt, die die Investition in die Reparatur (deutlich) übersteigt.

Features bringen Geld, Tuning nicht

Wer sein Auto verkaufen möchte, sollte darauf achten, dass das Fahrzeug möglichst viele innere Werte hat, die man in die Waagschale werfen kann. Günstig ist, wenn das Auto gut ausgestattet ist, am besten, wenn es sich um Features handelt, die sich nachträglich schwer oder gar nicht nachrüsten lassen. Achten Sie beim Verkauf darauf, dass alles funktioniert. Tuning hingegen ist nicht hilfreich. Sie tunen allenfalls für sich selber. Beim optischen Tuning wirkt das Auto schnell wie eine „Bastelbude“, wertvoller werden diejenigen Fahrzeuge, die noch original sind. Weiter gedacht: Ein getuntes Auto wird auch kein H-Kennzeichen erhalten, wenn es das passende Alter hat. Von daher sollte man, wenn man tunt, die Originalteile aufbewahren und bei einem Verkauf dazulegen. Im besten Fall stört den Käufer nicht, was Sie an dem Wagen modifiziert haben.

Wo verkaufen?

Bei einem Autoverkauf hat man mehrere Optionen. Die sicherste Variante ist die Inzahlungnahme bei einem Autohaus. Hier kann man sich fast sicher sein, dass man das alte Fahrzeug loswird. Sicherheit hat in dem Fall aber seinen Preis, denn das Autohaus muss je nach Zustand den Wagen aufbereiten und muss ihn wieder verkaufen – vor allem aber will es ebenfalls mit Gewinn aus der Sache hervorgehen, entsprechend können Sie bei einem Autohaus nicht mit dem Preis rechnen, den Sie auf dem freien Markt bekommen würden. Eine recht neue Variante ist, sein Auto online zu verkaufen. Dafür gibt es diverse Dienste, die Ihnen schon am Bildschirm sagen, was das Fahrzeug in etwa wert ist. Eine verbindliche Aussage gibt es dann, wenn Fachmänner den Wagen sorgfältig untersucht haben. Am meisten Geld, aber auch am meisten Aufwand, gibt es, wenn Sie Ihr Auto bei einem Fahrzeugmarkt inserieren. Dieser ist für viele Suchende die erste Anlaufstelle, insofern sind die Chancen relativ gut, dass Sie Ihr Auto dann von privat an privat verkaufen können. Für Autos, die Sie guten Gewissens selbst nicht mehr fahren würden, eignen sich Export-Händler. Sie bieten nicht allzu viel Geld, aber kaufen auch „Schrott“ an, solange er noch rollt. Diese Fahrzeuge werden dann häufig nach Afrika exportiert, wo sie wieder aufbereitet und weitergefahren werden.

Realistische Preisvorstellung

Wichtig beim Autoverkauf ist, dass Sie eine realistische Preisvorstellung im Kopf haben. Auch wenn an dem Auto Emotionen hängen und vielleicht schon viel Geld in die Reparatur geflossen ist: Dass das Auto technisch in Ordnung ist, wird vorausgesetzt und der Wert richtet sich nach Angebot, Nachfrage und Zustand. Es bringt also nichts, mit überhöhten Vorstellungen in die Verhandlung zu gehen. ADAC-Mitglieder können beispielsweise kostenlos den Wert eines Gebrauchtwagens ermitteln lassen. Tipp: Gehen Sie mit 15 bis 20% mehr in die Verhandlung, denn Handeln ist etwas, was beim Autoverkauf Gang und Gäbe ist – jedenfalls von privat zu privat. Der Interessent wird immer für sein eigenes Ego versuchen, noch einen Rabatt auszuhandeln. Und wie sagt man so schön? 10% gehen immer!

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